Freizeitparadies Dubai

Tauchen lernen in der Wüstenstadt

Dubai-Skyline und Jumeirah Beach

Dubai-Skyline und Jumeirah Beach

Dubai ist sehenswert und atemberaubend, daran gibt es keinen Zweifel. Denn betrachtet man die baulichen Errungenschaften der Stadt und berücksichtigt dabei die kurze Entstehungszeit der Millionenmetropole, gerät man unwillkürlich ins Staunen. Doch die Wüstenstadt besitzt nicht nur Sehenswürdigkeiten der besonderen Art, sondern auch zahlreiche Optionen für Freizeitaktivitäten.

Hier, unter Urlaubern, Einheimischen und Auswanderern, lebt auch Marc. Er ist Tauchlehrer, den es bereits zu Beginn des Dubai-Booms in die Stadt am Persischen Golf gezogen hat.

Seine eigene Geschichte ist zwar schnell erzählt. Doch was er täglich in Dubai erlebt, wenn er mit seinen Tauschülern unterwegs ist, könnte endlose Erzählstunden füllen, die Lust auf Sonne, Meer und Unterwasseraktivitäten im Freizeitparadies Dubai machen.
Strand in Dubai

Strand in Dubai

Tauchspaß in Dubai für Jung und Alt

Marc kennt Dubai und viele seiner Bewohner und Gäste, denn er bringt ihnen seit Jahren das Tauchen am Persischen Golf nahe und schließt täglich Freundschaften mit Tauchbegeisterten jeglicher Altersklassen. Dabei trifft er auf Nationalitäten aus aller Welt.

Was für eine Stadt, die über kilometerlange Strände verfügt und hohe Wassertemperaturen besitzt, ganz selbstverständlich ist, macht Marc zum einmalig schönen Erlebnis. Die Begeisterung für seinen Beruf ist ansteckend – er vermittelt sein Element spielerisch und mit starkem Selbstbewusstsein. So kommt es, dass ihm nie die Kunden ausbleiben und er sich seinem Sport täglich aufs Neue widmen kann.

Wer im Sommer in Dubai tauchen geht, benötigt übrigens keinen sperrigen Neoprenanzug. Bei Wassertemperaturen von über 30 °C reichen Shorts und ein dünnes UV-Shirt vollkommen aus.
Dubai Public Beach - öffentlicher Strand

Public Beach - öffentlicher Strand

Tauchen am Persischen Golf in Dubai

Auch Marc trägt am liebsten leichte Tauchbekleidung, wenn er mit seinen Schülern unterwegs ist. „Sich frei fühlen unter Wasser“, das ist sein Motto. Und er weiß, wie sich das anfühlt, denn Marc war bereits mehrere Jahre Tauch-Guide in seiner Heimat auf den Philippinen, bevor er nach Dubai kam.

Dort lernte er alles, was es zum Thema Tauchsport zu wissen gibt. „Man lernt allerdings niemals aus“, betont er nachdrücklich und ergänzt: „Erfahrung ist durch nichts zu ersetzen und die Bedingungen zum Tauchen sind an jedem Flecken der Erde anders.“

Dubai ist mit seinen hohen Temperaturen eine kleine Herausforderung für Taucher. Denn das Üben von Tauchfertigkeiten bei 40 °C Lufttemperatur fällt nicht jedem leicht. Marc sorgt deshalb dafür, dass selbst bei größter Hitze der Tauchunterricht angenehm gestaltet ist. Nahe dem öffentlichen Strand von Dubai, dem Public Beach Jumeirah, lässt Marc seine Tauchschüler zusammenkommen. Hier nutzt er die Örtlichkeiten der größten Tauchschule Dubais, um die ersten Lektionen für Tauchanfänger zu unterrichten.
Taucherin im Swimmingpool

Taucherin im Swimmingpool

Erste Tauchlektionen am Swimmingpool

Im Schatten eines großen Sonnendachs lernen Marcs Tauchschüler zunächst alles, was sie für den ersten Pool-Tauchgang benötigen. Denn so beginnt ein Kurs für Teilnehmer, die einen Open Water Diver Kurs gebucht haben. Marc erklärt Wissenswertes rund um die Ausrüstung sowie wichtige theoretische Details zum Thema Tauchphysik und -physiologie. Dabei geht es manchmal sehr lustig zu.

Gerade dann, wenn es ans Zusammenbauen der sogenannten Scuba-Unit geht, der Geräteeinheit, die zum Atmen unter Wasser befähigt und aus Lungenautomat, Pressluftflasche und Tarierweste besteht. Das Ganze zum ersten Mal korrekt anzulegen, ist für die angehenden Taucher abermals mit viel Gelächter und Augenzwinkern verbunden.

Marcs fürsorgliche Kommentare wie “Selbst Blei-Enten sehen besser aus als ihr Pinguine“ und “Meine 90-jährige Großmutter zieht ihre Gummistiefel schneller an als ihr eure Taucherflossen“ tragen natürlich immer zur guten Stimmung bei. Sehr angenehm und kurzweilig vergehen dann die Unterrichtsstunden am Swimmingpool der Tauchschule. Selbstverständlich ist hier für kühle Getränke und erfrischendes Duschen stets gesorgt.
Tauchunterricht im Meer

Tauchunterricht im Meer

Unterwasserwelt Dubai und Abu Dhabi

Auch beim ersten Tauchgang im freien Wasser kommt gute Laune auf. Nachdem alle etwas unsicher watschelnd das Meer am Public Beach erreicht haben und nun im warmen Wasser des Persischen Golfs stehen, beginnt Marc damit, die ersten sogenannten Skills zu erklären – Übungen, die jeder Tauchschüler nacheinander ausführen muss.

Zum ersten Tauchgang entlang des Strandes führt Marc seine Schüler dann in etwas tieferes Wasser und das herrliche Abenteuer Tauchen beginnt. Für Taucher, die das Rote Meer in Ägypten kennen oder die Malediven, haben Dubai und Abu Dhabi eher etwas weniger zu bieten. Hier gibt es zwar auch zahlreiche Meeresspezies, die durchaus interessant sind, allerdings bekommt man nicht die Farbenpracht zu sehen, die an anderen Orten vorherrscht.

Das macht allerdings auch nichts, denn Marc und seine Tauchlehrerkollegen führen ihre Schüler nach bestandenen Kursen meistens noch in den Norden der Emirate. Dort bekommen Taucher ganz andere Highlights zu Gesicht – während sich Dubai insbesondere für Anfängertrainings und weiterführende Ausbildungen wie beispielsweise Rettungstauchkurse eignet.
Green Turtle - Grüne Meeresschildkröte

Green Turtle - Grüne Meeresschildkröte

Tauchausflüge in den Norden der Emirate

Marc selbst unterrichtet auch Rettungstauchkurse. Sein Ausbildungsrepertoire reicht vom Tauchanfänger bis hin zum Divemaster. Außerdem gibt er gelegentlich Spezialkurse wie Tauchen mit Scootern, Tieftauchkurse, Tauchfotografie, Fischbestimmung unter Wasser, Tauchen mit speziellen Pressluft-/Sauerstoff-Gemischen und einige andere.

Darüber hinaus engagiert er sich für die Aufzucht von Green Turtles u.a. bei der Gulf Green Turtle Conservation Organization. Hier geht es um den Erhalt und die Aufzucht der schönen Schildkröten, deren Lebensraum seit einigen Jahren nicht mehr so behütet und unangetastet ist, wie er es in früheren Zeiten einmal war.

Marc bringt die zahlreichen Projekte, die sich mit dem Schutz der Unterwasserfauna und -flora der Vereinigten Arabischen Emirate beschäftigen, auch gerne seinen Schülern nah. Dazu bietet er gemeinsame Ausflüge an, die bis in eines der nördlichsten Emirate nach Fudschaira führen. Hier kann man nämlich besonders große Exemplare der Green Turtles bewundern, die sich auf den Korallenbänken im Golf von Oman tummeln.
Walhai

Walhai

Hai-Alarm der friedlichen Art

Aber in Fudschaira, am Golf von Oman, zeigen sich im warmen Wasser des Hochsommers noch ganz andere Meeresbewohner.

In diesem Fall nützen Marc auch keine ermahnenden Gestiken und deutlichen Handzeichen, wenn er am Ende eines Tauchgangs mit seinen fortgeschrittenen Schülern aus 25 Metern Tiefe auftauchen möchte und seine Gruppe plötzliche wie wild geworden einem langen, dunklen Schatten nachtaucht.

Denn was ihm hier die Aufmerksamkeit entzieht, ist ein acht Meter langer Walhai, der in knapp vier Metern unter der Wasseroberfläche seine Kreise dreht. Gefährlich ist es nicht, denn der friedliche Riese ist harmlos – lediglich etwas Abstand sollte man beim Betrachten einhalten, damit der kräftige Schwanz des Säugers bei einer Wende nicht ungewollt zur Gefahr wird.

Auf solche Ausflüge freut sich Marc immer besonders und er genießt am Ende jedes Tauchgangs die Begeisterung seiner Schüler, die auf dem gesamten Rückweg nach Dubai stolz von ihren Erlebnissen schwärmen. Dubai ist der Ausgangsort für zahlreiche Tauchexpeditionen in den Norden der Emirate und in den Oman. Marc ist oft mit dabei und begleitet begeistert auch erfahrene Taucher, die sich interessante Tauchplätze wie Sharm Rock, Martini Rock, Dibba Island und Inchcape 1 nicht entgehen lassen möchten.

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