Reisetipp des Monats

Rundreise in Japan

Mitarbeiterin auf der Insel Miyajima, Japan

Inga Schwer auf der Insel Miyajima

Reizvolle Landschaften, Tempel und Städte – eine Rundreise durch Japan bietet vielfältige Erlebnisse. Besuchen Sie ein Teehaus und nehmen Sie an einer Teezeremonie teil. Übernachten Sie in einem Tempelgästehaus und erleben Sie ein Stück echtes und traditionelles Japan.

Auch die geschäftige Hauptstadt Tokyo ist sehenswert. Die Aussichtsplattformen des Skytree bieten einen tollen Ausblick auf die Megametropole. Bei guter Sicht kann man im Hintergrund sogar den heiligen Berg Fuji sehen.

Erfahren Sie mehr über Japan von unserer Mitarbeiterin aus erster Hand. Inga Schwer ist Pressesprecherin und beantwortet exklusiv für Sie die folgenden Fragen.
Shibuya-Kreuzung, Japan

Shibuya-Kreuzung

Fragen an unsere Expertin

Was sind die Klassiker - was muss man gesehen haben?

Bei einer Japan-Reise ist Tokyo ein absolutes Muss. Hier sollte man unbedingt den 634 Meter hohen Skytree besuchen. Von seinen beiden Aussichtsplattformen aus hat man einen fantastischen Blick auf das Häusermeer der Megametropole mit ihren fast 10  Millionen Einwohnern. Mit etwas Glück sieht man im Hintergrund den heiligen Berg Fuji – ein ganz besonderer Anblick und ein tolles Fotomotiv!

Ebenfalls nicht verpassen darf man den Tsujkiji-Fischmarkt. Selbst ohne Besuch einer Thunfisch-Auktion ist er ein Erlebnis: In unzähligen kleinen Restaurants und Läden rund um die Auktionshallen kann man das frischeste Sushi überhaupt genießen sowie Delikatessen und Haushaltswaren erwerben.

Ein Gefühl für die Geschäftigkeit Tokyos erhält man am Bahnhof Shibuya. An seiner Westseite lässt sich die berühmte Kreuzung bewundern, an der zu Spitzenzeiten pro Ampelphase mehrere Tausend Menschen gleichzeitig die Straßen überqueren. Mein Tipp: Wer das lebendige Treiben von oben sehen möchte, holt sich bei Starbucks ein Getränk und erhält damit Zutritt zum Café im ersten Stock mit freiem Blick auf die Kreuzung. 
Daisho-in, Japan

Daisho-in-Tempel

Was sind deine Insidertipps?

Happo-en ist ein besonders sehenswerter Landschaftsgarten in Tokyo. Hier werden regelmäßig Hochzeiten gefeiert, ein interessanter Anblick für Touristen. Zutritt zu dem nicht öffentlichen Park erhält man am besten über die Teilnahme an einer hochinteressanten Teezeremonie im Teehaus Muan – im Anschluss kann man dann durch den Garten spazieren.

Ein Stück echtes und traditionelles Japan erlebt man bei einer Übernachtung in einem Tempelgästehaus, beispielsweise dem Fukuchi-in, auf dem heiligen Tempelberg Koya-san. Hier taucht man ein in die japanische Lebenskultur: Man schläft auf einem Futon auf Tatami-Matten, badet im Onsen, einem von natürlichen heißen Quellen gespeisten Bad, und kann frühmorgens an einem Shingon-Ritualgebet teilnehmen. Ein ganz besonderes Erlebnis!

Lohnenswert ist auch ein Besuch der zwanzig Kilometer von Hiroshima entfernten Insel Miyajima. Das intensiv orangefarbene Tor des Itsukushima-Schreins spiegelt sich bei Flut glänzend im Meer. Wer etwas mehr Ruhe sucht, sollte den Berg ein Stück zum Daisho-in-Tempel hinauflaufen. Vergleichsweise wenige Besucher kommen hierher und entsprechend besinnlich ist die Atmosphäre in diesem Tempel.
Okonomiyaki, Japan

Okonomiyaki

Was ist dein Lieblingsessen/-getränk in Japan?

Wer Sushi mag, wird Japan lieben. Nirgendwo sonst gibt es das traditionelle Gericht besser und frischer. Unbedingt probieren sollte man auch Ramen. Diese Nudelsuppe gibt es mit verschiedenen Brühen auf Basis von Miso, Sojasauce, Salz oder ausgekochten Schweineknochen. Einlagen variieren und bestehen in der Regel aus Fleisch, Gemüse, unterschiedlichen Nudeln und manchmal Eiern. Ein überaus schmackhaftes und preiswertes Gericht!

Ebenfalls sehr lecker ist Okonomiyaki. In ganz Japan gibt es unterschiedliche Versionen dieses oft fälschlicherweise als japanische Pizza bezeichneten Gerichts. Hiroshima ist bekannt für seine Version: Auf einer heißen Eisenplatte wird eine Art Crepe gebraten, auf den Kohl, Gewürze, Fleisch oder Meeresfrüchte, Sobanudeln, Frühlingszwiebeln und Ei geschichtet und gegrillt werden. Besonders gut isst man das Gericht in Hiroshima im Okonomimura, einem Gebäude mit 25 Okonomiyaki-Restaurants auf drei Stockwerken.
Tsukiji-Fischmarkt, Japan

Tsukiji-Fischmarkt

Was macht das Reiseziel so besonders?

Japan ist ein spannendes Reiseziel. Das Land der aufgehenden Sonne ist bekannt für seine reizvollen Landschaften, seine saisonale, leichte Küche, für Ästhetik in Kunst, Design und Architektur sowie für das Streben seiner Bewohner nach Harmonie.

Reisende erleben vor Ort eine interessante Kultur, in der man zuweilen durchaus Parallelen zur deutschen Kultur erkennt, die in anderen Aspekten aber wiederum ganz anders ist. Das Spannungsfeld zwischen Vertrautem und Unbekanntem ist überaus reizvoll für Reisende, die Spaß daran haben, sich auf andere Sitten und Gebräuche einzulassen.

Japaner legen viel Wert auf Höflichkeit und sind sehr rücksichtsvoll. Dass Menschen in der Öffentlichkeit Mundschutz tragen, hat beispielsweise nicht immer damit zu tun, dass sie Angst vor Ansteckung haben. Häufig möchten sie vielmehr andere davor schützen, sich bei ihnen anzustecken, wenn sie selbst erkältet sind.
Kitkats in Japan

Kitkats in Japan

Was war dein schönstes Erlebnis dort?

Wer Gelegenheit dazu hat, sollte in Tokyo zu einem Sumo-Turnier gehen. Die Stimmung in der Arena ist fantastisch und es ist ein tolles Erlebnis, den Sumo-Kolossen beim Ringen zuzuschauen. Manchmal fliegen sie regelrecht aus dem Ring und in die ersten Reihen – das sorgt für Begeisterung bei den Zuschauern! Sumo-Ringer werden in Japan als Stars verehrt und gelten als Inbegriff der Fitness und Körperbeherrschung.



Welche besonderen Souvenirs kann man kaufen?

In Japan gibt es viele Kitkat-Sorten, die es bei uns nicht gibt und die man teilweise sogar nur in bestimmten Regionen Japans kaufen kann. Von Apfel und Erdbeer über Matcha und Sake bis hin zu Süßkartoffel, Erdbeer-Käsekuchen, Momiji und sogar Wasabi reichen die Geschmacksrichtungen. Ein tolles Mitbringsel!

Viel Auswahl gibt es auch im Bereich Papeterie. Origami-Papier und Washi-Tape gibt es in unzähligen Designs und zudem günstig. Schöne Souvenirs sind auch Matcha-Sets mit Tee und Bambusbesen oder kleine Porzellanschälchen und Stäbchen für Sushi. 

Ausblick vom Skytree, Japan

Ausblick vom Skytree

Was darf man auf keinen Fall tun?

Grundsätzlich sollte man in Japan versuchen, nicht in der Öffentlichkeit in ein Taschentuch zu schnäuzen. Auf gar keinen Fall sollte man dies allerdings bei Tisch tun. Hier hilft hochziehen oder kurz auf die Toilette gehen.

In Tempeln und Schreinen zieht man in der Regel die Schuhe aus. Daher ist es ratsam, warme Socken dabei zu haben, denn je nach Jahreszeit kann der Boden kalt sein. Eine weitere Schuh-Besonderheit: Für Toiletten gibt es eigene Pantoffeln, die dort bereit stehen. Aber nicht vergessen, hinterher wieder in die Restaurant- oder eigenen Hausschuhe zu schlüpfen. Die Bad-Schlappen sollte man auf keinen Fall in anderen Räumen tragen.
Koya-san, Japan

Tempelberg Koya-san

Mein Rundreisetipp: Die Rundreise „Japan für Liebhaber“ verbindet klassische Stationen einer Japan-Rundreise mit Orten und Aktivitäten abseits der üblichen Touristenrouten. Dabei erleben die Gäste die unterschiedlichen Facetten des Landes und seiner Kultur: Sie durchstreifen die pulsierende Metropole Tokyo und genießen die meditative Stille buddhistischer Tempel und kunstvoller Gärten.

Auf dem Programm stehen außerdem der Fuji-Hakone-Nationalpark mit dem heiligen Berg Fuji-san, die Krähenburg von Matsumoto, die japanischen Alpen, wo Affen in den heißen Quellen von Jigokudani baden, und der ehemalige Austragungsort der olympischen Winterspiele, Nagano.

Die Reisenden gewinnen im UNESCO-Weltkulturerbe Shirakawa-Go mit seinen strohgedeckten Bauernhäusern einen Eindruck vom alten Japan, erleben die kulturelle Fülle der früheren Kaiserstadt Kyoto und sehen in Nara die größte bronzene Buddha-Statue der Welt. 
Koya-san, Japan

Tempelberg Koya-san

Sie reisen mit dem Shinkansen-Superexpresszug, erfahren in Hiroshima Wissenswertes über die Kriegsvergangenheit des Landes, setzen auf die heilige Insel Miyajima über, vor der sich bei Flut das berühmte Tor des Itsukushima-Schreins rot glänzend im Wasser spiegelt, und entdecken in der Hafenstadt Nagasaki Spuren portugiesischer Missionare sowie holländischer und chinesischer Kaufleute aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Ein besonderes Erlebnis der Reise ist der Besuch des Koya-san, des heiligen Tempelberges des Shingon-Buddhismus. Hier ist ein Spaziergang über Japans berühmtesten Friedhof entlang uralter Gräber und gewaltiger Zypressen besonders stimmungsvoll.

Die Übernachtung bei Mönchen in einem Tempelgästehaus mit typisch japanischen und mit Tatami-Matten ausgelegten, schlichten Zimmern lässt die Reisenden eintauchen in die Kultur und den Lebensstil des Landes. Eine besondere Erinnerung wird auch das traditionelle Shingon-Ritualgebet sein, an dem die Gäste am frühen Morgen teilnehmen können.