Azoren

Die Inselgruppe der Azoren gilt als wahres Paradies für Naturliebhaber: Urlauber verleben hier dank einer einzigartigen Tier- und Pflanzenwelt, angenehmen Luft- und Wassertemperaturen, absoluter Ruhe sowie zahlreichen Ausflugsmöglichkeiten einen äußerst erholsamen Urlaub. Dafür sorgen auch die eindrucksvollen Begegnungen mit den Einheimischen der neun größeren und vielen kleineren Inseln, die trotz ihrer Lage mitten im Atlantik als Teil Portugals zur Europäischen Union gehören.
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Landschaft auf den Azoren

Früher nutzten Schiffe aus Übersee die 1.369 Kilometer vom europäischen Festland entfernt liegenden Azoren als Zwischenstation auf ihren Reisen, heute steuern Urlauber die Inseln ganz bewusst an. Vor allem Naturliebhaber, Vogelkundler, Wanderer, Surfer, Taucher, Segler und Ruhebedürftige fühlen sich dort wohl, da keine der Inseln über einen weitläufigen Sandstrand zum Baden verfügt und somit der große Rummel ausbleibt. Dafür ist das milde subtropische Klima perfekt geeignet, um sich beim Sport oder Wanderungen zu bewegen: Sogar die Sommer werden mit bis zu 30 Grad Celsius recht warm, verlaufen jedoch ohne extreme Temperaturschwankungen.  
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Insel Faial

Neun mal wunderbar

Jede der Azoren-Inseln bietet eine ganz eigene kleine Welt, so ist die größte Insel Sao Miguel vor allem berühmt für ihre großen Seen, viele Pflanzen und die lebhafte Hauptstadt Ponta Delgada. Auf Santa Maria finden sich historische Sehenswürdigkeiten wie steile Weinterrassen in der Bucht von Sao Lourenco und die Kapelle von Anjos, in der bereits Kolumbus betete. Im Zentrum der Azoren liegt Terceira, das mit der Altstadt von Angra do Heroismo ein UNESCO-Weltkulturerbe besitzt.

Das nicht weit entfernte Faial beeindruckt mit der Farbenpracht von bis zu fünf Meter hohen Garten-Hortensien und die Insel Pico blickt auf eine lange Tradition mit Weinanbau und Walfang zurück. Während auf Sao Jorge grüne Weiden und abfallende Küstenhänge das Landschaftsbild bestimmen, lassen sich auf Graciosa Vulkanseen und Windmühlen bestaunen. Flores wird hingegen als schwimmender Garten bezeichnet und auf der kleinsten Insel Corvo warten neben unfassbarer Pflanzenpracht  herzliche Begegnungen mit Einheimischen.
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Die größte Stadt: Ponta Delgada

Sehenswerte Azoren-Stadt

Die meisten Bewohner der Azoren leben in der größten Stadt Ponta Delgada auf Sao Miguel, die zusammen mit Angra und Horta eine der drei Hauptstädte ist. Hier stehen im Zentrum neben alten Hochhäusern aus dem 19. Jahrhundert moderne Hotel- und Bürogebäude. Innerhalb eines Tages lassen sich die Sehenswürdigkeiten wie der Platz Goncalo Velho Cabral, die Kirche Igreja de Sao Jose, das Stadttor Portas da Cidade, das barocke Rathaus am Largo da Republica, die schöne Gartenanlage Jardim Antonio Borges und der Yachthafen (Marina) bei einem Rundgang bequem ablaufen. Für eine kurze Pause zwischendurch bieten sich viele kleine Cafés an der Promenade an. Zur weiteren Erholung von Körper und Geist unternehmen viele Touristen zudem einen Ausflug in den nahgelegenen Kurort Furnas, um die medizinische Wirkung der dortigen Heil- und Thermalquellen zu nutzen.
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Azorenglockenblume

Ruhe und Action

Ähnlich wie in Furnas haben viele kleine Dörfer auf allen Inseln mit ihren bunten Häusern, schön angelegten Straßen und üppig bepflanzten Gärten großes Potenzial als Postkartenmotive. Passend dazu sind die Einheimischen fröhliche warmherzige Menschen, die Touristen gerne Einblick in die traditionelle Koch- oder Handwerkskunst gewähren. Ob die Herstellung von zarten Blumen aus Fischschuppen oder die Zubereitung von Fisch, Fleisch sowie der überall auf den Azoren beliebten Ananas – die Inselbewohner öffnen für interessierte Besucher gerne ihre Türen.

Daneben begeistern auf jeder Insel unterschiedliche Ausblicke: Tiefblaue Seen, hohe Berge, bewachsene Krater erloschener Vulkane und eine bunte Pflanzenwelt laden zu ausgiebigen Wandertouren ein. Dabei begegnen einem auch zahlreiche Tiere wie diverse Seevogelarten und Fledermäuse und man trifft auf über 70 einheimische Pflanzenarten wie die Azorenglockenblume. Außerdem können Urlauber hier etwas erleben, das es in der Heimat wohl fast nicht mehr gibt: Absolute Stille! Nach genug Ruhe sorgen neben Wandern und Wassersport wie Tauchen oder Surfen diverse Ausflugsmöglichkeiten für Abwechslung.
Quelle: Wundermedia / Anne Kirchberg