Norwegen

Norwegen hat einen der höchsten Lebensstandards und mit das höchste Pro-Kopf-Einkommen weltweit, zahlt mehr Kindergeld als alle anderen Nationen und ist das erste Land, das die Geschlechterquote eingeführt hat – es scheint, als hätte der Staat auf der Skandinavischen Halbinsel alles richtig gemacht.
Norwegen

Norwegen


Dazu kommt die sympathische royale Familie um König Harald V. und natürlich die eindrucksvolle Natur: Nicht verwunderlich, dass Norwegen auch unter den glücklichsten Ländern der Welt einen Spitzenplatz belegt!

Millionen von Touristen wollen jedes Jahr ebenfalls einen Zipfel vom Glück erhaschen, doch ist es gar nicht so einfach, die allerschönsten der schönen Fleckchen auf der Halbinsel zu finden. Ein Überblick erleichtert das Suchen und Finden.  

Die Fjordlandschaften Norwegens

Wunderschöne Fjordlandschaften

Die Fjorde …

… sind natürlich das Erste, was einem zu Norwegen einfällt, doch was genau sind eigentlich Fjorde? Entstanden sind sie durch Gletscher, die am Ende der letzten Eiszeit aufgrund warmer Witterung abgeschmolzen sind und sich durch bereits bestehende Flussläufe ihren Weg ins Tal gebahnt haben, wobei sie das Gestein immer tiefer auswuschen.

Meerwasser konnte einströmen und die vielen unterschiedlichen Salzseen bilden, die sich vor allem in Westnorwegen (aus diesem Grund auch Fjordnorwegen genannt) wie an einer Perlenschnur aneinander reihen.

Dank des warmen Golfstroms ist die Temperatur in den meisten Fjorden relativ mild, sodass sich in ihnen jede Menge Tiere, vom Schweinswal bis zum Seehund, heimisch fühlen können. Besonders nahe kommt man der Tierwelt übrigens bei einer Meersafari.
Geirangerfjord in Norwegen

Geirangerfjord in Norwegen

Der Geirangerfjord in Fjordnorwegen ist aufgrund seiner vielen Wasserfälle und des unglaublichen Artenreichtums wohl der bekannteste.

Zu Wasser lässt sich der 15 km lange Fjord gut per Kajak oder Schiff erkunden, zu Land sollte man unbedingt die Adlerstraße (auf norwegisch Ørnevegen) mit ihren vielen Aussichtspunkten erwandern. 

Im Süden Fjordnorwegens liegt der Lysefjord, der von steilen Felswänden umgeben ist und besonders abenteuerliche Wanderer ohne Höhenangst anzieht.

Mitten in die höchste Felswand, die Kjerag, eingeklemmt ist der Kjerag-
bolten, ein großer Felsbrocken, den Schwindelfreie besteigen und von dort aus ein schier unfassbares Panorama genießen können. Die mutigen Basejumper springen von hier, ausgestattet mit Fallschirm oder Wingsuit, in die Tiefe.  
Sognefjord in Norwegen

Sognefjord in Norwegen

Der gewaltigste Fjord nicht nur Norwegens, sondern ganz Europas ist der Sognefjord, ganze 204 km lang und stellenweise bis zu 1308 Meter tief.

Wer den Panoramablick möglichst lange genießen will, ist mit einer mehr-
tägigen Mountainbike-Tour bestens bedient. Wer doch lieber wandern will, sollte die Nationalparks Jotunheimen und Jostedalsbreen am Fjordausläufer im Landesinneren besuchen.

Besonders viele Fjorde sieht man übrigens während einer Fahrt entlang der Küstenlinie mit der traditionellen norwegischen Postschifflinie „Hurtigruten“. Zwar bedeutet der Begriff auf Deutsch „Die schnelle Route“, doch sollte man sich schon mehrere Tage Zeit nehmen, um die ganzen verschiedenen Eindrücke aufnehmen und somit der Natur den gebührenden Respekt zollen zu können.

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Erleben Sie Norwegen
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Oslo

Oslo

Die Städte …

… allen voran die Hauptstadt Oslo, die Rosenstadt Molde und die Kommune Kristiansund im Norden, sollten bei all der herrlichen Natur aber nicht vergessen werden!

In der Altstadt Oslos (auf Norwegisch „Gamlebyen“) wurden die mittel-
alterlichen Grundmauern freigelegt, was zusammen mit dem königlichen Schloss und der Burg Akershus einen ganz besonderen Reiz auf Mittel-
alterfans ausüben dürfte. Diejenigen, die sich eher für die Neuzeit interes-
sieren, flanieren durch die zentrale Einkaufsstraße Karl Johans gate und genießen eine Erfrischung im Grand Cafe, dem Stammlokal Henrik Ibsens.  
Atlantikstraße zwischen Alesund und Kristiansund

Atlantikstraße zwischen Alesund und Kristiansund

Die Stadt Molde, in der Mitte Norwegens am Moldefjord gelegen, ist mit 70 Einwohnern pro Quadratkilometer relativ dünn besiedelt (zum Vergleich: Hamburg hat 2401 Einwohner pro Quadratkilometer).

Aufgrund der üppigen Flora hat man als Besucher das Gefühl, dass hier hauptsächlich Bäume und Blumen leben, dank des warmen Golfstroms sogar Rosen, die der Stadt ihren Beinamen verpasst haben. Musikfans ist Molde durch das alljährlich im Juli stattfindende und weit über die Landesgrenzen hinaus berühmte Jazzfestival bekannt. 

Die Hafenstadt Kristiansund besteht aus drei mit Brücken verbundenen Inseln und ernährt seine Einwohner – neben dem Tourismus – hauptsächlich durch Fischfang. Besseren Klippfisch als hier bekommt man in ganz Norwegen nicht! Stimmungsvoll übernachten lässt es sich nach gelungenem Essen im Leuchtturm Haugjegla.
Nordkap

Nordkap

Das eindrucksvollste Reiseziel kommt zuletzt: Das Nordkap, durch den Nordkap-Tunnel oder per Schiff zu erreichen, ist nur durch eine Seestraße vom Nordpol getrennt und bildet das europäische Ende der Welt.

Tierfreunde freuen sich über die unzähligen Vögel, die das Nordkap bevölkern, und mit etwas Glück lässt sich im Winter das Naturschauspiel der bunten Nordlichter am Himmel erleben – ein nahezu überirdischer Anblick!


Quelle: Wundermedie / Birgit Stelzer 
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