USA: Nationalparks des Westens - Teil 1

Erleben Sie Natur pur

Yosemite-Nationalpark, USA

Yosemite-Nationalpark

Yosemite-Nationalpark: Granitgipfel, Wasserfälle und Mammutbaumhaine

Der Yosemite-Nationalpark in Kalifornien gilt als einer der beliebtesten und schönsten auf dem amerikanischen Kontinent. Er erstreckt sich auf einer Fläche von mehr als 3.080 Quadratkilometern in der Sierra Nevada und bietet eine Fülle atemberaubender Landschaften: schroffe Gebirge, Granitfelsen, Wasserfälle, Flüsse und Seen, Bergwiesen und tiefe Wälder, außerdem Hunderte zum Teil seltener Pflanzen- und Tierarten in fünf verschiedenen Ökosystemen.

Gegründet vor über 100 Jahren, gehört der Yosemite-Nationalpark seit 1984 zum UNESCO-Weltnaturerbe und ist mit seinen ursprünglichen Naturlandschaften ein beeindruckender Kontrast zu Metropolen wie San Francisco und Los Angeles sowie ein Highlight jeder USA-Reise.
Yosemite Falls im Yosemite-Nationalpark, USA

Yosemite Falls im Yosemite-Nationalpark

Die meisten Besucher zieht es in das zentrale Yosemite Valley. Nutzen Sie die Gelegenheit für einen Spaziergang oder eine ausgiebige Wanderung – mehrere Trails erschließen auch abgelegenere Gebiete. Klettersportler, insbesondere Freikletterer, versuchen sich an dem ganzjährig besteigbaren Gipfel El Capitan, der 1.000 Meter über das Yosemite-Tal emporragt. Auch der Granitfelsen Half Dome ist beliebtes Ziel von Bergsteigern und Kletterern. Lohnenswert: Eine Wanderung vom Glacier Point zum Sentinel Dome – hier genießen Sie wundervolle Ausblicke auf das gesamte Tal und Natur pur.

Zu den Sehenswürdigkeiten des Parks gehören seine Wasserfälle, darunter die Yosemite Falls, die mit einer Fallhöhe von 739 Metern zu den höchsten Wasserfällen der Erde zählen, allerdings gegen Ende des Sommers oft ausgetrocknet sind, sowie die Bridalveil Falls. Außerdem befinden sich im Yosemite-Park drei Haine mit Riesenmammutbäumen, die zu den größten, massivsten und langlebigsten Bäumen der Erde zählen.
Mount Whitney im Sequoia-Nationalpark, USA

Mount Whitney im Sequoia-Nationalpark

Bergwelten und Baumriesen: Sequoia-Nationalpark und Kings-Canyon-Nationalpark

Die gemeinsam verwalteten Parks Sequoia-Nationalpark und Kings-Canyon-Nationalpark in Kalifornien erstrecken sich auf einer Fläche von insgesamt rund 3.500 Quadratkilometer in der Sierra Nevada. Aufgrund der Höhenunterschiede von 400 bis 4.000 Meter über Meeresspiegel weisen die beiden Parks eine enorme Landschafts- und Artenvielfalt auf. Steile Gebirgszüge und schneebedeckte Berggipfel wie der Mount Whitney, tief eingeschnittene Täler, endlose Eichen-, Kiefern- und Mischwälder, Bergseen, Bäche und Wasserfälle prägen das Landschaftsbild.
Riesenmammutbäume im Sequoia-Nationalpark, USA

Riesenmammutbäume im Sequoia-Nationalpark

Wie auch der Yosemite-Nationalpark ist das Gebiet ein Paradies für Wanderer und Naturfreunde, aber erfreulicherweise weit weniger gut besucht. Sie begegnen hier Schwarzbären, Maultierhirschen, Dickhornschafen und Kojoten, außerdem Pumas und einer Vielzahl an Vögeln.

Berühmt ist der Sequoia-Nationalpark für seine Riesenmammutbäume (Sequoias): Der größte bekannte Riesenmammutbaum, der fast 2.000 Jahre alte General Sherman, ist mit einer Höhe von 81,5 Metern und einem Durchmesser von rund 10 Metern der zweitgrößte Baum weltweit – der ihn umgebende Sequoia-Hain trägt den bezeichnenden Namen Giant Forest.
Moro Rock im Sequoia-Nationalpark, USA

Moro Rock im Sequoia-Nationalpark

Weitere Anziehungspunkte sind die begehbare Tropfsteinhöhle Crystal Cave und der Moro Rock, ein 2.050 Meter hoher Granitmonolith. Über eine in den Fels gehauene Treppe gelangen Sie bis zum domförmigen Gipfel und haben hier einen atemberaubenden Panoramablick.

Wer gut zu Fuß ist, sollte sich eine Wanderung im Kings Canyon, dem mit 2.500 Metern tiefsten Tal Nordamerikas nicht entgehen lassen – hier erleben Sie unberührte Natur, glasklare Bergseen, tiefe Schluchten und reißende Wasserfälle.
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Grand Canyon, USA

Grand Canyon

Die spektakuläre Schlucht im Grand-Canyon-Nationalpark

Im Grand-Canyon-Nationalpark im Bundesstaat Arizona erwartet Sie mit dem namensgebenden Grand Canyon eine der größten und spektakulärsten Schluchten der Welt. Der Grand Canyon wird zu den sieben Naturwundern gezählt und gehört zum UNESCO-Weltnaturerbe. Er ist 446 Kilometer lang, bis zu 29 Kilometer breit und stellenweise bis zu 1.857 Meter tief. Ein Blick vom Süd- oder Nordrand der Schlucht hinab in zerklüfteten Tiefen wird Ihnen nicht nur aufgrund der schieren Ausmaße, sondern auch dank der teils bizarren Gesteinsformationen in unzähligen Rot- und Brauntönen unvergesslich bleiben. Geschaffen wurde das einzigartige Naturmonument durch den Colorado River, der sich im Laufe von Millionen von Jahren seinen Weg durch den Fels gegraben hat.
Maultiere im Grand Canyon, USA

Maultiere im Grand Canyon

Neben der geologischen Bedeutung der Schlucht – sie gewährt Einblick in eine aufschlussreiche, nahezu vollständige Abfolge von Gesteinsschichten – hat das Gebiet auch kulturhistorische Relevanz: Seit über 3.000 siedeln indianische Völker im Umkreis des Canyons. Außerdem haben sich hier faszinierende Ökosysteme von Wüste bis Nadelwald mit mehr als 1.500 Pflanzenarten und zahlreichen Tierarten entwickelt.

Ganz komfortabel erleben Sie den Grand Canyon auf einem Helikopterflug – aus der Luft gewinnen Sie einen besonders guten Überblick über seine Ausdehnung. Ebenfalls ein Muss ist ein Spaziergang entlang des Canyon-Randes, wo es eine Vielzahl schöner Aussichtspunkte gibt. Wer die Schlucht näher erkunden will, unternimmt eine Wanderung oder einen Maultier-Ritt im Canyon selbst oder wagt sich an eine Rafting-Tour auf dem Fluss. Einen grandiosen Blick gewährt der im Hualapai-Reservat gelegene Skywalk.