
Das DERTOUR Reisebarometer Winter 2025/26
Ägypten als Winterfavorit und Solo Travel fester Trend im Reisemarkt
Das DERTOUR Reisebarometer Winter 2025/26 im Überblick
- Stabile Gästezahlen: nach außergewöhnlich starkem Vorwinter Gästevolumen auf Vorjahresniveau
- Kein Verzicht, sondern gezielte Priorisierung: Winterurlaub bleibt hohe Priorität und wird bewusster geplant
- Früheres Buchen gewinnt weiter an Bedeutung: Vorausbuchungsfrist steigt erneut, gezielte Nutzung von Frühbucherermäßigungen
- Kurz- und Mittelstrecke wächst leicht gegenüber der Fernstrecke
- Ägypten mit deutlichem Abstand größter Gewinner: neuer Winterfavorit auf Platz 1
- Im Fokus: Solo Travel – Mainstream statt Nische mit eigenständigem Reiseverhalten
Boris Raoul, CEO DERTOUR Deutschland und Österreich
Früheres Buchen gewinnt weiter an Bedeutung

Die bewusste Planung der Reisegäste zeigt sich insbesondere im Buchungszeitpunkt. Der Winterurlaub 2025/26 wurde erneut früher gebucht als im Vorjahr. Durchschnittlich lag die Vorausbuchungsfrist bei 107 Tagen und damit +3 Tage über dem Niveau des Vorjahres. „Noch mehr Reisende buchten ihren Winterurlaub frühzeitig, um sich die beliebtesten Hotels zu den besten Konditionen zu sichern, gerade auch in Ferienzeiten“, sagt Boris Raoul.
Reisebüro-Beratung weiterhin stark gefragt

Boris Raoul, CEO DERTOUR Deutschland und Österreich
Kurz- und Mittelstrecke wächst leicht gegenüber der Fernstrecke

Die Streckenverteilung im Reisewinter 2025/26 zeigt eine leichte Verschiebung zugunsten der näheren Ziele. 65 % der Gäste verbrachten ihren Winterurlaub auf der Kurz und Mittelstrecke, ein Plus von +2 %-Punkten gegenüber dem Vorjahr. 35 % der Reisenden entschieden sich für ein Fernreiseziel, was einem Rückgang von -2 %-Punkten entspricht. „In einem anspruchsvollen wirtschaftlichen Umfeld haben viele Reisende bei der Winterurlaubsplanung noch stärker auf Preis-Leistung und gut kalkulierbare Gesamtkosten geachtet. Das wirkte als Verstärker für die Entwicklung einzelner Ziele wie beispielsweise Ägypten. Diese Dynamik trug zu einer leichten Gewichtsverlagerung zugunsten der Kurz- und Mittelstrecke bei“, erläutert Sven Schikarsky, Geschäftsführer und Produktchef von DERTOUR und seinen Schwestermarken ITS und Meiers Weltreisen. „Gleichzeitig blieb die Fernstrecke ein bedeutender Bestandteil des Winterreisegeschäfts.“
Ägypten verzeichnete im Winter 2025/26 das größte absolute Gästeplus aller Reiseziele weltweit.
Die beliebtesten Winterurlaubsziele 2025/26 für die Kurz- und Mittelstrecke
Auf der Kurz‑ und Mittelstrecke setzte sich Ägypten an die Spitze der beliebtesten Winterurlaubsziele. Von einem hohen Niveau ausgehend verzeichnete das Land ein Gästeplus von +15 % und rückte damit von Platz 2 auf Platz 1 vor. „Ägypten war das beliebteste Winterurlaubsziel insgesamt und konnte im Vergleich zum Vorjahr eine fünfstellige Zahl an Gästen hinzugewinnen. Das ist eine beeindruckende Entwicklung“, erklärt Sven Schikarsky. „Zu Ägyptens Erfolgsfaktoren zählen das verlässliche Klima, kurze Flugzeiten sowie eine hohe qualitativ hochwertige Angebotsdichte mit starkem All‑inclusive‑Schwerpunkt. Sie sorgen für Planungssicherheit und sprechen unterschiedliche Zielgruppen an.“
Auf Platz 2 folgt Spanien, das im Vergleich zum Vorjahr zwar einen Rang abgibt, aber insbesondere mit den Kanaren weiterhin zu den beliebtesten Winterurlaubszielen zählt. Die Türkei behauptet Platz 3, und auch Deutschland hält seine Position auf Platz 4. Einen sichtbaren Sprung im Ranking macht Österreich, das dank eines Gästeplus von +37 % von Platz 7 auf Platz 5 vorrückt. Das Reiseziel profitierte insbesondere von einem guten Preisbild, viel Sonnenschein und einer verlässlichen Beschneiung der Pisten.
Polen verzeichnet einen leichten Gästerückgang und rutscht von Platz 5 auf 6.
„Tschechien war wegen günstiger Preise und niedriger Nebenkosten vor allem für preisbewusste Winterurlauber attraktiv. Gute Schneeverhältnisse in den Bergen führten zu hoher Nachfrage nach Skiurlaub“, so Sven Schikarsky. Auch Griechenland legte prozentual deutlich zu, allerdings ausgehend von einem vergleichsweise niedrigen Ausgangsniveau. Hier machte sich insbesondere die Saisonverlängerung auf Kreta und Rhodos bemerkbar, die deutlich besser angenommen wurde als im Vorjahr.
Top-Ziele Kurz- und Mittelstrecke
| Platz | Reiseziel | Trend | Platz im Vergleich zum Vorjahr |
| 1 | Ägypten | ↗️ | 2 |
| 2 | Spanien | ↘️ | 1 |
| 3 | Türkei | ➡️ | 3 |
| 4 | Deutschland | ➡️ | 4 |
| 5 | Österreich | ↗️ | 7 |
Die beliebtesten Winterurlaubsziele 2025/26 für die Langstrecke
Auf der Fernstrecke behauptete Thailand seine Spitzenposition als meistgebuchtes Winterurlaubsziel. Das Land punktet weiterhin mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis und einer großen Angebotsvielfalt. Auf Platz 2 folgt der Indische Ozean, der seine Position ebenfalls stabil halten konnte. Platz 3 belegt weiterhin die Karibik. Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verzeichnen einen leichten Gästerückgang von -3 % und rangieren auf Platz 4 (Vorjahr Platz 3). Ostafrika verzeichnete ein deutliches Gästeplus von +15 % und hält Platz 5. Die Region profitiert mit außergewöhnlichen Safari- und Tierbeobachtungsmöglichkeiten in Kenia und Tansania vom anhaltenden Erlebnis‑Trend sowie von einer verbesserten Erreichbarkeit durch neue Flugverbindungen und einem attraktiven Preis‑Leistungs‑Verhältnis. Zudem begeistert Sansibar mit seinen paradiesischen Stränden immer mehr Urlauber.
Nordamerika verlässt die Top 5 und rutscht in der Rangliste von Platz 4 auf Platz 6. Der deutliche Gästerückgang ist, wie bereits im vergangenen Sommer, auf die Nachrichtenlage zur politischen Situation in den USA zurückzuführen.
Innerhalb der Top‑10 entwickelten sich insbesondere der Oman (+31 %, Platz 10), Sri Lanka (+10 %, Platz 7) und das Südliche Afrika (+10 %, Platz 8) sehr positiv. Sie profitierten ebenfalls vom wachsenden Interesse an erlebnisorientierten Reisen und einem attraktiven Preisniveau.
Außerhalb der Top 10 verzeichnete Japan (+107 %) außergewöhnlich hohe Zuwächse, ausgehend von einem niedrigen Ausgangsniveau.
Die starke Entwicklung Japans ist unter anderem auf das große Social‑Media‑Interesse, einen günstigen Wechselkurs sowie die hohe Sicherheit und sehr gute Infrastruktur zurückzuführen. „Die im Vergleich zum Sommer noch deutlich niedrigeren Besucherzahlen sind für viele Reisende ein zusätzlicher Anreiz, das Land in den Wintermonaten zu bereisen. So lassen sich Tempel und andere Sehenswürdigkeiten mit deutlich weniger Trubel besuchen“, erklärt Sven Schikarsky.
Top-Ziele Langstrecke
| Platz | Reiseziel | Trend | Platz im Vergleich zum Vorjahr |
| 1 | Thailand | ➡️ | 1 |
| 2 | Indischer Ozean | ➡️ | 2 |
| 3 | Karibik | ➡️ | 3 |
| 4 | Vereinte Arabische Emirate | ↘️ | 3 |
| 5 | Ostafrika | ➡️ | 5 |
Reisedauer: leichtes Plus bei Ski‑ und Langzeiturlauben
Die durchschnittliche Reisedauer blieb beim Winterurlaub 2025/26 weitgehend stabil. Über alle Reisearten hinweg lag sie erneut bei rund 9,5 Tagen und damit auf dem Niveau des Vorjahres. Auch bei Badeurlauben (rund 11 Tage) sowie bei Rundreisen (rund 8 Tage) zeigten sich keine nennenswerten Veränderungen.
Leichte Zuwächse gab es jedoch bei einzelnen Urlaubsformen: Skiurlaube wurden mit im Durchschnitt rund 4 Tagen einen Tag länger gebucht als im Vorjahr. Auch Langzeiturlaube (Reisedauer ab 22 Tagen) verlängerten sich moderat um einen halben Tag auf durchschnittlich rund 32 Tage.
Im preisattraktiven Tunesien, einem der beliebtesten Überwinterungsziele, lag die durchschnittliche Reisedauer der Langzeitaufenthalte in den Wintermonaten 2025/26 bei 45 Tagen – länger als in jedem anderen Reiseziel.
Hotelkategorien und Verpflegung: hoher Komfortanspruch bleibt stabil

Im Winterurlaub 2025/26 zeigte sich der hohe Qualitätsanspruch der Gäste erneut in der Wahl der Unterkunft. 86 % der Urlauber buchten ein 4‑ oder 5‑Sterne‑Hotel und damit etwas mehr als im Vorjahr (85 %). Der Anteil der 5‑Sterne‑Hotels stieg weiter an (+2 %-Punkte auf 36 %), während sich die Anteile der 4‑Sterne‑Hotels (50 %) und Häuser mit 3 oder weniger Sternen (14 %) leicht rückläufig zeigten (jeweils -1 %-Punkt).

Bei der Verpflegung gab es keine Veränderungen zum Vorjahr. All‑inclusive blieb mit 47 % die mit Abstand beliebteste Verpflegungsform, gefolgt von Frühstück (34 %) und Halbpension (19 %).
Sven Schikarsky, Geschäftsführer und Produktchef DERTOUR
Im Fokus: Solo Travel

Boris Raoul, CEO DERTOUR Deutschland und Österreich
Solo Travel ist generationsübergreifend relevant

Ein Drittel (33 %) der Solo-Reisenden war zwischen 18 und 49 Jahre alt, zwei Drittel (67 %) waren 50 Jahre oder älter. Zwar steigt der Anteil der Alleinreisenden mit zunehmendem Alter an, zugleich zeigt sich jedoch: Alleinreisen sind kein Thema einer bestimmten Altersgruppe, sondern werden über alle Altersstufen hinweg gebucht. „Das zeigt, dass Solo-Reisen unterschiedliche Lebensphasen begleiten, vom Schulabschluss, über den Berufseinstieg bis ins Rentenalter. Und wir sehen in unseren Daten auch: Das Thema gewinnt über den Lebensverlauf hinweg an Bedeutung“, sagt Sven Schikarsky, Geschäftsführer und Produktchef von DERTOUR und seinen Schwestermarken ITS und Meiers Weltreisen.
Ältere Solo Traveller sind überdurchschnittlich reisefreudig
Mit zunehmendem Alter gewinnt Solo Travel weiter an Bedeutung. Unter den Solo Travellern lag der Anteil der über 65-Jährigen in den Wintermonaten bei 29 % und damit deutlich höher als bei Reisenden anderer Zielgruppen (21 %). Das Reisen spielt ab 65 für Solo Traveller also eine größere Rolle als für Gleichaltrige, die in Begleitung verreisen.
Alleinreisen sind kein geschlechtsspezifisches Phänomen
Die Geschlechterverteilung unter den Solo-Reisenden zeigt keine klare geschlechtsspezifische Dominanz: 44 % sind Frauen, 56 % Männer. Damit ist Solo Travel weder ein reines Männer- noch Frauenthema. Gleichzeitig verändert sich das Reiseverhalten der alleinreisenden Männer und Frauen im Lebensverlauf: Während Männer in jüngeren Jahren häufiger allein verreisen, holen Frauen im höheren Alter deutlich auf und stellen ab 65 einen überdurchschnittlich hohen Anteil der Solo-Reisenden.
Alleinreisende buchten kurzfristiger – und blieben dafür länger

Solo Traveller buchten ihre Winterurlaube tendenziell kurzfristiger als andere Zielgruppen. Die durchschnittliche Vorausbuchungsfrist lag bei den Alleinreisenden zuletzt bei 74 Tagen, gegenüber 107 Tagen bei den Gesamtgästen. Allerdings zeichnet sich ein Wandel ab: Im Vergleich zum Vorjahr buchten Alleinreisende ihren Urlaub zunehmend früher (+ 4 Tage). Auffällig ist dabei ein Geschlechterunterschied: Alleinreisende Frauen buchten ihren Winterurlaub im Schnitt rund zwei Wochen früher als alleinreisende Männer (82 Tage vs. 70 Tage vor Reisebeginn).

Gleichzeitig zeichneten sich Solo Traveller durch eine besonders hohe Reiseintensität aus. In den Wintermonaten 2025/26 belief sich die durchschnittliche Reisedauer der Solo-Reisen auf 13,5 Tage und war damit 4 Tage länger als bei Reisen in Begleitung (9,5 Tage). Gegenüber dem Vorwinter hat sich die Reisedauer von Solo-Reisen um 1 Tag verlängert. Zudem zeigt sich ein geschlechtsspezifischer Unterschied: Alleinreisende Frauen reisten im Durchschnitt einen Tag länger als alleinreisende Männer.
Überdurchschnittlich lange Aufenthalte zeigen sich sowohl bei jungen als auch bei älteren Alleinreisenden. 18- bis 34-jährige Solo Traveller verreisten im Schnitt 15 Tage (ggü. 8,5 Tagen bei Gleichaltrigen anderer Reisekonstellationen). Bei den Alleinreisenden ab 65 Jahren waren es sogar durchschnittlich 19 Tage (ggü. 13 Tagen bei Gleichaltrigen anderer Reisekonstellationen).
Sven Schikarsky, Produktchef von DERTOUR
Längere Aufenthalte, weniger Sterne, mehr Genuss
Die überdurchschnittlich langen Aufenthalte von Solo Travellern gehen mit charakteristischen Entscheidungen bei Hotelkategorien und Verpflegung einher. Zwar wählte auch der Großteil der Alleinreisenden ein 4- oder 5-Sterne-Hotel (80 %), im Vergleich zu anderen Reisenden buchten Solo Traveller jedoch etwas seltener 5-Sterne-Häuser und häufiger 4-Sterne oder günstigere Kategorien. So entfielen 27 % der Buchungen auf 5-Sterne-Hotels (-9 %-Punkte ggü. anderen Reisenden), 53 % auf 4-Sterne-Unterkünfte (+3 % Punkte ggü. anderen Reisenden) und 20 % auf Hotels mit 3 oder weniger Sternen (+6 %-Punkte ggü. anderen Reisenden).

Gleichzeitig spielte All-inclusive-Verpflegung eine überdurchschnittlich große Rolle. Mit einem Anteil von 50 % lag sie bei Solo Travellern über dem Durchschnitt anderer Reisender (+3 %-Punkte). Die für All-inclusive charakteristischen Aspekte Genuss, Komfort und Kalkulierbarkeit des Reisebudgets gewinnen bei längeren Aufenthalten also noch an Bedeutung.
Sven Schikarsky, Produktchef von DERTOUR
Reiseausgaben unterstreichen die wirtschaftliche Bedeutung von Solo Travel

Auch die Reiseausgaben unterstreichen die besondere Relevanz von Solo Travel. In den Wintermonaten 2025/26 lagen die durchschnittlichen Ausgaben jüngerer Alleinreisender bis 49 Jahre pro Nacht leicht über jenen anderer Zielgruppen, unter anderem bedingt durch Einzelzimmerzuschläge. Ab 50 Jahren nähert sich das Ausgabenniveau dem Durchschnitt der Gesamtgäste an.
Entscheidend ist dabei weniger der Preis pro Nacht als das Gesamtvolumen der Reise: Durch ihre über alle Altersgruppen hinweg längeren Aufenthalte investierten Alleinreisende pro Reise und pro Person häufig mehr als andere Zielgruppen.
Sven Schikarsky
Winterurlaub 2025/26: Top-Ziele für Solo-Reisende
| Kurz- & Mittelstrecke | Langstrecke Solo-Reisende |
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Reiseangebote für Alleinreisende
Für Alleinreisende hält DERTOUR speziell entwickelte Wanderreisen exklusiv für Solo-Reisende bereit. Darüber hinaus bietet der Veranstalter zahlreiche solo-freundliche Rundreisen an. Diese zeichnen sich durch faire oder teils entfallende Einzelzimmerzuschläge, alternative Zimmerkonzepte wie halbe Doppelzimmer sowie gemeinsame Mahlzeiten und Aktivitäten aus, die den Austausch und die Integration innerhalb der Gruppe fördern. Viele Reisen sind zudem als Kleingruppen konzipiert und stärken so das Gemeinschaftsgefühl. Das Angebot für Alleinreisende wird aktuell weiter ausgebaut.
Detailauswertungen Solo-Reisende
Anteil Solo-Reisende
Alter
Geschlecht
Alters- & Geschlechterdynamik
Vorausbuchungsfrist
Reisedauer
Reiseausgaben (∅ pro Nacht)
Hotelkategorien
Verpflegung
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