Einleitung:
China besteht aus 26 Provinzen mit eigenen Dialekten und markanten regionalen Unterschieden. Insgesamt 23 Sehenswürdigkeiten
in China wurden von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.
Reiserouten werden normalerweise nach besten praktischen Gesichtspunkten von CITS (s. Adressen) geplant, die auch Reiseleiter stellen. Die CITS-Führer sind sehr hilfsbereit. Auch für Individualreisende wird Reisen in China immer einfacher. Auskünfte von den Fremdenverkehrsämtern
(s. Kontaktadressen).
7-tägig: (a) Peking (Beijing) – Shanghai – Guangzhou – Guilin. (b) Peking (Beijing) – Hangzhou – Shanghai. (c) Peking (Beijing) – Chengde
– Xi’an – Peking (Beijing).
Peking (Beijing) und der Nordosten:
Peking (Beijing) ist symmetrisch angelegt und besteht aus drei ineinander gesetzten Rechtecken.
Das innerste Rechteck ist die Verbotene Stadt, früher die Residenz der Ming- und Qing-Kaiser und heute ein Park mit Museum. Im mittleren Rechteck befinden sich Parkanlagen
und die Wohnstätten hoher Regierungsbeamter. Im äußeren Rechteck liegen die Vorstadt, die Märkte und die alten Wohnviertel.
Eine der imposantesten Sehenswürdigkeiten ist derKaiserpalast in der Verbotenen Stadt: ein architektonisches Meisterwerk mit prachtvollen Sälen, sechs Hauptpalästen, zahlreichen Nebengebäuden
und Gärten.
Mei Shan (»Kohlenhügel«) ist ein hoch gelegener Park mit atemberaubender Aussicht.Beihai-Park ist einer der schönsten Parks Pekings. Der Tiananmen-Platz (»Platz des Himmlischen Friedens«) ist der größte öffentliche Platz der Welt; er ist von Museen, Parkanlagen und der Universität
umgeben.
Der Himmelstempel ist ein herausragendes Beispiel für die chinesische Architektur des 15. Jahrhunderts.
Der Sommerpalast, die Sommerresidenz der Kaiser der Qing-Dynastie, auch als Museum Garden bekannt, mit seinen schönen Parkanlagen liegt nur knapp 20 km von Peking entfernt am Kunmingsee.
Ein Teil der beeindruckenden Großen Mauer ist ebenfalls leicht von der Hauptstadt aus erreichbar: in der Nähe von Badaling kann man sich einen Eindruck dieses 5400
km langen Bauwerkes aus Granit und Backstein verschaffen, das 2600 Jahre alt und eines der sieben Weltwunder ist. Aktueller Hinweis: Der während der Ming-Dynastie (1368-1644) erbaute, 4,5 km lange Simatai-Abschnitt, etwa 120 km nordwestlich von Peking, bleibt
wegen Restaurierungsarbeiten bis 2012 für Besucher gesperrt.
In den Ming-Grabstätten sind 13 Kaiser der Ming-Dynastie (1368-1644) beigesetzt. Zwei Grabstätten hat man freigelegt, eine davon ist für Besucher
zugänglich.
Pingyao oder "Schildkrötenstadt" in der Provinz Shanxi südwestlich von Beijing ist eine alte Stadt mit Befestigungsmauer, deren historische
Gebäude erstaunlich gut erhalten sind.
Die Höhle des Peking-Menschen im Dorf Zhoukoudian am Fuße des Longgu Berges, 42 km südwestlich von Beijing, weist Überreste einer prähistorischen Kultur auf, die Feuer und
Steinwerkzeuge bereits 690.000 Jahre v. Chr. einsetzte.
Beidaihe, ein kleiner Badeort an der Küste und 277 km von Beijing entfernt, mit Stränden, Tempeln und Parkanlagen, ist ein beliebtes
Urlaubsziel der Beijinger. Sehenswert sind der Yansai-See und das mächtige Shan Hai Guan-Tor am Beginn der Großen Mauer.
Chengde ist ein Bergurlaubsort, der schon unter den Qing-Kaisern beliebt war. Es gibt zahlreiche Tempel und Parkanlagen. Auch die
Ruinen des Sommerpalastes der Qing-Kaiser sind sehenswert. Der kaiserliche Garten des ehemaligen Palastes ist ein Meisterwerk
chinesischer Landschafts- und Gartenbaukunst.
Die acht Äußeren Tempel am Fuße der Hügel nordöstlich des Palastes sind Beispiele für die architektonischen Stile der verschiedenen Volksstämme (Han,
Mongolen und Tibeter). Die über 22 m hohe Buddha-Statue im Tempel des Allgemeinen Friedens gilt als die größte Holzskulptur der Welt.
Dalian ist Chinas drittgrößte Hafenstadt. Die Stadt war früher von der Sowjetunion besetzt und hat daher eine interessante Mischkultur.
Hafenrundfahrten und Ausflüge in die Wohngebiete, zu den Parkanlagen, dem Xinghai- und dem Tiger Beach Park, und den im Süden gelegenen Stränden werden angeboten.
Harbin, die Hauptstadt der Provinz Heilongjiang, hat russischen Charakter. Hier konzentriert sich die Industrie des Nordostens.
Es gibt einige Parkanlagen und Kriegsdenkmäler. Das berühmte Eisskulpturen-Festival findet jeden Januar statt.
Hohhot, was auf Mongolisch »die grüne Stadt« bedeutet, ist die Hauptstadt der Autonomen Region der Inneren Mongolei und wahrscheinlich
die farbigste Stadt Chinas. Es werden mongolische Rodeos unter orientalischen Kuppeln veranstaltet, außerdem Ausflüge in die
Grassteppe mit Reitkunstvorführungen und zu den Dörfern, in denen diese Volksstämme wohnen.
Shenyang, einst kaiserliche Hauptstadt, ist heute eine große Industriestadt. Die Ruinen des kaiserlichen Palastes und zwei interessante Grabmäler bieten sich zur Besichtigung an.
Die nördlichen Provinzen:
Lanzhou ist eine Oase an der alten Seidenstraße. Die malerische Stadt hat sich ihren Charme weitgehend bewahrt. Man kann Bootsfahrten
auf dem Gelben Fluss zu den buddhistischen Bilingisi-Höhlen unternehmen.
Dunhuang ist eine 2000 Jahre alte Stadt am Rand der Wüste, einstmals eine wichtige Karawanserei an der Seidenstraße. Die ältesten
buddhistischen Schreine Chinas befinden sich in den Magao-Höhlen. Die antiken handgeschnitzten Schreine sind ein Nationalschatz und spiegeln tausend Jahre der Buddhaverehrung wider (4.-14.
Jh.).
Turpan und Urumqi, kleine exotische Städtchen, liegen im fernen Nordwesten des Landes am Rand der großen Wüste Xinjiang (Takla-Makan). Diese
größtenteils islamischen Städte sind nicht nur vom Stadtbild her anders als die meisten chinesischen Städte. Anders sind auch
der Kleidungsstil der Bewohner, ihre Lebensart und die freien Märkte, die außerhalb der staatlichen Planwirtschaft operieren.
Mit der faszinierenden Geschichte kann man sich in den Museen beider Städte vertraut machen.
Tibet (Xizang):
Tibet, als »Dach der Welt« bekannt, ist erst seit 1980 für Besucher zugänglich. Am einfachsten ist es Tibet als Teilnehmer
an einer organisierten Reise zu bereisen. Wer individuelles Reisen dennoch vorzieht beziehungsweise mehr Flexibilität wünscht
kann zu bestimmten Zeiten auch an einem FIT-Program (Foreign Individual Tourists), einem kürzeren und gelockerten Programm teilnehmen. Mehr Informationen dazu auf der Website
von Tibet Tourism Bureau / Shanghai Office
(Internet: www.tibet-tour.com/tourindex/tourist/fit.htm).
Lhasa liegt auf einer Höhe von 3700 m. Der Name bedeutet »Stadt der Sonne«, obwohl es sechs Monate im Jahr außerordentlich kalt
ist. Bevor Lhasa im 7. Jh. die Hauptstadt Tibets wurde, hatte das Gebiet Shannan schon eine Geschichte von rund 800 Jahren.
Es war der Sitz von 32 tibetischen Königen. Die isolierte Lage Tibets, der außergewöhnliche, von alters her überlieferte Lebensstil
und die religiösen Bräuche sind die Hauptattraktionen des Landes. Die berühmteste Sehenswürdigkeit Tibets ist der Potala, der ehemalige Palast des Dalai Lama. Das Gebäude aus dem 17. Jahrhundert ist heute ein in der Welt einzigartiges Museum:
in ihm gibt es ein unterirdisches Labyrinth von Verliesen und Folterkammern, große juwelenbesetzte Buddhas, prunkvolle Schätze
und 10.000 Kapellen mit Wanddekorationen aus Totenschädeln und Gebeinen. Andere sehenswerte Gebäude sind das Drepung-Kloster und der Jokhang-Tempel mit einem goldenen Buddha. Die Höhenlage macht manchen Reisenden zu schaffen. Anmerkung: Es ist ratsam um Erlaubnis zu fragen, bevor man in buddhistischen Tempeln fotografiert.
Die mittleren Provinzen:
Chengdu ist die Hauptstadt der Sezchuan-Provinz und ein bedeutendes landwirtschaftliches Zentrum. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen
die Schreine aus der Tang-Dynastie, alte Parkanlagen und Bambuswälder, buddhistische Tempel und ein uraltes buddhistisches
Kloster. Chengdu ist der Ausgangspunkt für Ausflüge nach Emei Shan und zu den heiligen Bergen Gongga und Siguniang.
Wuhan am Yangtse ist eine Industriestadt, doch auch hier gibt es buddhistische Tempel, einladende Parkanlagen und Seen.
Xi'an zählte einst zu den größten Städten der Welt. Es war die Hauptstadt von 11 Dynastien. Neben Beijing ist sie die größte Touristenattraktion
Chinas. Die berühmteste Sehenswürdigkeit der Stadt ist das Qin-Shi-Huangdi-Grabmal mit seiner Terrakotta-Armee aus über 6000 lebensgroßen Terrakotta-Soldaten und ihren Pferden. Sie wurden mit Kaiser Qin beerdigt,
der China vereinte. Außerdem gibt es zahlreiche Grabmäler, Glockentürme, Pagoden, Pavillons und Museen, u. a. ein archäologisches
Museum, in dem die Funde aus der neolithischen Stadt Banpo (heute in Xi'an) zu bewundern sind. Xi'an war früher Ausgangspunkt
der »Seidenstraße«.
In der Nähe der Industriestadt Zhengzou, dem Knotenpunkt der Region, liegen die Städte Luoyang und Kaifeng, ehemalige Hauptstädte alter Dynastien und daher historisch interessant. In der Nähe von Luoyang befinden sich die Longmen-Höhlen (»Drachenhöhlen«). Hier liegen über 1300 Höhlen mit über 2100 Grotten und Felsnischen, mehreren Pagoden, unzähligen Inschriften,
etwa 100.000 Buddhastatuen und -abbildungen und einem Buddhaschrein aus dem 5. Jahrhundert.
Die östlichen Provinzen:
Fuzhou an der Südostküste ist eine reizvolle Stadt an den Ufern des Flusses Min. Die Geschichte der Stadt lässt sich mindestens
bis in die Tang-Dynastie vor 2000 Jahren zurückverfolgen. Zahlreiche Parkanlagen, Tempel und mehrere heiße Quellen beleben
das Stadtbild.
Hangzhou, ca. 190 km südlich von Shanghai, ist eine der sieben alten chinesischen Hauptstädte. Von Marco Polo wurde sie als »schönste
und großartigste Stadt der Welt« und als einer der zwei größten Häfen der Welt beschrieben. Heute ist Hangzhou ein wohlhabendes
Industrie- und Agrarzentrum, jedoch noch immer von Besuchern wegen seiner Schönheit geschätzt. Die Seidenfabriken und der
Zoo sind sehenswert. Der wahrscheinlich interessanteste Ausflug führt in das Gebiet des Sees westlich der Stadt, in dem man
zwischen Trauerweiden und Pfirsichbäumen, schön geschwungenen Brücken, Steingärten und bunten Pagoden wandelt. Hier trifft
man auf die Pagode der Sechs Harmonien sowie Grabmäler und heilige Hügel, Klöster und Tempel, wie z. B. den Linying-Tempel.
Nanjing, eine weitere ehemalige chinesische Hauptstadt, liegt in herrlicher Landschaft am Ufer des Yangtse und am Fuß des Zijinshan
(»Purpurberg«). Zu den größten Attraktionen zählt das Grab des Ming-Kaisers. Hier liegt Zhu Yuanzhang begraben, der Gründer der Ming-Dynastie und der einzige Ming-Kaiser, der außerhalb Beijings beerdigt
wurde. Reste der Stadtmauer aus dieser Periode sind noch zu sehen. Das Mausoleum von Chinas erstem Präsidenten, Dr. Sun Yatsen, steht ebenfalls hier. Die Yangtse-Brücke mit ihrem Aussichtsdeck ist sehenswert, ebenso wie das Observatorium auf dem Purpurberg oder die Gräber der südlichen Tang-Dynastie, die als »Unterirdischer Palast« bekannt sind.
Shanghai ist eine der größten Städte der Welt. Die Stadt an der Mündung des Yangtse ist Chinas führendes Industrie-, Handels- und
Einkaufszentrum. Außerdem gibt es eine interessante Altstadt, geschäftige Hafenanlagen, herrliche Gärten und Parkanlagen,
Museen, Paläste, Pagoden und Tempel zu bewundern. Der kleine Yu-Yuan-Garten ist über 400 Jahre alt und wurde mit vielen liebevollen Details, Pavillons, Steingärten und Seen nach Plänen antiker Gartenbaukunst
angelegt. In den Garten gelangt man durch den Tempelbasar des Stadtgottes. Einer der bekanntesten buddhistischen Tempel Shanghais ist der Tempel des Jade-Buddha, die Nachbildung eines Palastes aus der Song-Dynastie mit einer 2 m hohen Statue aus weißer Jade mit Edelsteinen verziert.
Weitere Sehenswürdigkeiten sind das Museum für Kunst und Geschichte mit Ausstellungsstücken aus allen Dynastien; die Teppichfabrik, in der man Teppiche kaufen und verschiffen lassen kann; die Jadewerkstatt und der Kinderpalast, der einst einem reichen Geschäftsmann gehörte und heute den Kindern der Stadt zur Verfügung steht. Flussfahrten auf dem
Huangpu sind ideal, um Shanghai vom Wasser aus kennen zu lernen.
Suzhou ist eine der ältesten und schönsten Städte des Landes, deren Gründung über 2500 Jahre zurückliegt. Hier erwarten Besucher
schön angelegte Gärten und Seidenfabriken. Über 400 historische Stätten und Anlagen sind geschützt, darunter finden sich so
wohlklingende Namen wie »Pavillon der sanften Wellen«, »Garten des bescheidenen Verwalters« und der wunderschöne »Garten zum
Verweilen«. Der große Kanal und der Tigerberg sind ebenfalls einen Besuch wert.
Wuxi, nicht weit von Suzhou, ist eine Industriestadt und gleichzeitig Ferienort am Nordufer des Tai-Sees. Hauptanziehungspunkte
sind die Gärten, Parkanlagen und Sanatorien am Seeufer, außerdem die Hui-Shan-Tonfigurenfabrik. Wuxi ist fast völlig vom Yangtse umschlossen. Eine Reihe von Bootsfahrten werden angeboten.
Jinan ist als die »Stadt der Quellen« bekannt. Außerdem gibt es hier buddhistische Relikte, Parkanlagen und Seen. Die quadratische
Pagode der vier Tore, südöstlich von Jinan, ist die älteste Steinpagode Chinas (6. Jahrhundert).
Qingdao ist einer der beliebtesten Ferienorte an der Küste und zugleich Heimat der bekannten Tsingtao-Brauerei, Überbleibsel der
deutschen Kolonisation. Im Qingdao-Aquarium sind seltene Fischarten zu sehen.
Die südlichen Provinzen:
Changsha, in der Nähe von Shaoshan gelegen, ist vor allem eine Stadt der Kultur und Bildung. In Shaoshan gibt es Sehenswürdigkeiten aus Maos Jugendzeit.
Guangzhou (Kanton) ist eine subtropische Großstadt an der Südküste und wichtigstes Außenhandelszentrum des Landes. Zu den Sehenswürdigkeiten
zählen Parkanlagen, Museen und Tempel. Ausflüge zu den nahe gelegenen Bergen bieten sich an. Hier gibt es heiße Quellen. Die
Aussicht ist herrlich.
Die zauberhafte Landschaft Guilins ist auf zahlreichen Gemälden und Wandteppichen dargestellt: steile felsige Hügel erheben sich pompös aus der Ebene. Rundherum
schlängeln sich kleine Flüsse zwischen den Reisfeldern.
Kunming ist eine moderne Stadt mit einigen verstreuten Tempeln und hübschen Parkanlagen am See. Die Stadt hat ganzjährig ein angenehmes
Klima. Wanderungen am etwas südlich gelegenen Dian-See lohnen sich. An seiner westlichen Seite findet man den heiligen Berg
Xi Shan. Weiter außerhalb der Stadt liegt der »Versteinerte Wald« bei Shilin, ein beliebtes Ausflugsziel auch bei Einheimischen. 80 km östlich des Steinwaldes liegt eine Karsthöhlengruppe, die Höhlen von Alu. In den Höhlen sind zahlreiche Stalagmiten, Steinblumen, Steinvorhänge und andere bizarr geformte Tropfsteine zu sehen.
Die 35.000 qkm große tropische Insel Hainan liegt im Südchinesischen Meer und wird als »Hawaii von morgen« gepriesen. In der Hauptstadt Haikou gibt es unzählige Hochhäuser. Im International Finance Shopping Center fühlt man sich wie in jeder anderen Großstadt. Hier sind edelste Mode und Accessoires erhältlich. Das historische China lässt
sich in Haikou nur in der Altstadt wiederfinden. Am Südzipfel der Insel liegt ein internationaler Flughafen. Die im Süden
der Insel gelegene Stadt Sanya ist mittlerweile ein bekannter Urlaubsort. Hier gibt es wunderschöne Strände, Palmen und kristallklares Wasser.