Elefantenherde in der Savannah

Black Mambas: Wildhüterinnen im Einsatz

Frauenpower gegen Wilderei

Südafrikas Kruger Nationalpark – in Deutschland meist Krüger Nationalpark genannt – zählt zu den bekanntesten Wildschutzgebieten der Erde und ist bei Besuchern und Wildtierbeobachtern eine beliebte Adresse für atemberaubende Safaris. Doch wo geschützte Tiere sind, lauert auch Gefahr durch Wilderer. Im Krüger Nationalpark gibt es jedoch eine Gruppe junger Frauen, die sich dieser Gefahr entgegenstellt und gemeinsam für den Erhalt der Nashörner kämpft – auch mit Unterstützung der DER Touristik: die Black Mambas Wildhüterinnen.

Der Wilderei auf der Fährte

Die wichtige Arbeit der Black Mambas

Ilan Godfrey

Aus den Dörfern rund um den Nationalpark stammen 36 junge Frauen, die gemeinsam die ungewöhnliche Anti-Wilderei-Einheit der Black Mambas bilden. Die Wildhüterinnen haben es sich zur Mission gemacht, illegale Camps und Fallen zu zerstören sowie Löcher in Zäunen und Feuerstellen von Wilderern zu entdecken. Und das macht die 2013 von der Umweltorganisation Transfrontier Africa ins Leben gerufene Einsatzgruppe mit enormem Erfolg: Mehr als 1000 Fallen wurden bis jetzt unbrauchbar gemacht sowie 29 Lager von Wilderern zerstört. Damit ging die Wilderei mit Fallen um ganze 89 Prozent zurück, der illegale Handel mit Nashörnern um 67 Prozent. Während Corona – als Touristen und damit auch entsprechende Einnahmen ausblieben – stieg die Wilderei leider wieder an. Mittlerweile kehren die Besucher aber zurück und die Lage hat sich etwas entspannt. Dennoch: Nach wie vor sind die Nashörner des Krügerparks stark durch Wilderei gefährdet.

Unterstützung für die Black Mambas

Neben vielen weiteren Nachhaltigkeitsprojekten unterstützt die DER Touristik Foundation seit 2020 auch regelmäßig einen mehrwöchigen Auffrischungskurs der Wildhüterinnen. Dieser Kurs ist Voraussetzung, damit die Frauen ihre Stellung als Wildtierexpertinnen nicht verlieren.

Tierschutz auf dem Stundenplan

Kinder für die Umwelt sensibilisieren

Gerade infolge der Corona-Pandemie kam es auch im Krüger Nationalpark wieder vermehrt zu Wildtierkriminalität. Deshalb unterstützt die DER Touristik Foundation im Rahmen ihres nachhaltigen Engagements neben den Black Mambas auch das „Bush Babies Programm“. Hier werden finanzielle Mittel bereitgestellt, um rund 870 Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 17 Jahren aus zehn Schulen rund um den Nationalpark die Bereiche Umweltbewusstsein und Tierschutz näher zu bringen. Im Rahmen des Projekts sollen die jugendlichen Teilnehmer lernen, wie sie im Einklang mit der Natur sich und ihre Familien versorgen können. Dafür werden sie einmal pro Woche in nachhaltigen Anbautechniken und Ernährungssicherheit unterrichtet und erfahren praxisnah, wie sie Gemüse selbst anbauen und sich um die Felder kümmern müssen.

Bewusst unterwegs


Von der grünen Unterkunft bis hin zur Kompensation deines CO2-Fußabdrucks – mittlerweile gibt es viele Möglichkeiten, wie du während deiner Auszeit die Umwelt schonen kannst. Einen umfassenden Überblick zum Thema nachhaltiger Urlaub findest du hier.

Dein Abenteuer mit den Black Mambas

So erlebst du das Projekt live vor Ort

Wenn du die Black Mambas Wildhüterinnen und die spannende Tierwelt Südafrikas hautnah erleben willst, empfehlen wir dir, in der Pondoro Game Lodge zu übernachten. Hier kannst du – entweder über DERTOUR oder direkt vor Ort – einen Ausflug mit den Ranger-Frauen dazubuchen und die Wildhüterinnen auf ihrer Tour durch den Busch begleiten. Die malerisch am Rand des Olifants River gelegene Pondoro Game Lodge zählt übrigens auch zu unseren nachhaltigen Hotels. Dementsprechend stehen auf der Speisekarte lokale und saisonale Produkte, es wird Abfall vermieden und der Strom hauptsächlich durch Solarenergie gewonnen. Außerdem unterstützt die Lodge die Bevölkerung vor Ort und setzt sich aktiv für den Schutz von Umwelt und Tieren ein, zum Beispiel im Rahmen der Black Mambas oder dem „Bush Babies Programm“.

Unterwegs mit den Black Mambas


Deine Begegnung mit den Black Mambas kannst du entwedert vor Ort oder in Kombination mit der Pondoro Game Lodge bei unseren Reiseexperten direkt per Telefon oder Videochat buchen. Klicke einfach hier, um einen Termin zu vereinbaren und gib im Kommentarfeld folgende Information an: Magalog „Bewusst Reisen“ III, PX1.

Jetzt Termin buchen!

„Ich bin ein Vorbild für alle Mädchen“

Ein Interview mit Felicia Mogakane, Sergeant und Media Liaison Officer der Black Mambas und seit 2013 als Mitglied der Wildhüterinnen im Olifants West Nature Reserve des Krüger Nationalparks unterwegs

Felicia, wie kamen Sie zum Job als Black Mamba?

Schon in der Schule wurde ich durch den von der Timbavati Foundation organisierten Eco-Club über die Wichtigkeit von Umwelt- und Tierschutz aufgeklärt. Nach meinem Schulabschluss konnte ich aufgrund fehlender finanzieller Mittel nicht studieren und hörte, dass die Foundation Ranger suchte. Also habe ich mich bei den Black Mambas Wildhüterinnen beworben und den Job auch bekommen. Die Ausbildung startete mit einem umfassenden Anti-Wilderei-Training; später, als Junior Ranger, absolvierten wir ein Feldtraining, bei dem wir alles über die Wildnis lernten und wie man Natur und Tiere schützt.

Die Black Mambas Wildhüterinnen sind alle Frauen. Warum eigentlich?

Während bei Männern oft Äußerlichkeiten im Vordergrund stehen, große Jeeps, Waffen und so weiter, sind wir Frauen effektiver und verantwortungsvoller. Wir kümmern uns um den Haushalt, kennen die Wildnis, sind stark und schrecken auch vor körperlichen Tätigkeiten nicht zurück. Und wir haben viel Einfluss auf Familie und Kinder. Gerade die Kinder von uns Rangern sehen, dass wir eigenständig sind, etwas für unsere Umwelt tun und sie lernen natürlich auch von uns. Ich kann ein Vorbild sein und Mädchen zeigen, dass sie alles erreichen können. Das macht mich auch sehr stolz.

Wie erfolgreich waren Sie bisher?

In nur kurzer Zeit hatten wir mit unseren Einsätzen über 90 Prozent der Wilderer aus dem Nationalpark vertrieben. Und das ganz ohne Einsatz von Schusswaffen. Diese verschlimmern das Problem oftmals und bringen, gerade für die Familien der Wilderer, noch mehr Schwierigkeiten. Unsere Vorgehensweise ist dagegen das exakte Beobachten und Dokumentieren. Wir sind ständig auf Patrouille, nichts entgeht uns. Und allein durch unsere Anwesenheit im Busch weiß jeder Wilderer: Hier ist kein schöner Ort für mich.

Über den Krüger Nationalpark

Auf den Spuren der Big Five

Er ist das größte Natur- und Wildschutzgebiet Südafrikas und kann auch die größte Artenvielfalt des Landes vorweisen: der Krüger Nationalpark. Benannt nach dem deutschen Einwanderer Paul Kruger, der schon 1898 Teile des heutigen Nationalparks zum Schutzgebiet für Wildtiere erklärte, besitzt der Park mittlerweile eine Fläche von 20.000 Quadratkilometern – und ist damit so groß wie Rheinland-Pfalz. Auf dieser Fläche finden sich nicht nur 507 Vogelarten, 114 Reptilienarten, 49 Fischarten und 34 Amphibienarten, sondern auch 147 Säugetierarten, inklusive der Big Five. Dazu zählen Elefant, Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard – fünf imposante Tiere, die bestimmt auch auf deiner Safari-Bucket-List stehen. Am besten planst du einen Besuch für die Zeit von Mai bis November ein. Dann ist es in Südafrika relativ trocken, was dazu führt, dass es gerade an Wasserlöchern zu unvergesslichen Tierbegegnungen kommt.

Eine Erfolgsstory für den Tierschutz

Das Projekt der Black Mambas Wildhüterinnen ist jetzt schon ein großer Erfolg – und das gleich auf mehreren Ebenen. Zum einen zeigen die toughen Frauen, dass sie sich auch in einem typischen Männer-Job behaupten können. Zum anderen wird mit dem Rückgang der Wilderei deutlich, welche positiven Auswirkungen ein aktives Engagement für den Tierschutz haben kann. Das macht die Ranger zu einem Vorbild – nicht nur für junge Mädchen.

DERTOUR Services

DERTOUR Newsletter

Angebote, Tipps & Inspirationen für Ihre nächste Reise erhalten!

Habt ihr Fragen?

Unser DERTOUR Service Team hilft euch jederzeit bei eurer Reisebuchung oder bei Fragen rund um eure über die Website oder telefonisch getätigte Buchung.

Zur Kontaktinformationsseite

Ihr seid euch nicht sicher, ob ihr eure Reise mit DERTOUR über ein Reisebüro oder weitere Online-Anbieter gebucht habt?

Dann erhaltet ihr hier mehr Informationen dazu