Nur ein Katzensprung zur Insel Lanzarote
Jeder Sprung ein Abenteuer

Unsere Top-Routen für Inselhopping auf den Kanaren

Tropisch oder felsig, rau oder paradiesisch, einsam oder belebt – jede Kanareninsel hat ihren ganz eigenen Charme. Wie soll man sich da für eine entscheiden? Die Antwort: Inselhopping! Die kanarischen Inseln liegen so nah beieinander, dass man sie ganz entspannt per Fähre erreichen kann. So müssen Sie sich nicht auf eine Insel festlegen, sondern erleben die ganze Vielfalt der Inselgruppe während einer einzigen Reise. Wir verraten Ihnen die schönsten Routen, praktische Infos und echte Geheimtipps fürs Inselhopping auf den Kanaren!

Fähren zum Inselhopping auf den Kanaren nutzen

Welche Verkehrsmittel eignen sich zum Entdecken der Kanarischen Inseln?


Bis auf El Hierro gibt es auf allen sieben großen Kanareninseln Buslinien bis an die Fähranleger. Auf El Hierro können Sie ein „Insel-Taxi“ nutzen. Haben Sie einen Mietwagen, können Sie diesen auf den meisten Fähren mitnehmen.

Wann verkehren die Fähren auf den Kanaren?


Die Taktung der Fähren zwischen den Inseln ist unterschiedlich. Kleinere Routen werden nur ein- bis zweimal die Woche befahren. Meistens verkehren die Fähren jedoch an fünf bis sieben Tagen die Woche und auf den Hauptrouten auch mehrmals täglich. Eine Übersicht finden Sie hier für Fred.Olsen Express und Naviera Armas.

Wie lange dauert das Inselhopping mit der Fähre?


Auf vielen Strecken sind Sie rund eine Stunde unterwegs. Einige längere Verbindungen erfordern zwei bis drei Stunden oder etwas mehr Zeit. Bei den beiden großen Reedereien Fred Olsen und Naviera Armas können Sie sich praktische Apps für Android und iOS auf Ihr Smartphone laden und haben dann alles dabei, was Sie zum Inselhopping über die Kanaren mit Fähren brauchen.

Route #1: Insider-Inselhopping auf den Kanaren

Inselhopping von Teneriffa bis El Hierro

Die erste Route führt Sie auf die Kanareninseln Teneriffa, La Gomera, La Palma und El Hierro. Route #1 für das Inselhopping auf den Kanaren ist dabei recht individuell, da Sie die Inseln im Rahmen von Tagesausflügen in beliebiger Reihenfolge besuchen können, wobei Teneriffa als Ausgangspunkt dient. Insgesamt gehört zu dieser Route eine Insel mehr als bei Route #2, außerdem enthält sie ein paar besondere Geheimtipps abseits ausgetretener Pfade.

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1. Stopp: Teneriffa

Der Startschuss für Route #1

Teneriffa ist der Startpunkt unserer ersten Inselhopping-Route auf den Kanaren. Es ist die größte Kanareninsel – und wahrscheinlich auch die vielseitigste. Denn hier reicht die landschaftliche Vielfalt von paradiesischen Stränden über dichte Wälder bis hin zu Vulkanen und dem höchsten Berg Spaniens. Alleine hier gibt es zu Land und zu Wasser schon so viel zu entdecken, dass sich eine eigene Reise lohnt. Allerdings ist Teneriffa auch der perfekte Ausgangspunkt fürs Inselhopping: Vom Hafen in Los Cristianos aus erreichen Sie alle drei weiteren Inseln der Route mit Fähren. Teneriffa bleibt dabei immer Ihre Reisebasis, die anderen Inseln entdecken Sie innerhalb von Tagestouren.


In der Sprache der Ureinwohner der Inseln bedeutet der Name Teneriffa „schneebedeckter Berg“. Der namensgebende Pico del Teide ist über 3700 Meter hoch und zugleich der höchste Berg Spaniens. Rund um ihn herum erstreckt sich der Teide-Nationalpark mit vielen Wandermöglichkeiten bis zum Gipfel. Möchten Sie sich die Wanderung sparen, bringt Sie eine Seilbahn bis fast ganz nach oben. Auch unter dem Teide verbirgt sich ein alter Vulkan. Bei einem längst vergangenen Ausbruch hat er für den schwarzen Lava-Sand am Playa Jardin gesorgt. Eine Parkanlage mit bunter Blütenpracht und Palmen rund um schwarzen Sand macht den sogenannten „Gartenstrand“ zu einem der schönsten Strände der Kanarischen Inseln.

Land, Leute, kanarische Küche
Geheimtipp: Guachinches


Auf Hauptinseln wie Teneriffa gibt es etwas versteckt überall ganz besondere Möglichkeiten, Land, Leute und die kanarische Küche kennenzulernen – die Guachinches. Es sind ganz einfache Restaurants lokaler Winzer. Sie stecken aber voller Charme und guter wie günstiger kanarischer Küche. Auf Teneriffa finden Sie rund 150 Guachinches – eine müssen Sie auf jeden Fall besuchen. Seiten wie GastroCanarias helfen Ihnen bei der Suche.


Richtung Osten gelangen Sie in die Inselhauptstadt Santa Cruz. Sie fasziniert mit ihrer im Kolonialstil errichteten Altstadt undoder dem täglichen traditionellen Markt Mercado Nuestra Senora de Africa. Hier können Sie sich sehr gut mit frischem Obst, Fisch, Fleisch oder Käse und kleinen Andenken an die Kanarischen Inseln und Ihr Inselhopping-Erlebnis eindecken. Ähnlich urig geht es auch in Roque de las Bodegas zu: Der kleine Küstenort besteht nur aus einem Naturstrand, einer Handvoll Häusern und drei traditionellen Fischrestaurants, wo Sie reichlich kanarischen Fisch probieren sollten. Nachdem Sie Ihre ersten Reisetage für ein paar ausgiebige Erkundungstouren auf Teneriffa genutzt haben, ist es Zeit für den ersten Inselsprung. Der Hafen Los Cristianos ist Ihre zentrale Anlaufstelle, um zu den nächsten Stopps auf der Inselhopping-Route zu gelangen. In welcher Reihenfolge Sie La Gomera, La Palma und El Hierro entdecken, bleibt Ihnen überlassen. Bei uns geht es weiter mit La Gomera!

Fähren-Info


Die Fähren nach La Gomera legen in der Regel drei Mal am Tag ab und benötigen 50 bis 60 Minuten bis zum Zielhafen. So können Sie direkt morgens mit der ersten Fähre aufbrechen und haben einen ganzen Tag Zeit, um die Insel zu entdecken, bevor es gegen Abend wieder zurück nach Teneriffa geht.

Eine einfache Fahrt kostet für Erwachsene etwa 40 €, wenn Sie mit Ihrem Mietwagen übersetzen möchten, sind es um die 60 €. Die Fahrtzeiten finden Sie im Detail bei Fred. Olsen Express oder Naviera Armas.

Teneriffa auf einen Blick
Die größte Kanareninsel
Ausgangsbasis, um La Gomera, La Palma und El Hierro zu erreichen
Vielseitige Landschaft mit Paradies-Stränden, dichten Wäldern und Vulkanen
Kulinarischer Hotspot
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2. Stopp: La Gomera

Die mystische Schönheit

Wenn Sie im Hafen von San Sebastian de La Gomera ankommen, liegt die ganze Insel Richtung Westen vor Ihnen. Am bequemsten entdecken Sie La Gomera mit dem Auto. Falls Sie schon auf Teneriffa einen Mietwagen gebucht haben, können Sie diesen einfach mit auf die Fähre nehmen. Alternativ steigen Sie einfach am Hafen in den Bus – die Busse von Guagua Gomera verkehren mehrmals am Tag und vernetzen fast alle Orte der Insel. Die genauen Abfahrtszeiten finden Sie hier. Für Strecken zu eher abgelegenen Dörfern bieten sich Taxis an. Sie sind auf den Kanaren mit etwas über einem Euro pro Kilometer vergleichsweise günstig.


Als erster Ausflug bietet sich der Nationalpark Garanjonay mit den größten Lorbeerwäldern der Welt an. Hier durchwandern Sie ein Weltnaturerbe der UNESCO. Der ganze Park mit seinen Schluchten und mystischen, uralten Wäldern gleicht einer Märchenlandschaft. Außerdem entdecken Sie dort rund 1000 Tierarten, von denen es einige nur auf La Gomera gibt.

Aber nicht jedes Pfeifen, dem Sie in diesen Wäldern oder anderswo auf der Insel lauschen, kommt von einem Vogel. Oft hören Sie dann Menschen, die Silbo Gomero sprechen oder besser pfeifen. Es ist die einzige Pfeifsprache der Welt und diente früher der Kommunikation über die Schluchten der Insel hinweg. Etwas mehr als 20.000 Menschen auf der Insel beherrschen sie heute noch. Bei einem Familienurlaub auf den Kanaren können Sie Ihren Kindern hier ein Beispiel zeigen, wie Menschen kommunizierten, bevor die Handys erfunden wurden.


Während andere Kanareninseln neben üppigen grünen Flächen auch immer wieder viel Lavaschwarz, Mondlandschaftsgrau, Marsrot oder Sandgold zeigen, ist La Gomera durch und durch ein grünes Naturparadies. An einigen Plätzen wie dem Aussichtspunkt Mirador de los Roques zeigt die Kanareninsel beim Inselhopping-Besuch aber auch ihre vulkanische Vergangenheit mit beeindruckenden riesigen Magmablöcken. Bevor Sie wieder an Bord der Fähre zur nächsten Insel gehen, haben wir noch einen Tipp für Sie: Bei einer Bootstour rund um La Gomera entdecken Sie an der Küste die riesigen steinernen Orgelpfeifen von Los Organos – und mit Glück auch ein paar Wale, die im Atlantik an Ihrem Boot vorbeiziehen.


Zum Abschluss Ihres Inselbesuchs haben Sie dann die Wahl: eine Fähre direkt nach La Palma zur nächsten Station oder wieder zurück nach Teneriffa und von dort aus weiter per Inselhopping auf die nächste Kanaren-Insel.

Weiterfahrt nach La Palma


Mit den Fähren der Reederei Naviera Armas ist es möglich, direkt von La Gomera nach La Palma zu reisen. Die Fähren legen üblicherweise abends ab und benötigen zwei Stunden und 45 Minuten bis zum Zielhafen. Eine einfache Fahrt kostet für Erwachsene 30 €, mit dem Mietwagen sind es 40 €. Die Abfahrtszeiten finden Sie hier.

Zurück nach Teneriffa


Alternativ fahren Sie wieder mit der Fähre zurück nach Teneriffa. Hier haben Sie die Wahl zwischen den Fähren von Naviera Armas oder Fred. Olsen Express. In der Regel legen die Fähren am frühen Abend ab.

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3. Stopp: La Palma

Sternenhimmel und Vulkankrater

Die nächste Station unserer Inselhopping-Tour über die Kanaren ist La Palma. Gleich hinter dem Ankunftshafen in Santa Cruz de La Palma sehen Sie eine weitere „La isla bonita“: Dank der längeren winterlichen Regenzeit zeichnet sich diese Kanareninsel durch eine besonders reiche Pflanzenwelt aus. Neben La Gomera ist La Palma die zweite Kanarische Insel für Natur- und Ruheliebhaber. Abseits von ein paar Buchten und Stränden sind es vor allem die vielen Wanderwege, Mountainbike- oder Trekkingrouten, die den Reiz dieser Insel ausmachen.


Ein Highlight der Insel finden Sie dabei im Nationalpark Caldera de Taburiente. Wenn Sie sich die Landschaft etwas genauer ansehen, entdecken Sie den größten Erosionskrater der Welt. Sein Rand ragt teilweise bis zu 2500 Meter auf und in dem rund neun Kilometer breiten Krater fallen um die 1000 Meter lange Abrisskanten wieder hinab. Auf der Vulkanroute von La Palma entdecken Sie noch mehr spektakuläre Vulkane, so zum Beispiel die Vulkankette Cumbre Vieja. Dass diese noch immer aktiv ist, zeigte zuletzt ein Ausbruch am 19. September 2021. Die vulkanische Aktivität auf La Palma wird sehr genau überwacht – besteht keine Warnung, können Sie die Insel besuchen.

Wenn es am Ende Ihres Tagesausflugs auf La Palma langsam dunkel wird, wartet ein weiterer Höhepunkt der Insel: Nicht nur Romantiker suchen dann einen der vielen astronomischen Aussichtspunkte des UNESCO Starlight Reserve La Palma auf. Nur wenige Orte auf der Welt sind so frei von nächtlicher Lichtverschmutzung und liegen zugleich in hoher, klarer Luft wie diese Kanareninsel. Den Anblick von Sternenhimmel und Milchstraße gibt es nur ganz selten so faszinierend und detailreich wie auf La Palma zu sehen. Damit Sie diesen Anblick so lange wie möglich auskosten können, lohnt es sich, nicht nur einen Tagesausflug auf die Insel zu machen, sondern auch die Nacht dort zu verbringen. Am nächsten Tag geht es dann wieder zurück nach Teneriffa und von dort aus zur letzten Station unserer Tour: El Hierro.

Fähren-Info


Von La Palma geht es am besten wieder zurück zum Ausgangspunkt Teneriffa. Denn nur von dort aus können Sie eine Fähre nach El Hierro nehmen oder eine der anderen kanarischen Inseln besuchen. Für die Fährfahrt nach Los Christianos müssen Sie bei Naviera Armas recht früh aufstehen, zudem dauert die Fahrt etwa vier Stunden. Eher zu empfehlen ist daher eine Fahrt mit den Booten von Fred. Olsen Express. Diese legen zwei Mal am Tag ab und sind nur 2,5 Stunden unterwegs.

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4. Stopp: El Hierro

Ein Geheimtipp zum Schluss

Route #1 für das Inselhopping über die Kanaren ist individueller, da Sie die Inseln in beliebiger Reihenfolge besuchen können. Zudem hat sie eine Insel mehr auf dem Programm als die zweite Route und führt unter anderem auf die kleinste bewohnte Kanareninsel: El Hierro. Auto- beziehungsweise Personenfähren fahren nur von Los Cristianos auf Teneriffa dorthin, aber das Fährticket zu der Insel mit ihren nur 11.000 Einwohnern lohnt sich definitiv! Dieses Stück Kanaren ist beinahe noch ein weißer Fleck auf der Urlaubslandkarte. So weit in den Atlantik hinaus kommen Sie auf europäischem Boden nur noch in Island. Diese große Vulkaninsel befindet sich zwar nahe am Polarkreis, liegt aber während Ihrer Inselhopping-Tour auf den Kanaren immer direkt „über“ Ihnen – nur etwa 4000 Kilometer weiter nördlich.


Strände hat El Hierro nur wenige, dafür aber jede Menge außergewöhnliche Badeplätze: Überall an der Küste finden sich Naturpools wie die in Charco los Sargos – von Wasser, Wind und Vulkanen geschaffene Felsenbecken, die die Atlantikbrandung regelmäßig mit Meerwasser flutet. Einklang mit der Natur und Nachhaltigkeit werden auf dieser Kanareninsel schon lange großgeschrieben. Den Strom liefern Windräder und in den Gerichten der Restaurants kommen nur Zutaten aus El Hierro oder dem Meer auf den Tisch.

Wie Nachhaltigkeit bei den Ureinwohnern der Insel funktioniert hat, zeigt heute noch der Regenbaum Arb ol Santo Garoe. Wofür auf anderen Inseln die Berggipfel zuständig sind, gelingt auf El Hierro diesem einzigen Baum: Weit oben auf der Insel hält er mit seinem Blattwerk Wolken auf und lässt ihr Wasser an seinen Blättern kondensieren. Über 200 Löcher rund um den Baum füllen sich so regelmäßig mit Süßwasser. Dabei kommen bis zu 1000 Liter Wasser täglich zusammen, die den Ureinwohnern El Hierros einst das Überleben sicherten. Deswegen gilt der Baum als heilig und ziert heute als Wahrzeichen das Wappen der Insel.


Mit der Rückreise von El Hierro nach Teneriffa beschließen Sie die zweite Route und kehren wieder zum Ausgangspunkt zurück. Vielleicht verbringen Sie noch ein paar Tage auf Teneriffa und lassen Ihren Urlaub bei einem erholsamen Sonnenbad ausklingen oder nutzen die verbleibende Zeit für ausgiebige Entdeckungstouren über die Insel.

Route #2: Das Kanaren-Best-of beim Inselhüpfen

Die beliebtesten kanarischen Inseln auf nur einer Tour!

Auf der zweiten Inselhopping-Route besuchen Sie die Klassiker unter den Kanaren-Zielen – ein Best-of aus drei der beliebtesten Kanarischen Inseln: Fuerteventura, Lanzarote und Gran Canaria.

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1. Stopp: Fuerteventura

Die „große Glücksselige“ Insel ist der perfekte Ausgangspunkt

Unsere zweite Route beginnt auf Fuerteventura. Die Insel ist ein Paradies für Sonnenhungrige: An etwa 80 Stränden mit über 150 Kilometern Länge lassen Sie den Alltag ganz schnell hinter sich. Das herrlich milde Klima macht Badeurlaub sogar im Herbst möglich und trug Fuerteventura schon früh den Namen Laforte Ventura ein – die „Große Glücksselige“.


Für ein paar erholsame Strandtage besuchen Sie am besten die Playa de La Concha im Norden der Insel. Hier schützt ein Riff aus Lavafelsen vor hohen Wellen und Strömungen, wodurch das Meer ganz ruhig und klar wird. Wer sich hingegen über viel Wellengang zum Kiten und Surfen freut, ist am 13 Kilometer langen Playa de Cofete bestens aufgehoben. Er ist oft menschenleer und perfekt für ausgedehnte, einsame Strandspaziergänge. An beiden Stränden gibt es in der Nähe übrigens noch mehr zu entdecken: Neben dem Strand von La Concha den kleinen, idyllischen Fischerort El Cotillo und in Cofete den Naturpark Jandia mit vielen abwechslungsreichen Wanderrouten. Sie führen Sie durch einige der faszinierenden Fels- und Vulkanlandschaften Fuerteventuras.

Neben ausgiebigen Strandtagen lohnt sich auf dem ersten Stopp der Route auch ein Besuch der Inselstädte. Die alte Inselhauptstadt Betancuria ist beispielsweise nicht sonderlich groß – sie hat noch nicht einmal 1000 Einwohner. Dadurch können Sie die Palmengärten und die maurische Architektur bestens zu Fuß besichtigen. Auch der Ort Antigua bietet sich dank seiner historischen Altstadt bestens für einen Spaziergang an. In der Ebene vor der Stadt finden Sie außerdem ein beliebtes Fotomotiv: Hier stehen weiß getünchte Windmühlen in einem herrlichen Kontrast mit der kargen Landschaft und fangen den Passatwind ein. Wer die Inselstädte bei buntem Treiben erleben möchte, besucht sie am besten während der Markttage. Ein besonderer Tipp: Der Mercado de Las Tradiciones in der Nähe von La Oliva findet jeden Freitag in der Casa de los Coroneles statt und gewährt Einblicke in die schönsten Traditionshandwerke der Insel.


Wer genug Sonne getankt hat, macht sich auf den Weg zum ersten „Inselsprung“ unserer Route. Dazu geht es zunächst weiter Richtung Norden, zum Beispiel mit den Bussen auf Fuerteventura. Diese fahren die ganze Woche über mindestens stündlich und decken fast jeden Ort auf der Insel ab. Am Puerto de Corralejo nehmen Sie die Fähre zum zweiten Stopp auf unserer Tour: Lanzarote. Dabei können Sie sowohl zu Fuß als auch mit dem Mietauto oder dem Wohnwagen an Bord gehen. Auf dem etwa 25-minütigen Weg fahren Sie mit der Fähre an der unbewohnten Insel Lobos vorbei. Unbewohnt bedeutet aber nicht unbesuchbar: Mehrere Boote fahren von Corralejo aus täglich auch auf die Isla de Lobos. Wenn Sie das kleine Eiland also nicht nur kurz als Fotomotiv auf der Fährfahrt nach Lanzarote einfangen möchten, lohnt sich ein Tagesausflug dorthin. Dafür starten Sie morgens vom Puerto Corralejo auf Fuerteventura aus Richtung Isla Lobos, bevor es am Nachmittag wieder zurückgeht und Sie abends mit der Fähre weiter nach Lanzarote fahren. Wichtig dabei: Um die Natur auf der Insel Lobos zu schützen, dürfen nicht unbegrenzt viele Menschen mitfahren – Sie brauchen vorher einen „Lobos-Pass“.

Der erste Inselsprung
Von Fuerteventura nach Lanzarote


Von Fuerteventura nach Lanzarote gibt es alle 25 Minuten eine Fähre der Gesellschaften Fred Olsen Express, Lineas Maritimas Romero und Naviera Armas. Über den Tag verteilt sind auf den Hauptrouten zwischen den Inseln auch einige Schnellfähren unterwegs – mit ihnen fahren einige Einheimische sogar von Insel zu Insel zur Arbeit. Einzelne Tickets kosten im Sommer etwa 10 € und belasten die Reisekasse kaum.


Hier geht’s zu den Tickets.

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2. Stopp: Lanzarote

Im Spotlight: der vulkanische Ursprung der Kanaren

Wenn Sie von Fuerteventura auf die Nachbarinsel Lanzarote übersetzen, kommen Sie im Hafen von Playa Blanca an. Von dort aus ist es gar nicht weit bis zum berühmten Playa del Papagayo – einer kleinen, geschützten Badebucht mit glasklarem Wasser. Wenn Sie mit Ihrem Mietwagen übergesetzt sind, erwartet Sie nur 20 Minuten vom Hafen entfernt ein weiteres Highlight: Über 100 Vulkane erinnern beim Urlaub auf Lanzarote daran, wie diese und die anderen Inseln vor rund 40 Millionen Jahren und noch früher entstanden sind. Diese Vulkanlandschaft trägt den Namen Montanas del Fuego – Berge des Feuers. Sie finden Sie im Timanfaya Nationalpark. Dort zeigt sich an vielen Stellen eindrucksvoll die Kraft des Vulkanismus: bunt gefleckte Vulkankrater, bizarre Lava-Formationen und eine wüstenähnliche Szenerie. Die beste Möglichkeit, um der außergewöhnlichen Vulkanlandschaft ganz nah zu kommen, ist eine Bustour, die vom Besucherzentrum im Timanfaya-Nationalpark aus startet. Wer sich die Vulkane lieber zu Fuß ansieht, parkt nicht weit entfernt und umrundet einmal den Vulkankrater Caldera Blanca auf dem Kraterrand.

Lanzarote und mehr
Die schönsten Strände der Kanaren


Selbstverständlich warten auch auf Lanzarote tolle Strände auf Sie. Welche das sind, und welche Badeparadiese es auf den anderen Kanareninseln gibt, zeigen Ihnen unsere Tipps für die schönsten Strände der Kanaren.

Die Lanzaroteños gehen recht pragmatisch mit der vulkanischen Aktivität um: Im Restaurant des Timanfaya-Nationalparks kocht man sogar mit vulkanischer Hitze aus dem Boden – im El Diablo Restaurant geht der Grill niemals aus. Außerdem nutzen sie die schwarzen, vulkanischen Böden für den Weinanbau, wie auf dem Weingut El Grifo, das Sie bei einem kleinen Ausflug auch gleich besichtigen können. Bei Ihrem weiteren Weg über die Insel sind Abstecher nach Teguise mit seinem Piratenmuseum, in die Lavahöhle Cueva de los Verdes und in die Jameos del Agua zu empfehlen, bevor es nach ein paar Tagen weiter zur nächsten Kanareninsel geht: Gran Canaria. Ihre Fähre dorthin geht vom Hafen der Inselhauptstadt Arrecife aus. Die anschließende Fährfahrt nach Las Palmas auf Gran Canaria ist die längste beim Inselhopping und dauert drei Stunden und 45 Minuten.

Von Lanzarote nach Gran Canaria


Von Lanzarote nach Gran Canaria gibt es eine direkte Fährverbindung bei den Reedereien Fred.Olsen Express und Naviera Armas, die von Arrecife aus startet. Allerdings wird diese nicht immer bedient.

Die Alternative


Gönnen Sie sich nach dem Besuch von Lanzarote einen erholsamen Strandtag auf Fuerteventura, bevor es nach ein oder zwei Tagen vom Hafen in Morro Jable aus nach Gran Canaria weitergeht. Von dort aus dauert die Fährfahrt nur knapp zwei Stunden. Tickets gibt es ab etwa 50 €.

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3. Stopp: Gran Canaria

Hier können Sie die Sonne kaum verfehlen

Mit 350 Sonnentagen pro Jahr stehen die Chancen für regenfreie Urlaubstage auf Gran Canaria bestens. Weil hier praktisch immer die Sonne scheint, sind Langzeiturlaube und Überwintern auf Gran Canaria sehr beliebt. Selbst im Januar oder Februar fallen auf Gran Canaria die durchschnittlichen Temperaturen nur selten unter 15 °C. Dazu schafft es die Insel regelmäßig, mit ihrem Abwechslungsreichtum zu faszinieren. Nach der Überfahrt von Lanzarote starten Sie von vom Ankunftshafen in Las Palmas zu Ihrer Entdeckungstour. Haben Sie keinen Mietwagen mitgebracht, bringen Sie die rund 50 Guaguas-Linien – die Öffentlichen Verkehrsmittel auf Gran Canaria – kreuz und quer über die Insel.


Wälder voller Kanarenkiefern, Plantagen zum Bananenanbau und im Süden Strände mit schier endlosen Dünenlandschaften wie die von Maspalomas – Gran Canaria ist bekannt für seine abwechslungsreiche Landschaft. Seit 1987 schon sind die riesigen Dünen neben dem berühmten Leuchtturm von Maspalomas ein Naturschutzgebiet. Trotzdem können Sie sie auf mehreren Routen durchwandern und diese einzigartige Landschaft hautnah erleben.

Ebenfalls nicht verpassen dürfen Sie die Inselhauptstadt Las Palmas. Mit 400.000 Einwohnern ist sie die größte Stadt der Kanaren und hat einen der größten Atlantikhäfen Spaniens. Hier legte einst schon Kolumbus an und war vielleicht auch in der Altstadt unterwegs, wo wenig später der Bau der Kathedrale Santa Ana begann. Weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt sind die alte Festungsanlage Castillo de la Luz oder die große Ausstellung mit moderner Kunst im Centro Atlantico de Arte Moderno. Einmal im Jahr startet dann in Las Palmas ein richtig buntes Treiben – der Karneval von Las Palmas im Februar und März, der sich nicht hinter den Umzügen in Rio de Janeiro verstecken muss. Bevor dieses Inselhopping auf den Kanaren mit der Rückkehr nach Fuerteventura zu Ende geht, können Sie noch ein kanarisches Naturschauspiel bei einem Tagesausflug mit Wanderung mitnehmen: die faszinierende Bergkulisse von Roque Bentayga. Zwar ist der Aufstieg nur kurz, aber oben angekommen werden Sie mit einem Panoramablick über die ganze Insel belohnt.


Gran Canaria ist der Schlusspunkt der zweiten Inselhopping-Route über die Kanarischen Inseln. Von hier aus können Sie entweder zurück nach Hause fliegen oder noch auf ein paar weitere Inseln hüpfen. Fährverbindungen gibt es beispielsweise mehrmals täglich nach Teneriffa. Von dort aus können Sie alle Inseln von Route #1 entdecken und unsere beiden Reisevorschläge zu einem großen Inselhopping-Erlebnis verbinden.

Die aktuelle Corona-Lage: weiterhin dynamisch


Mit dem Auftakt der Sommersaison 2021 wurden die Corona-Maßnahmen auf den Kanaren stark gelockert, die Inseln haben jedoch unterschiedliche Beschränkungen vor Ort. Für die Einreise ist eine Online-Anmeldung erforderlich. Welche Bestimmungen zur Einreise und darüber hinaus vor Ort gelten, erfahren Sie in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts.


Datenstand: 21.10.2021

Inselhopping auf den Kanaren zeigt Ihnen mehr und vor allem einige unbekannte Seiten der beliebten Urlaubsinseln. Dabei genießen Sie alle Freiheiten: Suchen Sie eine Kanareninsel als Basis für einen längeren Urlaub aus und hüpfen Sie bei Tagesausflügen auf weitere Inseln oder widmen Sie mehreren Inseln jeweils ein paar Tage. Ein bisschen ist dabei auch der Weg das Ziel: Mehr sehen und doch nicht beeilen, sondern ganz entspannt auf Fähren zwischen den Kanarischen Inseln dahingleiten. So tauchen Sie mit Inselhopping in ein ganz neues, unvergessliches Urlaubserlebnis ein.

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