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Österreich mal anders

Mit dem Zug durch die Alpen – auch während Corona

Von Nordkette bis Sachertorte, von Kunst bis Käsewurst: Unser Nachbarland Österreich hat trotz seiner bescheidenen Größe eine riesige Vielfalt an kulturellen, touristischen und kulinarischen Highlights. Insbesondere in Zeiten von Corona ist das Land daher für kürzere und längere Trips gleichermaßen beliebt. Und schon Kaiserin Elisabeth, kurz im Original „Sisi“ genannt, fuhr gern mit ihrem Privatzug durchs Reich. Darum haben wir uns selbst auf die Reise begeben und die schönsten Orte und Regionen in Österreich in einem Urlaub vereint. Was es in Zeiten von Corona zu beachten gibt, damit die Zugreise entspannt und sicher bleibt und wie Sie auch mit dem Auto das Land entdecken können, erfahren Sie in unserem Bericht.

Kommen Sie mit uns auf eine Tour durch die Alpen, die auch Kaiserin Sisi sehr „getaugt“ hätte...

Corona-Info: Mehrere Bundesländer und Regionen in Österreich sind laut Einschätzung des Auswärtigen Amtes vom 25. September 2020 ein Risikogebiet. Bei Einreise nach Deutschland aus diesen Regionen sind daher ein PCR-Test sowie ggf. eine Quarantäne verpflichtend notwendig. Bitte informieren Sie sich vor Ihrer Reise auf den Seiten des Auswärtigen Amtes und sehen Sie von Reisen in die Gebiete vorerst ab. Vor Ort gelten entsprechende Abstands- und Hygieneregeln, das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist beispielsweise in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, Geschäften und öffentlichen Gebäuden genauso Pflicht wie der Mindestabstand von einem Meter, wo möglich.

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Unterwegs in Österreich

Ihre Reise beginnt natürlich schon mit der Vorbereitung. Österreich ist zwar nicht groß, die Vielfalt an berühmten Städten und idyllischen Regionen hingegen sehr. Überlegen Sie sich daher zunächst, welche Orte Sie unbedingt sehen möchten. Die Anzahl möglicher Ziele ist abhängig davon, wie viel Zeit Sie mitbringen. Auf unserer Reise hatten wir zehn Tage zur Verfügung und konnten entspannt vier Städte besuchen.

Wenn Sie wissen, wo es hingehen soll, geht es an die Planung der Anreise nach Österreich. Hier bietet sich beispielsweise ein Flug zu den größten Flughäfen des Landes in Wien, Salzburg oder Innsbruck an. Sie können auch mit dem eigenen Auto anreisen oder sich vor Ort einen Mietwagen nehmen. Das erhöht die Flexibilität und macht Sie unabhängig von Abfahrtszeiten. Den passenden Mietwagen finden Sie in dem Fall auch direkt bei uns.

Für besonders sehenswerte Streckenabschnitte in den Alpen sollten Sie jedoch in den Zug steigen, zum Beispiel die Semmeringbahn, die sich über viele historische Viadukte durch die Alpen schlängelt oder die Westbahn, deren Abschnitt zwischen Wien und Salzburg heute noch als „Kaiserin-Elisabeth-Bahn“ bezeichnet wurde, weil Sisi die Strecke damals gern fuhr.

Die größte Frage ist natürlich: Wie beeinflusst Corona das Reisen im Zug? Wie auch bei uns ist in öffentlichen Verkehrsmitteln in Österreich – und damit auch im Zug – der Mund-Nasen-Schutz Pflicht. Wir haben auf unserer Reise die Etappen so geplant, dass wir nicht länger als 3 Stunden unterwegs waren, da ist die Maske auf der Fahrt absolut erträglich. Eine kürzlich erschienene Studie der Deutschen Bahn hat sogar bewiesen, dass Zugbegleiter nicht gefährdeter sind, am Virus zu erkranken. Damit können Sie guten Gewissens auch derzeit in einen Zug einsteigen.

Damit Sie alles im Überblick finden, haben wir Ihnen die wichtigsten Fragen zur Vorbereitung Ihrer Reise zusammengefasst:

Extra-Tipp:

Sie wollen auch schon von Deutschland aus mit der Bahn anreisen? Bei uns finden Sie natürlich das passende grenzüberschreitende Bahn-Angebot. Mit dem Autozug können Sie sogar Ihr eigenes Auto mitnehmen. Alle wichtigen Antworten gibt es auch auf der Seite „Fragen zur Bahnanreise“.

Die wichtigsten Fragen zur Vorbereitung

1 Wie komme ich nach Österreich?

Zum Start Ihrer Reise können Sie entweder mit dem Flugzeug, dem eigenen Auto oder auch schon mit dem Zug anreisen.

2 Welches Ticket ist das richtige?

Bei den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) gibt es Sparpreise und Flexpreise. Bei Tickets der „Sparschiene“ legen Sie sich vorher auf einen Zug fest, fahren aber oft schon für ein paar Euro durchs Land. Die Flexpreise hingegen ermöglichen es, jeden Zug in einem bestimmten Gültigkeitszeitraum zu nutzen.

3 Wann sollte ich buchen?

Sind Sie sich über den Reiseverlauf schon sicher und wollen Sparpreise ergattern, lohnt sich die frühzeitige Buchung. Auch für Auto- oder Nachtzugverbindungen sollten Sie sich vorher informieren und rechtzeitig zuschlagen. Flexible Tickets hingegen können Sie sogar noch spontan am Bahnhof kaufen.

4 Brauche ich eine BahnCard?

Die österreichische Version der BahnCard heißt „Vorteilscard“. Diese gilt ein Jahr, kostet online 66 Euro und bietet 50% Rabatt auf alle Flextickets – das lohnt sich oft schon ab der dritten Fahrt.

5 Welche Reiseklassen gibt es?

Wie bei uns gibt es die 1. und 2. Klasse, im „railjet“, dem Fernverkehrszug der ÖBB, können Sie zudem eine „Business-Class“ mit viel Platz und einem Begrüßungsgetränk buchen. Die anderen Klassen sind mit denen im deutschen ICE vergleichbar.

6 Gibt es durch Corona Einschränkungen?

Natürlich müssen Sie auch in Österreich beim Zugfahren eine Maske tragen. Ansonsten läuft der Zugbetrieb im Land inklusive der Lounges am Bahnhof wieder weitestgehend normal ab.

Wir haben unsere Reise in der Hauptstadt und seinerzeitiger Residenzstadt des Kaiserpaares begonnen: im wunderschönen Wien.

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Wien: Zwischen Großstadt und Kaiserresidenz

In Wien scheint die Zeit stehengeblieben zu sein, wenn Sie über prächtige Alleen flanieren und das Gefühl haben, dass in jedem Moment Sisi in einer Kutsche um die Ecke biegt. Trotz aller Tradition und Sehenswürdigkeiten ist Wien aber auch zugleich eine moderne Großstadt, die sich nicht hinter anderen europäischen Metropolen verstecken muss. Und genau dieses Spannungsfeld macht die Stadt an der Donau so interessant und sehenswert.

Wenn Sie das erste Mal in Wien sind, lohnt sich für den ersten Überblick ein Spaziergang über die Ringstraße. Hier hat Kaiser Franz Joseph seinerzeit die alte Stadtmauer schleifen lassen und an deren Stelle eine Prachtallee mit Gärten und Prunkbauten angelegt. Noch heute befinden sich extrem viele Sehenswürdigkeiten der Stadt an der Ringstraße. Diese können Sie auch mit der „Bim“, der Straßenbahn der Stadt, besichtigen. Eine spezielle Ringtram fährt kostenpflichtig einmal um die ganze Innenstadt, aber auch mit ihrem regulären Tagesticket können Sie zumindest einen Teil erleben. Steigen Sie an der Staatsoper zum Beispiel in die Linie D Richtung Nußdorf und fahren Sie vorbei am Burggarten, der Hofburg mit anliegendem Volksgarten, dem Parlament, dem Burgtheater und dem Rathaus. Auch das Natur- und das Kunsthistorische Museum passieren Sie, die beiden Museen ließ Kaiser Franz ebenso erbauen. Für ihn als kunstbegeisterten Kaiser das eine, für seine naturverliebte Sisi das andere. Die beiden gegenüberliegenden Gebäude sind identisch – nur dass das Naturhistorische Museum einen kleinen Elefant vor der Tür stehen hat.

Corona-Tipp

So lange Wien als Risikogebiet eingestuft wird, starten und beenden Sie Ihre Rundreise durch Österreich am besten in einer der anderen Regionen und Landeshauptstädte.

Für Liebhaber von Kunst und Kultur ist Wien natürlich das perfekte Pflaster – hier finden sich viele berühmte Ausstellungen und angesehene Kultureinrichtungen. Die meisten Museen befinden sich in einem Komplex direkt hinter dem Kunst-/Naturhistorischen Museum: Das MuseumsQuartier vereint verschiedene Ausstellungshäuser in einem gemeinsamen Hof, in dem zusätzlich das ganze Jahr über Events stattfinden und Sie sich nach dem Museumsbesuch noch ein wenig auf den „Enzis“, speziell für diesen Ort designten Sitzmöbeln, ausruhen können. Besonderer Tipp ist hier der MQ Store, in dem Sie ein ausgefallenes Souvenir für die Daheimgebliebenen kaufen können.

Kein Besuch in Wien ist vollständig ohne einen Besuch des Schloss Schönbrunn. Hier lässt sich die Luft der Kaiserzeit besonders gut atmen. Stolze 1.441 Räume hat der imperialistische Prachtbau, 45 davon können besichtigt werden. Und das sollten Sie auch tun, am besten mit einer persönlichen Führung. Hier fühlen Sie sich als wären Sie zu Besuch bei Kaisers. Nach der Führung flanieren Sie dann noch durch den scheinbar endlosen Schlossgarten oder wagen den Aufstieg zur „Gloriette“, einem Aussichtspunkt im Süden des Schlosses. Der Ausblick entschädigt garantiert für die Anstrengungen! Übrigens: In einem eigenen Google-Projekt des Schlosses lässt sich die Kunst des Hauses schon vor Anreise bestaunen.

Wenn Sie genug von der Stadt haben, starten Sie mit den öffentlichen Verkehrsmitteln einfach eine kleine Landpartie. So können Sie zum Beispiel mit der S-Bahn von der Haltestelle „Wien Mitte“ aus nach Bad Vöslau fahren. Dort befindet sich nicht nur die uralte Mineralwasserquelle des gleichnamigen Sprudelwassers, sondern auch das Thermalbad Vöslau, wo sie in historischen Gemäuern im Mineralwasser baden. Etwas näher an der Stadt sind die diversen „Heurigen“ am Rande Wiens. Das sind kleine Gastgärten, in denen Sie inmitten der Wiener Weinberge urige Gastfreundschaft genießen – zum Beispiel in Nußdorf, wo Sie bequem mit der Bim hinfahren können.

Was Sie in Wien nicht verpassen dürfen? Wir haben die besten Tipps für Sie zusammengefasst:

Unsere Unbedingt-Erleben-Liste für Wien:
Ein Stück Sachertorte im Café Sacher essen
Eine Melange im echten Wiener Kaffeehaus trinken, zum Beispiel dem Café Central
Ein echtes Wiener Schnitzel essen
Im Norden der Stadt das moderne Wien in der UNO City bewundern (U1, Haltestelle Kaisermühlen/VIC)
Einen Abstecher zum Zentralfriedhof, wo viele bekannte Wiener Persönlichkeiten beerdigt sind

Bevor wir uns auf den Weg in die nächste Region Österreichs machen, ist es unerlässlich, nochmals einen Kaffee in einem typischen Kaffeehaus der Stadt zu trinken. Hier lässt sich die unaufgeregte Art der Wiener am besten spüren. Eines jedoch vorweg: Die Kaffeekultur der österreichischen Hauptstadt ist der ganze Stolz des Landes und unterscheidet sich bemerkbar von unserem Verständnis, Kaffee zu trinken. Darum haben wir die wichtigsten Hinweise und die besten Lokale für Sie in einem eigenen Reisemagazin zusammengefasst.

„Kaffeehäuser in Wien“ jetzt lesen

Unsere Reise führte uns weiter nach Salzburg, das vom „railjet“ der ÖBB zu jeder vollen Stunde von Wien aus angefahren wird. In knapp 3 Stunden sind Sie dann in der Mozartstadt, wo es von klassischer Musik bis überraschend moderner Kunst wieder Einiges zu entdecken gibt.

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Salzburg: Ein Walzer auf der Salzach

Wenn Ihnen Wien gefallen hat, werden Sie Salzburg auch mögen. In der Stadt der Musik dreht sich nahezu alles um Mozart und sein Wirken auf die Weltgeschichte. Aber die Stadt ist noch mehr als das. Darum sollte eines Ihrer ersten Ziele eine der drei Touristeninformationen sein, zum Beispiel direkt am Hauptbahnhof. Hier können Sie sich einerseits informieren, was in der Stadt so los ist und andererseits auch bereits Tickets kaufen.

Die Stadt, die sich nördlich und südlich des Flusses Salzach erstreckt, ist natürlich weitaus kleiner als Wien. Dafür lassen sich hier alle Sehenswürdigkeiten auch bequem zu Fuß erreichen. So liegt beispielsweise Mozarts Geburtshaus mitten in der für sich schon sehenswerten Altstadt direkt am Fluss. Das wahre Highlight Salzburgs erfordert allerdings ein bisschen Puste: Die mittelalterliche Festung Hohensalzburg liegt auf dem „Festungsberg“ und thront buchstäblich über der Stadt. Hoch kommen Sie entweder durch die verwinkelten Gassen und steilen Aufstiege in der Stadt oder auch mit der Festungsbahn, welche Sie im 10-Minuten-Takt auch ohne größere Anstrengungen nach oben bringt. Der Besuch lohnt sich allemal, denn neben phänomenalen Ausblicken über Salzburg erleben Sie hier auch die Geschichte der Festung und der ganzen Stadt hautnah.

Allen, die noch nicht genug von Aufstiegen, Bergen und faszinierenden Ausblicken haben, sei das „Museum der Moderne“ ans Herz gelegt. An zwei Standorten wird hier zeitgenössische Kunst ausgestellt, eines der beiden Häuser befindet sich auf dem Mönchsberg. Dieser ist auch zu Fuß oder mit einem in den Felsen gebauten Aufzug zu erklimmen. Tipp: Wenn Sie im Museumscafé etwas essen oder trinken, ist die Fahrt zurück in die Stadt kostenfrei. Die Pause können Sie aber auch in die Stadt verlegen, zum Beispiel bei einem Flat White im Kaffee Alchemie. Hier zeigt sich, dass die traditionelle Stadt auch durchaus modern sein kann und trotzdem nicht aufgesetzt wirkt.

Bevor uns unsere Reise etwas weg vom Stadttrubel ins Salzkammergut führte, war noch ein Punkt auf der touristischen Agenda offen: Eine Bootsfahrt auf der Salzach. In speziell konstruierten Schiffen – die Salzach ist an manchen Stellen nur 120cm tief – können Sie hier die Stadt noch mal aus einem anderen Winkel betrachten – mehrsprachige Hinweise zur Geschichte der Stadt inklusive. Das kleine Highlight: Das Boot tanzt zum Abschied einen Walzer auf dem Fluss – mehr Mozart geht nicht!

Unterwegs auf den Spuren der Kaiserin gibt es östlich von Salzburg im Salzkammergut noch einen wichtigen Ort: In Bad Ischl befindet sich die Kaiservilla, quasi das historische Ferienhaus des Kaiserpaares. Diese Sommerresidenz ließ Erzherzogin Sophie, die Mutter des Kaisers, errichten und schenkte sie dem Paar zur Hochzeit. Bei einer Führung durchs Haus ist die letzte Epoche der Kaiserzeit noch spürbar. Und im damaligen Schwimmbad der Kaiserin planschen heute die Einwohner der Stadt. Aber nicht nur der kleine Ort Bad Ischl ist ein Highlight, auch die Reise dorthin: Mit dem Überland-Bus 150 fahren Sie in ca. 1,5 Stunden von Salzburg in den Kurort und passieren dabei ein paar der schönsten Orte des Salzburgerlands, wie beispielsweise Fuschl am See oder die Orte entlang des glasklaren Wolfgangsees. Hier lohnt es sich auch, ggf. eine Pause einzuplanen oder sogar eine Nacht zu bleiben. Von hier aus lassen sich auch prima Wanderungen planen – oder Sie entspannen einfach nur ein wenig am See.

Passendes Hotel gesucht?

 
Im Sheraton am Fuschlsee vereinen sich die Romantik der Alpen und das kleine bisschen Luxus zu einem wunderschönen Gesamtpaket mitten in der Natur der Alpen.

Für alle, die sich in die Alpen verliebt haben


Die Clubs der Marke Aldiana sind das neueste Mitglied der DERTOUR-Familie. Hier sind Entspannung und Action für die ganze Familie garantiert. Auf unserem Instagram-Kanal gibt es exklusive Einblicke in unseren Aldiana Club Ampflwang mitten in den österreichischen Bergen. Erleben Sie, wie Natur auf Erholung trifft und Sie auch in turbulenten Zeiten noch Ruhe und Ablenkung finden.

Und wenn Sie jetzt am liebsten selbst sofort Ihren Urlaub in den Alpen buchen möchten, haben wir natürlich das richtige Angebot parat. Planen Sie jetzt Ihren Sommerurlaub 2021 auf grünen Almwiesen oder den Wintersport- und Wellness-Urlaub noch in dieser Saison!

Unser eigener Trip brachte uns derweil aus dem Salzkammergut in den nächsten Ort: Innsbruck ist wieder nur eine zweistündige Fahrt mit dem railjet entfernt und ermöglicht ebenso eine gute Kombination aus kulturellen Erlebnissen in der Stadt und der nötigen Entspannung in der Natur des Tiroler Umlands.

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Innsbruck: Vom Goldenen Dachl bis in die Alpen

Als Ski- und Wintersportdestination ist Innsbruck wie das ganze Bundesland Tirol vielen bereits ein Begriff. Aber auch für Wanderer, Naturfans und Kulturbegeisterte bietet die Region viel. So verbindet Innsbruck Kultur und Natur wunderbar: Die Stadt blickt auf eine lange und prächtige Geschichte als Knotenpunkt des Handels mitten in den Alpen zurück. Die gut erhaltene Altstadt zeugt davon und mittendrin das Goldene Dachl, eine Hauptattraktion Innsbrucks. Über 2.600 vergoldeter Kupferschindeln ragen hier aus einem der kleinen Mittelalterhäuser heraus und funkeln mit der Sonne um die Wette. Dieses und weitere Highlights lernen Sie am besten bei einem der offiziellen „Walks to explore“ kennen. Das sind verschiedene Spaziergänge durch die Stadt und das Umland, bei denen Sie auch weniger touristische Orte zu Gesicht bekommen. Ein perfekter Start in Ihren Aufenthalt!

Ein weiteres Highlight der Innenstadt ist die Hofburg. Eine Residenz mit imperialem Glanz, die den Palästen in Wien in nichts nachsteht. Hier wurde im späten 18. Jahrhundert durch Kaiserin Maria Theresia aus mehreren zusammenhängenden Gebäuden ein neuer Wohn- und Geschäftssitz der Kaiser in Innsbruck geschaffen. Und hier fand die Hochzeit ihres Sohnes statt, während der Maria Theresias Ehemann an einem Herzinfarkt verstarb, sodass die Hofburg auf ewig bekannt bleiben sollte. Viele Regenten kamen hier gern unter, so auch Kaiser Franz Joseph auf seinen Reisen, Sisi hingegen übernachtete hier nur auf der Durchreise für drei Nächte in dem extra für Sie hergerichteten Apartment. Sie sehen: Auch in Innsbruck lässt sich kaiserliche Luft schnuppern.

Extra-Tipp: Was bringen City-Cards?

 
Fast jede Stadt hat sie: Eine eigene Karte wie die „Innsbruck Card“, mit der Sie viele verschiedene Sehenswürdigkeiten kostenlos entdecken können. Es gibt sie oft für 24, 48 oder 72 Stunden und je nachdem was Sie planen, lohnen sich diese Karten sehr schnell. In Innsbruck zum Beispiel oft schon beim Besuch der Nordkettenbahnen und ein bis zwei weiterer Attraktionen.

Egal, ob Sie im Winter zum Skifahren oder im Sommer zum Wandern kommen: Die Alpen sind von jedem Fleck der Innenstadt aus zu sehen und verführen natürlich dazu, die Stadt möglichst schnell in Richtung Berge zu verlassen. Das sollten Sie auch unbedingt tun – ist es doch auch für die Bequemen unter uns einfach möglich. Unweit der Hofburg hat die so genannte Hungerburgbahn ihre Innenstadt-Station. Diese führt über den Inn und den Alpenzoo bis hinauf zur Hungerburg. Und schon auf diesem Weg gibt es viel zu sehen. So entstand die Architektur der Stationen der Bahn aus den Händen der Stararchitektin Zaha Hadid: Die geschwungenen Formen sollen an die Gletscher der Alpen erinnern und fügen sich wundervoll modern in die Landschaft ein. Auf der Hungerburg steigen Sie dann in die Seegrubenbahn um, die Sie in 10 Minuten zur gleichnamigen Bergstation bringt.

Eine letzte Seilbahn führt zur Station Hafelekar, von der Spitze und Gipfelkreuz nur noch einen etwa 15-minütigen Spaziergang entfernt sind. Keine Sorge: Der Weg ist ausgeschildert und befestigt und erfordert keine weiteren Kletterfähigkeiten: Ein ganz entspannter Aufstieg zu einem phänomenalen Ausblick über Innsbruck und ganz Tirol.

Auf dem Rückweg können Sie dann am besten schon an der Station Alpenzoo aussteigen. Dieser Zoo beherbergt ausschließlich Tiere, die auch in diesen Breitengraden zu finden sind und ist dank seiner Lage mitten im Berg und der liebevollen und artgerechten Gehege ein wahres Unikat.

Natürlich sind Sie aber auch als Kletterer, Wanderer und Skifahrer willkommen: Urlaub in Tirol bietet hier für alle das Richtige! Und wer das Zweirad liebt, entdeckt Österreich einfach mit dem Mountainbike. Für uns ging unsere Reise noch weiter in den Westen: Unsere vierte und letzte Etappe führte ins Nachbarland Liechtenstein zum diesjährigen Staatsfeiertag am 15. August.

Mountainbiken in Österreich

 
Alle Infos zur Alpenrepublik auf zwei Rädern erhalten Sie in unserem Reisemagazin.
 
Jetzt lesen!

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Liechtenstein: Ein ganzes Land an einem Tag

Von Innsbruck aus führte uns ein weiterer railjet durch die wunderschönen Alpen nach Feldkirch im westlichsten Bundesland Vorarlberg. Von hier aus kommen Sie ganz einfach mit dem Bus bis nach Liechtenstein. Und keine Sorge: Mit knapp 160 Quadratkilometern ist Liechtenstein das viertkleinste Land Europas und damit sehr übersichtlich. Trotzdem gibt es hier aber vom öffentlichen Nahverkehr, über den Landtag bis zur Kathedrale alles, was man von einem stolzen Staat erwartet. Die meisten Sehenswürdigkeiten finden sich dabei im Hauptort Vaduz: Hier können Sie sich an der Touristeninformation „Liechtenstein Center“ über alles informieren oder direkt auf eigene Faust die vielen Museen zur Geschichte des Landes erkunden. Besonders hervorzuheben ist hier das Kunstmuseum mit vielen weltweit anerkannten Ausstellungen moderner Kunst. Mit einer kleinen Touristenbahn können Sie auch bis rauf auf das Schloss Vaduz fahren – oder Sie gehen zu Fuß hinauf. Das Schloss ist leider bis heute nur von außen zu besichtigen, da hier noch immer die regierende Fürstenfamilie wohnt. Dafür können Sie den Wein der örtlichen Weinreben in der Hofkellerei des Fürsten probieren und kaufen.

Das besondere am kleinen Land ist jedoch die perfekte Lage im Rheintal zwischen der Schweiz und Österreich. Hier kommen alle, die gern in der Natur unterwegs sind, auf ihre Kosten. Die Wanderwege des Landes sind alle stets gut ausgeschildert und von Anfängerpfaden bis zu Profi-Bergtouren ist alles möglich. Das Highlight ist jedoch der so genannte Liechtenstein-Weg, auf dem Sie in mehreren Etappen und 75 Kilometern Wanderweg alle 11 Gemeinden des Landes und somit einen ganzen Staat durchwandern können. Überall an den entsprechenden Start- und Endpunkten der Etappen befinden sich sowohl Hotels als auch Bushaltestellen, sodass Sie auch nur Teiletappen erwandern können.

Zurück im Tal entspannen Sie entweder bei einem Stück Kuchen im „Städtle“, der kleinen Fußgängerzone von Vaduz oder aber Sie erkunden im Landesmuseum die jahrhundertealte Geschichte des kleinen Landes. Das größte Erlebnis des Jahres ist der Staatsfeiertag, der jedes Jahr groß am 15. August begangen wird. Alle Liechtensteiner stecken kleine Landesflaggen in ihre Blumenkübel vor der Tür und am Feiertag sind alle auf den Beinen und feiern mit ganzem Stolz ihr Land. Nach Einbruch der Dunkelheit startet dann ein großes Feuerwerk, dass die Grenzen des Landes von weithin sichtbar zum Leuchten bringt. 2020 waren die Feierlichkeiten aufgrund der Corona-Krise freilich etwas kleiner, ein Fackelzug auf Abstand brachte die Berge trotzdem zum Leuchten und statt einer großer Party feierten die Liechtensteiner in ihren eigenen Gärten. Ein überaus schönes Land, das sicher eine Reise wert ist!

Das passende Hotel

 
Ein gutes Hotel für Familien und Wanderfreudige ist das JUFA Hotel in Malbun – von dort können Sie auch eine Etappe des Liechtenstein-Wegs starten.

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Im Nachtzug zurück nach Wien

Die Österreichischen Bundesbahnen sind führend im Geschäft mit den Nachtzügen. Warum also nicht den Rückweg vom Bahnhof Feldkirch bei Liechtenstein zurück nach Wien im „nightjet“ antreten? Egal, ob Sie allein oder zu mehreren Personen reisen: Vom Sitzplatz bis zum Deluxe-Abteil mit eigenem Bad gibt es viele unterschiedliche Komfortklassen. Schon beim Einsteigen am Gleis wissen Sie, in welchem Wagen Ihr reservierter Platz ist. Haben Sie Ihr Abteil oder Ihre Kabine bezogen, dürfen Sie teilweise noch Ihre Wünsche fürs Frühstück am nächsten Morgen auf einer kleinen Karte notieren. Die Abteile mit eigenem Bad oder Waschbecken halten auch eine kleine Tüte mit den wichtigsten Utensilien für die Nacht bereit. In jedem Wagen befinden sich auch noch Duschen und WCs auf dem Gang. Die Übernachtung in einem fahrenden Zug scheint zuerst ein wenig ungewohnt: Das angenehme Ruckeln hilft jedoch schnell beim Einschlafen. Nachtschwärmer können noch im eigenen Restaurantwagen zu Abend essen oder einen Schlummertrunk nehmen. Je nach Strecke liegen zwischen Ein- und Ausstieg etwa acht bis zehn Stunden: Genug Zeit also, um ein bisschen Schlaf zu finden. Am nächsten Morgen werden Sie etwa eine Stunde vor Ankunft geweckt, ca. 15 Minuten später bringt der Zugbegleiter schon das Frühstück zu Ihnen. Der Vorteil bei dieser Reiseform liegt auf der Hand: Sie können nicht nur über Nacht viele Kilometer zurücklegen, sondern schlafen auch noch im Verkehrsmittel. Im Vergleich zum Flugzeug ist der Nachtzug umweltfreundlicher und fährt direkt von Innenstadt zu Innenstadt.

Letztlich ist es egal, ob Sie mit dem Zug, dem Flugzeug oder dem eigenen Auto an- und umherreisen: Österreich ist ein vielfältiges und spannendes Land, das von der Großstadt bis zu Erlebnissen in der Natur alles bietet, was ein guter Urlaub braucht. Und das uns in Zeiten von Corona zeigt: Guter Urlaub muss keine Fernreise sein und kann auch auf der Straße oder der Schiene viel Erholung und neue Eindrücke bringen!

Sie wollen noch mehr Urlaub? Jetzt unsere weiteren Aldiana-Clubs in Österreich entdecken!

Für alle, die nicht genug von den österreichischen Alpen bekommen können: Unsere Aldiana-Clubs vereinen gehobene Urlaubsstandards mit ihrem ganz eigenen, lokalen Charme.

Auch in Österreich gibt es insgesamt drei Clubs, die wir Ihnen besonders ans Herz legen wollen. Sie bieten den perfekten Startpunkt für Touren und Wanderungen und ermöglichen es Ihnen genauso, einfach nur vor Ort zu relaxen.

Entdecken Sie, wie Sie auch in Zeiten von Corona entspannt urlauben können.

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