UNESCO-Weltkulturerbe in Deutschland – der Bergpark Wilhelmshöhe
Einmalig in der Welt

UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe-Stätten in Deutschland

Aufgrund der vielen historischen Sehenswürdigkeiten, wunderschönen Landschaften und atemberaubenden Städte ist die Liste der deutschen Welterbe-Stätten beeindruckend lang. Bei einem Urlaub in Deutschland empfiehlt es sich also, nach diesen besonderen Schätzen unserer Erde Ausschau zu halten. Mit seinen insgesamt 55 Kultur- und Naturgütern belegt Deutschland hinter Italien, Spanien und China Platz 4 in der UNESCO-Welterbe-Liste – und hat damit mehr als genug Sehenswertes für eine spannende und abwechslungsreiche Reise zu bieten.

Kirchliches Weltkulturerbe in Deutschland

Zum ersten deutschen Welterbe wurde 1978 der Kaiserdom in Aachen erklärt, der die architektonische Besonderheit eines karolingischen Oktogons besitzt. Diesen hohen, achteckigen Raum ließ Kaiser Karl der Große Ende des achten Jahrhunderts errichten. Ausschlaggebend für die Aufnahme ins UNESCO-Weltkulturerbe war zudem ein prachtvoller Kunstschatz, welcher in der Aachener Domschatzkammer noch heute zu besichtigen ist.


Der Aachener Dom ist jedoch schon lange nicht mehr der einzige deutsche Sakralbau auf der UNESCO-Liste. Der Speyerer Dom gehört als die größte erhaltene romanische Kirche der Welt seit 1981 zum Welterbe. Der salische Kaiser Konrad II. wollte um 1205 in der pfälzischen Stadt die größte Kirche des Abendlandes errichten, deren 850 Quadratmeter große Krypta mit Säulenhalle mehr als beeindruckend ist.

panthermedia.net/Jan Drskovic

Sehr imposant ist auch der seit 1996 zum Weltkulturerbe zählende Kölner Dom: Mit 157,38 Metern ist er das weltweit dritthöchste Kirchengebäude und außerdem ein Meisterwerk gotischer Architektur. Der Hildesheimer Dom, dessen Bau 872 begann, ist mit seinen Gebäuden und Kunstschätzen ein weiteres eindrucksvolles Welterbe, das sich Kulturinteressierte nicht entgehen lassen sollten.


Ein Jahr nachdem die UNESCO 1985 das Gotteshaus in Hildesheim auszeichnete, wurde der Trierer Dom als älteste Bischofskirche zur Liste hinzugefügt. Neben dem monumentalen Säulenbau können in der Stadt viele weitere Welterbe bestaunt werden, wie die Porta Nigra, das Amphitheater, die Barbara- und Kaiserthermen, die Römerbrücke und die Konstantinbasilika.

UNESCO Weltkulturerbe in Deutschland: Museen & Me(h)er

Dass nicht nur alte Bauwerke und Schätze von der UNESCO als wichtiges Weltkulturerbe in Deutschland eingestuft werden, zeigt unter anderem die 1999 aufgenommene Berliner Museumsinsel. Die fünf Museen an der nördlichen Spitze der Spreeinsel gelten als weltweit einzigartiges kulturelles und bauliches Ensemble. Im Alten Museum, im Neuen Museum, im Pergamon-Museum, in der Alten Nationalgalerie und im Bode-Museum wartet zudem eine einmalige und vielfältige Zusammenstellung an Kunstwerken und Ausstellungsstücken auf die Besucher.


Zum Weltkulturerbe in Deutschland zählt das Wattenmeer der Nordsee zwar nicht, wohl aber zum Weltnaturerbe – in Schleswig-Holstein und Niedersachsen seit 2009, in Hamburg seit 2011. Pro Jahr lockt das gesamte Wattenmeer-Gebiet mehr als zehn Millionen Fernreisende und 30 Millionen Tagesgäste an, die sich von dieser einzigartige Landschaft verzaubern lassen und die Ruhe, die Weite sowie die jodhaltige Luft genießen.

Weltkulturerbe in Deutschland – die „Neuen“

Bayerische Schlösserverwaltung/Frahm

Dank neuer Anträge wächst die Zahl der Welterbestätten in Deutschland ständig. So wurden etwa 2011 die Prähistorischen Pfahlbauten in den Alpen aufgenommen. Zu den 111 Fundstellen in Österreich, Italien, Frankreich, Slowenien und der Schweiz gehören auch einige in Baden-Württemberg und Bayern. Die Bauten nahe der Roseninsel bei Feldafing am Starnberger See wurden von Siedlern zwischen 5000 und 2500 vor Christus errichtet und genutzt – ein Kulturschatz von überragendem Wert sind.


Im Jahr zuvor nahm die UNESCO das markgräfliche Opernhaus in der oberfränkischen Stadt Bayreuth ins Welterbe auf – einer der wenigen im Original erhaltenen Theater- und Opernbauten des 18. Jahrhunderts.

Ebenfalls einen Besuch wert ist ein weiteres Kulturdenkmal, das erst seit Kurzem zum UNESCO-Welterbe gehört: Der Bergpark Wilhelmshöhe im nordhessischen Kassel, dem das Siegel „Welterbe“ 2013 verliehen wurde. Auf einer Fläche von 2,4 Quadratkilometer erstreckt sich dieser größte Bergpark Europas, in dem man gemütlich durch herrliche italienische Gärten, französische Barockparks und englische Landschaftsgärten bis zum Schloss Wilhelmshöhe oder der Löwenburg spazieren kann.

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