

Guadeloupe-Urlaub: Wo Regenwald auf Riff trifft
Warum solltest du auf Guadeloupe Urlaub machen?
Regenwald, Vulkan und Korallenriffe – und das alles mit dem Euro in der Tasche und ohne Visum: Guadeloupe ist Frankreichs Überseegebiet in der Karibik.
Schwarze Vulkanstrände auf Basse-Terre, weiße Sandküsten auf Grande-Terre: Die beiden Hauptinseln bieten Naturkontraste auf engem Raum.
Guadeloupe verbindet französische, afrikanische, indische und karibisch-kreolische Einflüsse zu einer eigenständigen Inselkultur, die sich in Küche und Gwoka zeigt.
Im Urlaub Guadeloupes vielfältige Orte erkunden



Grande-Terre:
Der östliche Flügel der Schmetterlingsinsel steht für weißen Sand und lebhafte Badeorte mit Restaurants, Strandbars, Wassersportangebote wie Schnorcheln oder Kitesurfen sowie aktives, geselliges Flair. In den Küstenorten Sainte-Anne und Le Gosier findest du breite Strände mit türkisem Wasser. Wer den Atlantik lieber vom Land aus erlebt, fährt zur Pointe des Chateaux: Der östlichste Zipfel von Grande-Terre bietet schroffe Felsen, schäumende Wellen und bei klarem Wetter einen Blick bis zu den Inseln von Guadeloupe.Basse-Terre:
Die vulkanische Westhälfte bildet Guadeloupes grünste Seite. Dichte Regenwälder, heiße Quellen und der Guadeloupe-Nationalpark prägen das Landschaftsbild von Basse-Terre. Wer das Innere erkunden möchte, fährt die Route de la Traversée – eine rund 17 Kilometer lange Panoramastraße, die quer durch das Bergland führt und dabei Aussichtspunkte, Wasserfälle und üppige Vegetation erschließt. An der ruhigeren Nordküste liegt Deshaies, ein kleiner Fischerort mit der Bucht Anse de Grande Anse: ein langer Sandstrand mit ruhigem Wasser, der sich zum Entspannen und gelegentlichen Schnorcheln eignet.Pointe-à-Pitre:
Die größte Stadt Guadeloupes liegt an der Grenze beider Hauptinseln und ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum des Archipels. Farbenfrohe Holzhäuser mit kunstvollen Verzierungen und großzügigen Veranden prägen das Stadtbild, auf dem Markt La Darse werden je nach Saison tropische Früchte wie Mango, Ananas, Papayas und fangfrischer Fisch wie Roter Schnapper angeboten. Gleichzeitig ist Pointe-à-Pitre der wichtigste Ausgangspunkt für Ausflüge: Von Pointe-à-Pitre starten Fähren unter anderem nach Marie-Galante; Les Saintes erreichst du besonders bequem ab Trois-Rivières.Terre-de-Haut (Les Saintes):
Die kleine Insel im Süden des Guadeloupe-Archipels liegt inmitten einer türkisfarbenen Lagune mit geschützten Buchten – wer hier ankommt, versteht schnell, warum Les Saintes zu den meistfotografierten Flecken des Archipels zählt. Mittelpunkt ist die Plage de Pompierre, eine halbmondförmige Bucht mit feinem Sand, während das Fort Napoléon aus dem 19. Jahrhundert auf dem Hügel darüber die Geschichte der Insel erzählt. Wer noch mehr Ruhe sucht, setzt zur Nachbarinsel Terre-de-Bas über, denn dort sind die Strände weniger besucht und das Tempo spürbar langsamer.Eindrucksvolle Strände für deinen Urlaub auf Guadeloupe
Plage de la Grande Anse (Basse-Terre):
Rund 2 Kilometer feiner Sand, dahinter üppige Vegetation und davor die Karibikseite mit teils kräftiger Brandung und Strömung: Dieser naturbelassene Strand im Nordwesten von Basse-Terre lebt vom Kontrast. Die Infrastruktur ist bewusst einfach gehalten, mit ein paar Restaurants und Snackständen, aber ohne große Anlagen. Wegen der teils starken Brandung ist er zum Schwimmen nur eingeschränkt geeignet, doch für Ruhesuchende und Naturbegeisterte ist er genau richtig.Plage de la Caravelle (Grande-Terre):
Nahe Sainte-Anne erstreckt sich dieser breite Strand mit feinem Sand und flach abfallendem Wasser, das ruhig genug für jüngere Kinder ist. Hinter den Palmen servieren kleine Strandbars kreolische Snacks wie Accras und frischen Fisch. Wer einen unkomplizierten Strandtag mit guter Infrastruktur sucht, kommt am besten hierher.Plage de Malendure (Basse-Terre):
Direkt gegenüber der Réserve Cousteau ist dieser Strand mit seinem dunklen, vulkanischen Sand ein wichtiger Ausgangspunkt für Aktivitäten im Schutzgebiet. Vor Ort gibt es mehrere Tauchschulen, Anbieter für Schnorchel- und Tauchausflüge sowie Bootsverleihe, die Touren zu den nahegelegenen Korallenriffen organisieren. Damit eignet sich der Strand besonders für Aktive, die die Unterwasserwelt Guadeloupes erkunden möchten. Durch den schnellen Zugang zu den Ausflugsbooten ist er weniger ein klassischer Bade- oder Ruhestrand, sondern vor allem ein guter Startpunkt für Naturerlebnisse.Plage de Petite Anse (Marie-Galante):
Auf der Nebeninsel Marie-Galante liegt dieser weitgehend ursprüngliche Strand mit feinem hellem Sand und klarem, ruhigem Wasser. Infrastruktur gibt es kaum, dafür vereinzelt schattige Plätze unter Bäumen an der ansonsten unberührten Küste. Der Strand eignet sich für Ruhesuchende, die eine naturbelassene Umgebung abseits der bekannten Pfade schätzen.


Naturerlebnisse auf deiner Guadeloupe-Reise
La Soufrière:
Mit 1.467 Metern ist der aktive Vulkan im Süden von Basse-Terre der höchste Gipfel der Kleinen Antillen. Per Mietwagen geht es bis zum Ausgangspunkt Saint-Claude, von wo markierte Pfade durch den Guadeloupe-Nationalpark auf den Gipfel führen. Oben angekommen, reicht der Blick bei klarer Sicht weit über den Archipel, während Schwefeldämpfe und heiße Quellen an den Hängen daran erinnern, dass der Berg noch aktiv ist. Festes Schuhwerk und Wetterschutz sind deshalb Pflicht; bei starker Schwefeldampfentwicklung wird der Aufstieg gelegentlich gesperrt.Réserve Cousteau (Cousteau-Reservat):
Das Schutzgebiet vor der Küste von Basse-Terre trägt den Namen des Meeresforschers Jacques Cousteau, der es einst als eines der schönsten Tauchgebiete der Welt beschrieb. Über den nahegelegenen Strand Plage de Malendure erreichst du das Reservat, wo Tauchschulen und Bootsverleih direkt vor Ort warten und geführte Schnorcheltouren mehrmals täglich starten. Unter der Oberfläche bevölkern Meeresschildkröten, Rochen und bunte Fischschwärme die Korallenriffe. Da das Reservat unter strengem Schutz steht, ist das Berühren von Korallen und das Füttern von Tieren nicht erlaubt – ein Hinweis, den seriöse Anbieter vor jedem Tauchgang erläutern.Carbet-Wasserfälle:
Im Zentrum des Guadeloupe-Nationalparks stürzen die dreistufigen Carbet-Wasserfälle durch dichten Regenwald in natürliche Becken. Mit dem Auto geht es über Capesterre-Belle-Eau zum Besucherbereich der Chutes du Carbet. Die Wasserfallstufen sind unterschiedlich gut erreichbar: Die zweite Chute ist die bekannteste und in etwa 45 Minuten hin und zurück erreichbar; zur ersten Chute dauert die Wanderung etwa 3 Stunden hin und zurück. Nach starken Regenfällen oder Erdrutschen können einzelne Zugänge gesperrt sein, eine kurze Nachfrage im Besucherzentrum des Nationalparks lohnt sich also vor dem Start.Grand Cul-de-Sac Marin:
Die weitläufige Lagune im Norden Guadeloupes liegt zwischen Grande-Terre und Basse-Terre und ist mit dem Auto von beiden Seiten gut erreichbar. Zwischen Wurzelgeflecht und stillem Wasser zeigt sich eine Artenvielfalt, die an Land wie unter Wasser beeindruckt: Reiher, Pelikane und Fischadler über der Oberfläche, Papageienfische, Seesterne und gelegentlich Meeresschildkröten darunter. Da das Gebiet zum UNESCO-Biosphärenreservat gehört, sind Motorboote in Teilen der Lagune nicht zugelassen; geführte Kajak- oder Paddeltouren mit ortskundigen Guides sind die naturverträgliche Art, die Mangrovenkanäle zu erkunden.


DERTOUR Experten-Tipp: Kreolische Küche und Karneval auf Guadeloupe
„Guadeloupe steckt kulturell voller Überraschungen. Wer auf den Märkten in Pointe-à-Pitre unterwegs ist, erlebt den Alltag der Insel hautnah: Exotische Früchte, frischer Fisch und Gewürze aus vier Kontinenten stapeln sich auf engstem Raum. Die kreolische Küche spiegelt diese Vielfalt wider: Accras, frittierte Teigbällchen mit Fisch oder Gemüse, und Colombo, ein Schmorgericht mit indischen Einflüssen, gehören zu den Gerichten, die man hier probiert haben sollte. Dazu probierst du ein Glas Rhum Agricole, den lokalen Zuckerrohr-Rum, der aus frisch gepresstem Saft gebrannt wird und mit industriell hergestelltem Rum wenig gemein hat.“
Veröffentlicht von Laura P.
Guadeloupe-Urlaub aktiv gestalten: Tauchen, Wandern und Inselhopping
Tauchen und Schnorcheln im Cousteau-Reservat
Guadeloupe hat Tauchern mehr zu bieten als das Cousteau-Reservat: Auch vor Marie-Galante, rund um Les Saintes und entlang der Küste von Grande-Terre finden sich Korallenriffe mit großer Artenvielfalt. Für Einsteiger empfehlen sich geführte Schnorcheltouren ab Plage de Malendure, erfahrene Taucher erkunden die tieferen Riffe rund um die Insel Pigeon auf eigene Faust. Tauchschulen mit mehrsprachigen Guides sind auf beiden Hauptinseln zu finden.Wandern auf La Soufrière und durch den Nationalpark
Rund 300 Kilometer markierte Wanderwege durchziehen den Guadeloupe-Nationalpark und erschließen Regenwälder, Wasserfälle und heiße Quellen, davon etwa 180 Kilometer auch für weniger geübte Wanderer geeignet. Wer den Gipfel von La Soufrière anpeilt, startet in Saint-Claude und braucht je nach Tempo 2 bis 3 Stunden bis zum Kraterrand mit Blick über den Archipel. Leichtere Touren führen zu den Carbet-Wasserfällen oder entlang der Route de la Traversée durch das Innere von Basse-Terre.Bootsausflüge zu Les Saintes und Marie-Galante
Die vorgelagerten Inseln des Guadeloupe-Archipels lassen sich bequem per Fähre ab verschiedenen Häfen erreichen – je nach Ziel etwa ab Pointe-à-Pitre, Trois-Rivières oder Saint-François – und machen selbst einen Tagesausflug zum Erlebnis. Les Saintes überzeugt mit der Lagune von Marigot, der Plage de Pompierre und dem Fort Napoléon, am besten per Motorroller erkundet. Marie-Galante punktet mit weitgehend ursprünglichen Stränden wie der Plage de Petite Anse und einer aktiven Rum-Destillerietradition, die sich bei einem Besuch in der Destillerie Bielle hautnah erleben lässt. Wer mehr Zeit mitbringt, übernachtet auf einer der Inseln und erlebt den Guadeloupe-Archipel jenseits der Hauptinseln.Guadeloupe macht Urlaub für unterschiedliche Reisetypen interessant
Familien:
Die Plage de la Caravelle bietet durch ihr sanft abfallendes Ufer gute Bedingungen für Familien mit jüngeren Kindern. In der Umgebung gibt es zudem familienfreundliche Hotels und Unterkünfte mit Pools, kurzen Wegen zum Strand und teilweise Angeboten wie Kinderbetreuung. Für ältere Kinder und Jugendliche werden von vielen Unterkünften oder lokalen Anbietern organisierte Ausflüge angeboten, etwa Schnorcheltouren ins Cousteau-Reservat oder Bootstouren zu den Iles des Saintes.Paare:
Türkisblaues Wasser und lebhafte Abende in den Bars von Pointe-à-Pitre auf der einen Seite; auf der anderen die stille Insel La Désirade mit kaum 1.600 Einwohnern und Stränden, die weitgehend für sich sind. Der Sonnenuntergang über der Lagune von Marigot auf Terre-de-Haut gilt für viele Reisende als einer der schönsten im Archipel und sorgt für romantische Stimmung.Aktive:
Auf Guadeloupe kombinierst du Wandern und Tauchen an einem Tag. An Land warten 300 Kilometer Wanderwege vom moderaten Nationalpark-Pfad bis zum Aufstieg auf La Soufrière in 1.467 Metern Höhe. Auf dem Wasser bieten das Cousteau-Reservat, die Surfspots von Le Moule und die Mangrovenkanäle des Grand Cul-de-Sac Marin für Sportbegeisterte das passende Programm.Sonnenhungrige:
Guadeloupe hat über 300 Kilometer Küste – wer einfach nur Strand, Sonne und warmes Wasser sucht, wird auf beiden Hauptinseln fündig. Grande-Terre bietet mit Sainte-Anne und Le Gosier gut erschlossene Strände mit ruhigem Wasser und Strandbar-Infrastruktur, während die Strände von Basse-Terre wie die Plage de la Grande Anse mehr Ursprünglichkeit bieten. Die Wassertemperaturen liegen ganzjährig zwischen 25 und 28 °C.👉 Alle Hotels auf Guadeloupe entdecken.
Die beste Reisezeit für Urlaub auf Guadeloupe
Das Klima für deine Guadeloupe-Reise auf einen Blick
- Guadeloupe hat ein tropisches Klima mit ganzjährig stabilen Temperaturen zwischen 27 und 31 °C. Wer Strand- und Aktivurlaub kombinieren möchte, kann das zu jeder Jahreszeit.
- Die Hauptsaison von Dezember bis Mai liegt in der Trockenzeit. Es gibt durchschnittlich 6 bis 8 Regentage pro Monat und besonders viele Sonnenstunden; die Zeit fällt zudem mit dem Karneval zusammen, einem kulturellen Höhepunkt der Insel.
- Die Hurrikansaison dauert offiziell von Juni bis November mit dem höchsten Risiko im September und Oktober. Eine flexible Buchungsoption und ein Blick auf die aktuellen Reisehinweise sind in dieser Zeit empfehlenswert.
| Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember | |
| Max. Temp. | 28 °C | 28 °C | 29 °C | 29 °C | 30 °C | 30 °C | 30 °C | 31 °C | 31 °C | 30 °C | 30 °C | 29 °C |
| Min. Temp. | 19 °C | 19 °C | 19 °C | 21 °C | 22 °C | 23 °C | 23 °C | 23 °C | 23 °C | 22 °C | 21 °C | 20 °C |
| Sonnenstunden | 7 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 8 | 7 | 7 | 7 | 7 |
| Wassertemperatur | 26 °C | 25 °C | 26 °C | 26 °C | 27 °C | 27 °C | 28 °C | 28 °C | 28 °C | 28 °C | 27 °C | 27 °C |
| Regentage | 6 | 7 | 6 | 6 | 6 | 9 | 11 | 13 | 13 | 13 | 14 | 8 |







