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Geheimtipps Teneriffa
Steilküste auf Teneriffa mit Blick auf Atlantik, Felsen und grüne Vegetation entlang der abgelegenen Küste

Geheimtipps Teneriffa: von Lavahöhlen und Mondlandschaften

Entdecke die versteckten Highlights der Kanareninsel

Die besten Geheimtipps auf Teneriffa liegen dort, wo die meisten Urlauber nie hinkommen – im vulkanischen Süden, in den Lorbeerwäldern des Anaga-Gebirges und in den Lokalen der Winzer. Teneriffa ist die größte der Kanarischen Inseln, doch jenseits der bekannten Touristenzentren im Südwesten warten immer noch versteckte Strände, uralte Höhlendörfer und eine kulinarische Tradition, die es so nur hier gibt. Ob Wanderungen entlang der Steilküste, Sternbeobachtung auf über 2.000 Metern Höhe oder ein Abendessen in einem Guachinche – dieser Guide zeigt dir Orte und Erlebnisse, die Teneriffa von seiner unbekannten Seite zeigen.

1 Anaga-Gebirge: Teneriffas grüne Wildnis

Das Anaga-Gebirge im Nordosten der Insel ist ein UNESCO-Biosphärenreservat und einer der ältesten Lorbeerwälder Europas. Nebelschwaden ziehen durch die moosbedeckten Bäume, während der Wanderweg von Las Carboneras nach Chinamada durch dichte Vegetation und über schmale Grate führt. Die Strecke ist rund 8 Kilometer lang und überwindet etwa 300 Höhenmeter.

Moosbedeckter Lorbeerwald auf Teneriffa mit Bachlauf zwischen Farnen und dichtem Grün in ursprünglicher Natur
Die Lorbeerwälder Teneriffas zählen zu den ältesten Ökosystemen Europas

In Chinamada erwartet dich eines der ungewöhnlichsten Dörfer der Kanaren: Noch heute leben Familien in Höhlenwohnungen, die direkt in den Fels geschlagen wurden. Ein kleines Restaurant im Ort serviert kanarische Hausmannskost mit Blick auf die Steilküste. Wer die TF-12 Route im Anaga-Wald mit dem Mietwagen fährt, passiert Aussichtspunkte, die den Blick über beide Küsten freigeben.

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Die Wanderung von Las Carboneras nach Chinamada eignet sich auch für Familien mit älteren Kindern. Festes Schuhwerk und eine Regenjacke gehören ins Gepäck, denn im Lorbeerwald regnet es häufig, auch bei Sonnenschein an der Küste.

2 Geheimtipps in Teneriffas Süden: Paisaje Lunar und Malpaís de Güímar

Nicht nur im Nordteil der Insel, auch im Süden Teneriffas gibt es diverse Geheimtipps.

Helle Tuffsteinformationen der Mondlandschaft bei Vilaflor auf Teneriffa mit Kiefern und ungewöhnlichen Felsformen
Die Paisaje Lunar zählt zu den weniger bekannten Naturzielen und zeigt durch Erosion geformte Tufflandschaften

Steinkathedralen in der Mondlandschaft

Oberhalb von Vilaflor, dem höchstgelegenen Ort der Kanaren auf 1.400 Metern, beginnt die anspruchsvolle Wanderung zur Paisaje Lunar im Naturpark Corona Forestal. Nach rund 4 bis 5 Stunden erreichst du eine Landschaft aus weißen Bimsstein-Türmen, die über Tausende von Jahren durch Erosion entstanden sind und teilweise wie eine organisch gewachsene Stalagmiten-Kathedrale aussehen. Die Formation erinnert an eine Mondlandschaft und heißt im Spanischen auch genau so: Paisaje Lunar. Ein Kunstwerk der Natur, das aus gutem Grund zu den Geheimtipps Teneriffas zählt.

Verlassene Kirche im Geisterdorf Abades auf Teneriffa mit Ruinen ehemaliger Gebäude und karger Landschaft
Abades ist ein ruhiger Lost Place im Süden Teneriffas und ein spannender Stopp für Spaziergänge abseits der bekannten Routen

An der Ostküste liegt das Malpaís de Güímar, ein vulkanisches Ödland, das in kaum einem Reiseführer auftaucht. Die schwarzen Lavafelder beherbergen endemische Pflanzenarten, darunter den Cardón, ein kakteenartiges Wolfsmilchgewächs, das bis zu 3 Meter hoch wird. Ein gut beschilderter Rundweg führt durch das Naturschutzgebiet. Bei Abades findest du auf einem Hügel außerhalb des Ortes eine Geisterstadt: Das „Sanatorio de Abona“ wurde in den 1940er-Jahren als Leprakolonie erbaut, aber nie fertiggestellt. Später nutzte das Militär das Areal als Ausbildungskulisse für Häuserkampf – heute ist der urbane Lost Place ein fast schon surrealer Teneriffa-Geheimtipp.

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Die Wanderung zum Paisaje Lunar startest du am besten früh morgens. Vilaflor eignet sich als ruhiger Standort für Individualreisende, die den Teide-Nationalpark und den Süden erkunden möchten.

3 Versteckte Strände: Playa El Bollullo und Playa de Rojas

Die bekanntesten Strände Teneriffas liegen im touristischen Süden. Die Schönsten allerdings verstecken sich an der Nordküste. Insbesondere die Playa El Bollullo und die Playa de Rojas lohnen sich für einen Besuch abseits des Trubels.

Schwarzer Sandstrand El Bollullo auf Teneriffa mit markantem Felsen im Meer und Brandung nahe Puerto de la Cruz
El Bollullo zählt zu den ruhigeren Stränden im Norden Teneriffas und ist über einen kurzen Fußweg erreichbar

Die Playa El Bollullo bei Puerto de la Cruz erreichst du über einen steilen Pfad durch Bananenplantagen. Unten angekommen, breitet sich ein schwarzer Vulkansandstrand vor einer hohen Felswand aus. Baden ist hier möglich, aber Achtung: Die Wellen können kräftig sein.

Noch ruhiger ist die Playa de Rojas an der Nordwestküste. Der dunkle Kieselstrand liegt unterhalb einer Steilküste und ist nur über einen schmalen Wanderweg zugänglich. An der Costa de El Sauzal findest du weitere abgelegene Buchten. Der Mirador oberhalb der Playa Las Teresitas bei Santa Cruz bietet einen der besten Aussichtspunkte der Insel – von hier überblickst du den hellen Strand, dessen Sand in den 1970er-Jahren aus der Sahara importiert wurde.

4 Teneriffas Schildkrötenbucht

An der Küste bei El Puertito im Südwesten liegt eine kleine Bucht, in der von Zeit zu Zeit Grüne Meeresschildkröten auftauchen.

Grüne Meeresschildkröte vor Teneriffa schwimmt über vulkanischem Meeresboden zwischen bunten Fischen im klaren Wasser
In Teneriffas sogenannter Schildkrötenbucht beobachtest du mit ewas Glück die Tiere in ihrer natürlichen Umgebung

Teneriffas sogenannte Schildkrötenbucht ist ein ruhiges Gewässer mit klarer Sicht – die Tiere kommen hierher, weil das flache Wasser reich an Seegras ist. Halte ausreichend Abstand zu den geschützten Tieren und verzichte auf das Berühren oder Füttern.

Das Schnorcheln mit den Tieren oder jegliche Interaktion sollte unbedingt unterlassen werden, um ihren Lebensraum nicht zu stören. Wer die Bucht besucht, genießt sie am besten achtsam und respektvoll – als Beobachter, nicht als Teil des Geschehens.

5 Kulinarische Geheimtipps: Guachinches und kanarische Küche

Der vielleicht authentischste Teneriffa-Geheimtipp ist ein Besuch in einem Guachinche. Diese saisonalen Winzerlokale öffnen nach der Weinlese: Die Weinbauer stellen einfache Tische und Stühle in ihre Keller, servieren selbst angebauten Wein und dazu kanarische Hausmannskost. Kulinarische Highlights wie Papas arrugadas mit Mojo Rojo und Mojo Verde, Ziegenkäse vom Grill und Carne Fiesta stehen hier auf der Karte – geschrieben auf Pappschildern oder Wandtafeln.

Typisches Gericht in einem Guachinche auf Teneriffa mit Süßkartoffelsalat, Kräutern und lokalem Wein auf Holztisch
© Bild: Adobe Stock / barmalini
Guachinches sind einfache Lokale auf Teneriffa, in denen hausgemachte kanarische Küche und eigener Wein serviert werden

Guachinches findest du vor allem im Nordteil der Insel in der Region zwischen La Orotava und Tacoronte. Sie haben keine festen Öffnungszeiten und schließen, sobald der Wein aufgebraucht ist. Ein Abendessen zu zweit kostet selten mehr als 25 €. Ein Teneriffa-Geheimtipp ist das Restaurant „La Ola“ in Taganana, das direkt an der Steilküste liegt und fangfrischen Fisch zu fairen Preisen serviert.

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Die meisten Guachinches haben keine Websites oder Online-Reservierungen. Frag in deinem Hotel nach aktuellen Empfehlungen oder halte an der Straße nach handgeschriebenen Schildern Ausschau.

6 Teneriffa-Tipps für Ausflüge: Cueva del Viento und Punta de Teno

Unter der Oberfläche Teneriffas verbirgt sich ein gewaltiges Tunnelsystem: Die Cueva del Viento bei Icod de los Vinos ist mit rund 18 Kilometern Gesamtlänge die längste Lavahöhle Europas. Besucher können etwa 200 Meter des Höhlensystems bei einer geführten Tour besichtigen. Die Temperatur liegt ganzjährig bei rund 12 °C. Eine Vorab-Reservierung über die offizielle Website ist erforderlich.

Leuchtturm Punta de Teno auf Teneriffa auf vulkanischer Landzunge im Atlantik mit Blick auf das offene Meer
Punta de Teno zählt zu den abgelegenen Orten Teneriffas und bietet weite Blicke über Atlantik und Steilküste

Am westlichsten Punkt der Insel steht der Leuchtturm von Punta de Teno. Die Zufahrtsstraße ist für private PKW gesperrt – du erreichst den Leuchtturm per Linienbus ab Buenavista del Norte. Der Aufwand lohnt sich: Von hier aus blickst du auf die Steilklippen von Los Gigantes, die bis zu 600 Meter senkrecht aus dem Meer ragen. An klaren Tagen sind La Gomera und sogar La Palma am Horizont zu erkennen.

7 Sternbeobachtung am Teide: Teneriffas Geheimtipp über den Wolken

Der Teide-Nationalpark liegt auf über 2.000 Metern Höhe, über der Wolkendecke und fernab jeder Lichtverschmutzung. Die Starlight Foundation hat das Gebiet als Starlight-Reservat zertifiziert – weltweit tragen nur wenige Orte diese Auszeichnung. An klaren Nächten sind bis zu 83 der 88 offiziell anerkannten Sternbilder mit bloßem Auge sichtbar.

Roques de García im Teide-Nationalpark bei Nacht mit Sternenhimmel und Blick auf den Vulkan Teide auf Teneriffa
Nachts zeigt sich der Teide-Nationalpark besonders klar – ideal für Sternbeobachtung fernab künstlicher Lichtquellen

Die beste Sternbeobachtung gelingt zwischen November und März, wenn die Nächte lang sind und die Luft besonders klar ist. Am Mirador de las Narices del Teide gibt es Parkplätze und freie Sicht nach Süden. Warme Kleidung ist Pflicht – auch wenn an der Küste 22 °C herrschen, sinken die Temperaturen am Teide nachts auf unter 5 °C. Wer den Gipfel des 3.715 Meter hohen Vulkans besteigen möchte, benötigt eine Genehmigung, die Monate im Voraus ausgebucht sein kann.

Wann sollte ich welche Geheimtipps auf Teneriffa besuchen?

Teneriffa eignet sich ganzjährig als Reiseziel, doch die einzelnen Geheimtipps haben ihre jeweiligen optimalen Zeitfenster für einen Besuch. In den Wintermonaten von November bis März lockt die Sternbeobachtung am Teide mit klaren Nächten. Die Wanderung zum Paisaje Lunar ist in derselben Zeit angenehm, weil die Temperaturen im Süden bei 18 bis 22 °C liegen.

Zwischen Januar und März blühen die Mandelbäume rund um Santiago del Teide, und die Guachinches öffnen nach der Weinernte im Herbst. Die Strände im Norden sind im Sommer am einladendsten, wenn die Wassertemperatur auf bis zu 24 °C steigt. Teneriffas Schildkrötenbucht bei El Puertito besucht man am besten unter der Woche und außerhalb der Ferienzeiten.

Karte mit Geheimtipps auf Teneriffa

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FAQ: Häufige Fragen zu Teneriffa-Geheimtipps

Was sind die Top 10 Geheimtipps auf Teneriffa?

Was sollte man auf Teneriffa unbedingt gesehen haben?

Was sollte man auf Teneriffa vermeiden?

Welche Geheimtipps gibt es für Teneriffa?

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