
Französisch-Polynesien-Urlaub: Kleine Inseln, großer Charakter
Warum solltest du in Französisch-Polynesien Urlaub machen?
118 Inseln verteilen sich auf fünf Inselgruppen. Du kombinierst Lagunen, grüne Vulkanberge und Atolle zu deiner ganz eigenen Route von Insel zu Insel.
Auf Bora Bora stehen Overwater-Bungalows auf Stelzen. Du steigst von der Terrasse aus in die klare Lagune und schnorchelst direkt vor dem Bungalow.
In Rangiroa und Fakarava siehst du beim Tauchen Rochen und bunte Fische, mit etwas Glück Riffhaie. Die Unterwasserwelt der Pässe ist ein Tauchziel der Südsee.
Im Urlaub Französisch-Polynesien mit seinen Inseln erkunden



Tahiti
Auf Tahiti, der größten der Gesellschaftsinseln, verbindest du das Stadtleben von Papeete mit schroffen Vulkanbergen, Regenwald und schwarzen Vulkanstränden. Den Inselalltag erlebst du auf dem Markt von Papeete, zwischen Vanille aus lokalem Anbau und Monoi, einem Duftöl aus Kokosöl und Blüten. Von dort ist das grüne Hochland nicht weit: Im Fautaua-Tal führt ein Weg am Fluss entlang, vorbei an einer alten Kultstätte, zum Wasserfall. Wer mehr Abstand zur Stadt sucht, findet ihn auf dem kleineren, ursprünglicheren Tahiti Iti im Südosten. Weil auch der internationale Flughafen auf Tahiti liegt, eignet sich die Insel als Start- oder Endpunkt deiner Reise durch Französisch-Polynesien.Moorea
Moorea gehört ebenfalls zu den Gesellschaftsinseln und liegt nur 30 Fährminuten von Tahiti entfernt. Eine rund 60 Kilometer lange Küstenstraße umrundet die Insel komplett, dazwischen liegen geschützte Buchten mit flachem Wasser, in denen auch Familien mit kleineren Kindern gut baden. Anders als das lagunenorientierte Bora Bora verbindet Moorea Wasser und Berge. Du paddelst im Kajak, wanderst zu Aussichtspunkten und siehst auf geführten Bootstouren mit etwas Glück Delfine aus sicherer Entfernung.Bora BoraBora Bora gehört ebenfalls zu den Gesellschaftsinseln. Ein Riff schließt die Lagune fast vollständig ein, das Wasser bleibt dadurch flach und ruhig. Deshalb schnorchelst du bei vielen Unterkünften direkt vom Bungalow oder Steg aus, etwa von den für Bora Bora bekannten Overwater-Bungalows auf Stelzen. Wer weiter hinaus möchte, fährt mit einer Lagunentour zu Sandbänken und Schnorchelstellen abseits der Küste. Von Tahiti aus ist Bora Bora in rund 50 Flugminuten erreichbar und passt so gut in eine Route von Insel zu Insel.Rangiroa
Rangiroa gehört zum Tuamotu-Archipel und ist ein weitläufiges Atoll, ein ringförmiges Korallenriff aus rund 240 Motus, kleinen Inseln aus Sand und Korallen. Du fährst mit dem Boot zur Blue Lagoon, einer Lagune in der Lagune, und besuchst an Land das einzige Weingut Französisch-Polynesiens. Bei einer Verkostung probierst du den Vin de Tahiti, dessen Reben direkt auf Korallenboden wachsen. In den beiden Pässen, den Kanälen zwischen Pazifik und Lagune, siehst du beim Tauchen und Schnorcheln mit etwas Glück Delfine, Rochen und Riffhaie. Weil die Strömung teils stark ist, buchst du Ausflüge am besten bei erfahrenen Veranstaltern.Strände für deinen Französisch-Polynesien-Urlaub
Matira Beach auf Bora Bora
Anders als die meisten Resortstrände auf Bora Bora ist der Matira Beach im Süden frei zugänglich. Der Sand ist weiß, das Lagunenwasser fällt flach ab und bleibt ruhig, während Palmen Schatten spenden. Weil der Strand nach Westen ausgerichtet ist, siehst du abends die Sonne direkt über der Lagune untergehen. An kleinen Snackbars gibt es Poisson Cru, rohen Fisch in Limettensaft und Kokosmilch, oder belegte Baguettes. Vom Hauptort Vaitape erreichst du den Strand mit dem Taxi oder dem Roller. Tagsüber ist der Strand gut besucht, am frühen Morgen ist es häufig ruhiger.Temae Beach auf Moorea
Der Temae Beach auf Moorea ist ein leicht erreichbarer, öffentlicher Strand, nur rund 3 Kilometer vom Fährhafen Vaiare entfernt. Das Wasser steigt flach an, Kokospalmen säumen die Lagune, und an wolkenfreien Tagen blickst du auf die Insel Tahiti am Horizont. Direkt vom Ufer aus schnorchelst du an Korallenformationen mit zahlreichen tropischen Fischen. Maske und Schnorchel bringst du am besten selbst mit. Parkplatz, Duschen, Toiletten und ein kleiner Strandfußballplatz gehören zur Grundausstattung.Point Venus auf Tahiti
Nur rund 10 Kilometer von Papeete entfernt liegt der schwarze Vulkanstrand von Point Venus. Das vorgelagerte Riff schützt die Matavai Bay vor der offenen See, das Badewasser ist daher vergleichsweise ruhig, und unter hohen Bäumen findest du Schatten für eine Pause. Danach lohnt sich ein kurzer Spaziergang über die Landspitze zum rund 33 Meter hohen Leuchtturm, der 1868 in Betrieb ging und den du von außen besichtigst. Seinen Namen verdankt der Ort dem britischen Seefahrer James Cook, der hier 1769 den Durchgang des Planeten Venus vor der Sonne beobachtete. Vor Ort gibt es zudem Toiletten und einen kleinen Kiosk.PK 9 auf Fakarava
Der PK 9 liegt am neunten Kilometerpunkt der Straße von Rotoava im Norden Fakaravas. Dort zieht sich ein heller Sandstrand weitgehend unbebaut an der Küste entlang, und nicht weit vom Ufer schnorchelst du zwischen Korallen. Weil es in der Nähe weder Restaurants noch Cafés gibt, bringst du Verpflegung, Wasser sowie Sonnen- und Mückenschutz selbst mit. Auch die Anfahrt verlangt etwas Planung, denn sie führt größtenteils über eine unbefestigte Piste. Da auf dem Rückweg häufig Gegenwind herrscht, planst du mit dem Fahrrad mehr Zeit ein. Wer deshalb gegen 16 Uhr aufbricht, erlebt den Rückweg häufig bei Sonnenuntergang.


Sehenswürdigkeiten im Französisch-Polynesien-Urlaub
Mount Otemanu auf Bora Bora
Der 727 Meter hohe Mount Otemanu ist der höchste Gipfel Bora Boras und der Rest eines erloschenen Vulkans. Wanderungen führen zu Aussichtspunkten mit Blick auf die Hauptinsel und die Lagune, anspruchsvolle Touren am Berg unternimmst du am besten nur mit einem erfahrenen Guide. Aus der Nähe erlebst du den Berg auch ohne Klettern auf einer Geländewagentour durchs Inselinnere. Sie führt außerdem zu Kanonen, die an Bora Boras Zeit als US-Versorgungsstützpunkt von 1942 bis 1946 erinnern. Bei einem Helikopterflug blickst du aus der Luft auf den Mount Otemanu und die Lagune.Belvédère d'Opunohu auf Moorea
Vom Aussichtspunkt Belvédère d'Opunohu blickst du auf zwei Buchten, einen Vulkankrater und die Berge Mooreas. Er liegt auf 240 Metern Höhe am Rand dieses Kraters im Inselinneren. Die Straße dorthin führt von der Küste durch das Opunohu-Tal im Inneren des Kraters, vorbei an Ananasplantagen und Marae – steinernen Kultstätten der Polynesier. Danach steigt sie steil zum Kraterrand an. Oben überblickst du das Tal sowie die Opunohu Bay und die Cook's Bay, zwischen denen der 899 Meter hohe Mount Rotui aufragt.Marae Taputapuatea auf Raiatea
Seit 2017 zählt der Marae-Komplex Taputapuatea auf Raiatea zum UNESCO-Welterbe. Einst war er ein politisches, zeremonielles und religiöses Zentrum Polynesiens. Gepflasterte Höfe und Steinplattformen liegen direkt an der Lagune, mit Blick auf eine Öffnung im Riff, durch die früher Seereisende anreisten. Informationstafeln ordnen die Anlage ein, die du allein oder mit Guide besichtigst. Ein Pfad auf der gegenüberliegenden Straßenseite führt zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf Anlage, Lagune und die Inseln Huahine und Tahaa.Faarumai-Wasserfälle auf Tahiti
Die Faarumai-Wasserfälle bestehen aus drei Fällen in einem Tal. Der erste, der Vaimahuta-Wasserfall, stürzt rund 80 Meter über eine hufeisenförmige Basaltwand in ein von tropischem Wald umgebenes Becken. Nach starkem Regen führt er deutlich mehr Wasser über zusätzliche Kaskaden. Rund 20 bis 30 Gehminuten weiter im Tal folgen die beiden Haamaremare-Fälle Rahi und Iti, tahitianisch für groß und klein. Haamaremare Rahi ist mit 100 Metern der höchste der drei Fälle, Haamaremare Iti misst 40 Meter. Baden in den Becken ist aus Sicherheitsgründen nicht erlaubt. Durch die Lage an der Ostküste passt der Besuch gut in eine Inselrundfahrt.


DERTOUR Experten-Tipp
„Wer nach den Gesellschaftsinseln ein ruhiges Atoll zum Tauchen in Französisch-Polynesien sucht, für den empfehle ich Fakarava. Es ist per Inlandsflug ab Tahiti erreichbar, dünn besiedelt und gehört mit sechs weiteren Atollen zu einem UNESCO-Biosphärenreservat. Beim Tauchen erkundest du die beiden Pässe und siehst mit etwas Glück eine Wand aus Haien aus sicherer Entfernung. Der Garuae-Pass im Norden hat starke Strömungen und verlangt Taucherfahrung, der Tumakohua-Pass im Süden gilt auch für weniger erfahrene Taucher als geeignet. In beiden Pässen tauchst du am besten mit Guide. Für mich ist Fakarava deshalb die ideale Ergänzung zu einer Reise über die Gesellschaftsinseln.“
Veröffentlicht von Matthias E.
Polynesien-Urlaub für deinen Reisetyp
Familien
An geschützten Lagunenstränden in Französisch-Polynesien finden Familien häufig flache Badebereiche. Jüngere Kinder planschen in Ufernähe, ältere Kinder und Jugendliche schnorcheln gleich davor. Je nach Anbieter nehmen ältere Kinder auf Moorea auch an begleiteten Einführungstauchgängen in der geschützten Lagune teil. Von einer Unterkunft direkt am Strand starten Badetage und Ausflüge ohne lange Wege. 👉 Strandhotels in Französisch-PolynesienPaare
Für Zeit zu zweit ist Bora Bora eine bekannte Adresse in Französisch-Polynesien. Overwater-Bungalows stehen hier auf Stelzen über der Lagune, du steigst von der eigenen Terrasse ins Wasser. Bei manchen Resorts bringt dir ein Kanu das Frühstück direkt an den Bungalow, und abends siehst du am Matira Beach die Sonne über der Lagune untergehen. Wer sich diesen besonderen Rahmen für die Zweisamkeit gönnen möchte, findet ihn vor allem in gehobenen Resorts. 👉 Luxushotels in Französisch-PolynesienAktive
Aktive finden auf Moorea Wasser und Berge an einem Ort. Viele Tauchplätze liegen in der geschützten Lagune, an Spots wie Tiki begegnest du mit etwas Glück Haien, Rochen und Schildkröten. An Land führen Wanderwege zu Aussichtspunkten wie dem Belvédère d'Opunohu. Von einer Unterkunft an der rund 60 Kilometer langen Küstenstraße erreichst du die Ausgangspunkte gut. 👉 Hotels auf MooreaEntdecker
Wer Französisch-Polynesien abseits der Lagunenresorts erleben möchte, ist auf Tahiti, vor allem in Papeete, richtig. Museen und das meist im Juli stattfindende Heiva-Fest erreichst du vom Stadtzentrum aus auf kurzen Wegen. Eine Unterkunft nah am Stadtzentrum ist deshalb der beste Ausgangspunkt, auch für Ausflüge über die Insel. 👉 Hotels auf TahitiDie beste Reisezeit für Urlaub in Französisch-Polynesien
Das Klima für deinen Urlaub in Französisch-Polynesien
- Auf Tahiti ist die Zeit von Mai bis Oktober im langjährigen Mittel trockener und weniger feucht als die warme Saison, bei Tageshöchstwerten von 29 bis 31 °C.
- Die Wassertemperatur liegt ganzjährig zwischen 26 und 29 °C und ermöglicht Baden sowie Tauchen zu jeder Jahreszeit.
- Zwischen November und April bleibt die Luftfeuchtigkeit mit durchschnittlich rund 75 bis 80 Prozent hoch. Kurze tropische Schauer wechseln sich dabei häufig mit sonnigen Abschnitten ab.
| Januar | Februar | März | April | Mai | Juni | Juli | August | September | Oktober | November | Dezember | |
| Max. Temperatur | 31 °C | 31 °C | 31 °C | 31 °C | 31 °C | 30 °C | 30 °C | 29 °C | 29 °C | 30 °C | 30 °C | 30 °C |
| Min. Temperatur | 24 °C | 24 °C | 24 °C | 24 °C | 23 °C | 22 °C | 21 °C | 21 °C | 22 °C | 23 °C | 23 °C | 24 °C |
| Sonnenstunden | 7 | 7 | 8 | 8 | 7 | 7 | 8 | 7 | 7 | 7 | 8 | 7 |
| Wassertemperatur | 28 °C | 28 °C | 29 °C | 28 °C | 28 °C | 28 °C | 27 °C | 26 °C | 26 °C | 26 °C | 27 °C | 28 °C |
| Regentage | 13 | 12 | 10 | 9 | 8 | 6 | 6 | 6 | 5 | 8 | 9 | 13 |
Hinweis: Klimawerte für Tahiti (Gesellschaftsinseln)












