Djerba - Eine charmante Insel mit Karibikflair

Ein Bericht aus dem Alltag einer Reiseleitung unserer Community

Im April 2014 ging die Reise für mich los, erstmal aber in die Türkei. Dort findet jedes Jahr vor Beginn der Sommersaison ein "Einführungsseminar" statt, bei dem alle neuen Reiseleiter/-innen mit ihren Aufgaben vertraut gemacht werden. Am Ende des Seminars kam dann die Stunde der Wahrheit: Wer arbeitet in Zukunft wo? Ihr könnt euch vorstellen, dass wir alle super aufgeregt und gespannt waren!

Meine neue Heimat und mein neuer Arbeitsplatz hieß dann ab Mai 2014 wunschgemäß: DJERBA! :-)

Unser kleines eingespieltes Team hier auf Djerba besteht aus drei Reiseleiter/-innen und mir im Büro (ich bin seit März 2016 im Büro, vorher war ich auch als Reiseleitung in den Hotels unterwegs). Wir arbeiten mit einer Agentur namens „Destination Touristic Services“ zusammen, ein Unternehmen der DER Touristik, welche ihren Verwaltungssitz auf Mallorca hat.

Nun fragt ihr euch vielleicht, was wir hier den ganzen Tag über so machen?! Jeder Reiseleiter hört ständig folgenden Satz: "Mensch, Ihr Job ist ja wirklich toll. Sie haben das ganze Jahr über Sonne, Strand und Meer! Sie leben und arbeiten dort, wo andere Urlaub machen. Was für ein Traum!"

Im Prinzip kann ich diese Aussage sogar fast unterschreiben - Ich liebe meinen Job, weil er eben nicht "normal" ist. Jeder Tag ist aber anders und es kommen immer neue Situationen auf einen zu. Was ich hier schon alles für Geschichten erlebt habe…Aber dazu später mehr ;-)

Hier im Büro bin ich hauptsächlich dafür zuständig, das der ganze „Papierkram“ erledigt wird. Das heißt ganz grob: Ich kümmere mich um die Buchhaltung und alles, was sonst so von den Reiseleitern oder Gästen an mich herangetragen wird (Flugumbuchungen, Hotelverlängerungen, Nachbearbeitung von Reklamationen, Transfers usw. usw.). Natürlich bin ich auch manchmal selbst in den Hotels unterwegs und spreche mit den Hoteliers oder mache mir einfach ein Bild vom Zustand der Hotels.

Meine Kolleg/-innen in den Hotels sind für die direkte Betreuung unserer Gäste zuständig. Das heißt also ab Ankunft am Flughafen bis zur Abreise. Oft herrscht Verwirrung darüber, was eine Reiseleitung genau macht. Viele denken, dass über die Reiseleitung nur Ausflüge gebucht werden können. Falsch! Das ist leider ein gängiges Klischee, mit dem ich gerne aufräumen möchte :-)

Wir stehen euch bei allen Anliegen mit Rat und Tat zur Seite, denn wir wollen, dass ihr einen unvergesslichen Urlaub auf Djerba verbringt!

Wir sind eure Ansprechpartner, egal um was es geht:
Ihr möchtet Informationen zu Djerba oder zum Hotel?
Ihr möchtet etwas loben oder kritisieren?
Ihr habt irgendwelche anderen Sorgen oder Probleme und braucht unsere Hilfe (Krankheit etc.)?
Ihr möchtet euren Urlaub verlängern/verkürzen oder z.B. den Flug umbuchen?
Ihr möchtet Empfehlungen für z.B. einheimische Restaurants oder Ausgehmöglichkeiten?
Ihr möchtet Insidertipps?
Ihr wollt einfach mal ein kleines Pläuschchen halten?

Die Insel Djerba zählt mit ihrer Größe von ca. 514 km² zwar wohl eher zu den kleineren Inseln der Welt, trotzdem ist sie aber die größte und wohl auch schönste Insel Nordafrikas! Die Redewendung "klein aber oho" trifft hier also vollkommen zu.

Zu unserem Zielgebiet gehört aber nicht nur die Insel Djerba als solche, sondern auch die Oase Zarzis. "Zarzis" ist ein kleiner Ort auf dem tunesischen Festland (ca. 50km südöstlich von Djerba). Die Hotelzone wurde inmitten einer Palmenoase errichtet, daher eben auch der Name. Insgesamt ist Zarzis als Urlaubsziel eher etwas für Ruhesuchende und für diejenigen, die während des Urlaubs gerne auch mal nur im Hotel bleiben wollen, da es leider rund um die Hotelzone nicht viel zu sehen gibt außer das Ortszentrum mit den wöchentlichen Märkten und ein paar kleine Einkaufsmöglichkeiten/Cafés. Oder man fährt mal eben nach Djerba rüber... Aber aufgepasst: Wenn ihr von Zarzis nach Djerba wollt oder auch umgekehrt, dann geht dies nicht mit einem normalen Taxi.

Die Taxis auf Djerba dürfen die Insel nicht verlassen und andersherum dürfen Taxis vom Festland nicht einfach auf die Insel fahren. Für die Strecke gibt es sogenannte "Louages" (Sammeltaxis). Die fahren aber auch erst, wenn alle Plätze besetzt sind. Wenn ihr ohnehin gerne mobil seid, dann gibt es auch noch die Möglichkeit sich einen Mietwagen zu besorgen (z.B. über eure Reiseleitung, für einen Tag zahlt ihr umgerechnet ca. 40€). Eine weitere Fortbewegungsmethode wäre sonst noch der Bus - Hierfür müsst ihr aber ein bisschen Geduld und Abenteuerlust mitbringen.

Djerba ist über drei Wege mit dem Festland verbunden:

Flughafen: Ja wir haben sogar einen eigenen Flughafen auf der Insel :-) Da die Insel nicht unbedingt riesig ist, kann der Transfer zum Hotel (je nach Lage des Hotels natürlich) dann auch mal nur 20 Minuten dauern. Die Gäste, die nach Zarzis müssen, überqueren unsere zweite Verbindung zum Festland (siehe unten) und brauchen dementsprechend auch länger (so um die 1,5 Stunden je nach Lage des Hotels...)

Römerdamm: Der Römerdamm oder auf arabisch "El Kantara" ist eine ca. 7 km lange Straße mitten durchs Meer. Sie wurde vor ewiger Zeit mal von den Römern mühevoll gebaut. Über diese Straße wird unsere Insel mit Strom und Wasser versorgt und auch die wichtigsten Dinge wie z.B. Lebensmittel gelangen über diesen Weg zu uns. Gut also, dass die Römer früher so eine tolle Idee hatten, sonst säßen wir hier auf dem Trockenen und im Dunkeln.

Fähre: Im kleinen Örtchen Ajim (auf Djerba) gibt es einen Fährhafen, an dem täglich regelmäßig Autofähren nach Jorf (Fährstation auf dem Festland) verkehren. Die Strecke ist nur ungefähr 3 km lang und die Fähre ist natürlich auch keine riesengroße! Als ich einmal mit der Fähre gefahren bin habe ich sogar während der Überfahrt eine ganze Horde von Delfinen im Meer beobachten können! Man muss nur etwas Glück haben :-)

Touristische Zone auf Djerba

Könnt ihr euch vorstellen, dass es auf Djerba ca. 150 Hotels gibt?! Kaum zu glauben oder? Nicht alles davon sind aber große Anlagen und teilweise liegen sie auch versteckt im Inselinneren. Die "Zone Touristique", also die Hotelzone liegt an den Stränden im Nordosten bzw. Südosten der Insel. Es gibt hier Hotels in allen Sternekategorien und ich würde behaupten, dass jeder hier fündig wird. Die meisten Hotels sind direkt am Strand, es gibt aber auch welche, die in zweiter Reihe liegen. Ihr werdet hier keine riesengroßen "Hotelbunker" finden (so nenne ich immer die Hotels mit zigtausenden Stockwerken...), die Anlagen sind immer weitläufig und nicht hoch gebaut (es gibt hier kein einziges Hotel, welches mehr als 3 oder 4 Stockwerke hat). Und das ist auch gut so! Viele Hotels haben hier neben einem Hauptgebäude noch viele Bungalows mit Zimmern. Diese Bauweise versprüht eine viel entspanntere Atmosphäre und auch wenn ein Hotel mal voll ist, können die Gäste sich doch viel besser verteilen!

Raus aus dem Hotel

Wenn ihr mal aus dem Hotel raus wollt ist das auch gar kein Problem. Entweder macht ihr euch zu Fuß auf den Weg zu einem der zahlreich vorhandenen "Shopping Centern" (so heißen hier die typischen Souvenirgeschäfte, in denen ihr zu festen Preisen einkaufen könnt) oder setzt euch gemütlich in ein maurisches Cafè.

Oder ihr schnappt euch an der Straße vor eurem Hotel einfach ein knallgelbes Inseltaxi (super günstig, für z.B. 5 km zahlt ihr gerade mal umgerechnet um die 2 Euro pro Taxi) und fahrt z.B. nach Midoun (zweitgrößter Ort der Insel). In Midoun gibt es neben den ganzen Shoppingcentern, Cafés und Restaurants auch noch viele kleine Basare. Achtung! Basare sind hier keine Märkte sondern kleine Souvenirgeschäfte, in denen ihr unbedingt ordentlich mit den Preisen handeln müsst!

Maurischer Kaffee und Mandeln
Maurischer Kaffee und Mandeln

Zweimal in der Woche (Donnerstag nachmittags und Freitag vormittags) findet in Midoun ein großer Markt statt. Im Prinzip kann man fast sagen, dass es mehrere unterschiedliche Märkte sind: Obst- und Gemüse, Trödel (gebrauchte Waren, eher für die Einheimischen), Souvenirs (Keramik, Tücher, Kleidung,...), Haushaltswaren (Töpfe usw., auch wieder eher was für die Einheimischen). All diese verschiedenen Märkte gehen fließend ineinander über und sind wirklich eine Tour wert.

Solltet ihr mal Lust haben, euch einen Tiermarkt anzugucken, dann geht freitags morgens früh nach Midoun (euer Taxifahrer wird euch dort hinbringen oder ihr fragt euch durch...). Bis ca. 9 Uhr könnt ihr dann den Einheimischen beim verhandeln und feilschen zuschauen/zuhören oder einfach nur einige Tiere angucken (Pferde, Schafe, Kühe, Ziegen, manchmal sogar auch Kamele). Ist einfach mal was anderes ;-)

Ihr braucht auch überhaupt keine Sorge haben, dass ihr überall von allen Seiten von Verkäufern belagert werdet... Naja, belagert vielleicht teilweise schon, aber die Verkäufer sind zu 99% nicht extrem aufdringlich oder halten einen fest oder was man sonst so für Horrorgeschichten hört. Ein einfaches und freundliches "NEIN, kenne ich schon/habe ich schon/ich war schon ganz oft hier" reicht meistens aus, um diese Leute relativ schnell wieder loszuwerden.

Unsere Insel hat auch noch eine "Hauptstadt", die heißt Houmt Souk (grob übersetzt heißt das "großer Markt"). Das Gewusel ist hier im Gegensatz zu Midoun noch größer.

Houmt Souk besticht durch seine traditionelle Medina (Altstadt), die mit ihren kleinen verwinkelten Gässchen wirklich zum gemütlichen Bummel einläd. Falls ihr schonmal in Tunesien wart und auch eine Medina besichtigt habt (z.B. in Tunis), werdet ihr merken, dass die Altstadt in Houmt Souk nochmal einen ganz anderen Charme ausstrahlt. In den vielen kleinen Gassen sind unzählige Basargeschäfte zu finden und es gibt kleine Plätze (kann man sich vorstellen wie kleine Innenhöfe) zwischendurch, auf denen man z.B. einen "thè à la menthe" (typisch tunesischer Tee mit frischen Minzblättern) genießen kann. Ich kann euch versichern: Eine halbe Stunde dort zu sitzen und einfach mal das bunte Treiben drumherum auf sich wirken zu lassen ist interessanter als TV zu schauen ;-) Also wozu nur im Hotel sitzen?! Ebenso wie in Midoun gibt es auch in Houmt Souk Markttage (z.B. sonntags nachmittags). Wenn ihr mich fragt, würde ich euch aber eher die Märkte in Midoun empfehlen, die sind übersichtlicher (Was nicht heißt, dass es dort weniger zu sehen gibt, sondern dass man sich einfach besser zurecht findet!). Also meine Empfehlung für euch: Houmt Souk auf jeden Fall für die Altstadt und z.B. auch für eine kleine Teepause im Hafen besuchen und Midoun dann für die Märkte!

Kamele am Strand sind hier nichts ungewöhnliches
Kamele am Strand sind hier nichts ungewöhnliches

Traumstrände

Djerba wird hier nicht umsonst auch "L'île de sable d'or" also grob übersetzt "Insel des goldenen Sandes" genannt. Die Insel bietet euch ewig lange Sandstrände, die teilweise wirklich an die Karibik erinnern.

Da alle Strände Staatseigentum sind könnt ihr überall spazieren gehen, ohne dass euch jemand am Weitergehen hindert. Für einen Strandurlaub ist Djerba also super geeignet (günstiger und näher dran als die Karibik außerdem auch noch...). Außerdem sind die Sonnenuntergänge wirklich romantisch. Ein paar Tiere geben den Stränden auf Djerba ihren ganz eigenen Charakter: Kamele und Pferde. Ich muss ganz ehrlich sagen: Wenn die Pferde und Kamele am Strand nicht wären, dann würde etwas fehlen. Sie gehören einfach zu Djerba dazu! Klar kann ich auch verstehen, wenn sich einige Leute von diesen Tieren gestört fühlen, aber sind wir doch mal ehrlich - ich würde behaupten, dass fast jeder von genau diesen Menschen trotzdem schonmal auf einem Kamel ein Foto gemacht hat oder am Strand auf einem Pferd entlanggeritten ist...

Ausflugsmöglichkeiten

Guellala

Guellala ist ein kleiner Ort im Süden der Insel, der auch "Töpferdorf" genannt wird. Neben z.B. Nabeul ist dieser Ort einer der Bekanntesten für Töpferei. Wenn ihr durch Guellala fahrt, dann werdet ihr sehen, was ich meine: Überall findet ihr Töpferkunst, ob es Häuserfassaden sind oder zwischendurch an den Straßen irgendwelche Gefäße - ohne Ton geht hier nichts!

In Guellala gibt es ein mal etwas anderes Museum. Dort werden in verschiedenen "Schaufenstern" Puppen ausgestellt, die unterschiedliche Situationen zeigen. Klingt jetzt erstmal total kitschig - ist es irgendwie auch- aber wirklich interessant! Insgesamt geht es darum, den Besuchern Traditionen zu veranschaulichen. Der Schwerpunkt wird hier auf das Thema "Hochzeit" gesetzt. Hochzeiten sind in Tunesien sehr aufwendig vorbereitet und das eigentliche Fest dauert mehrere Tage. An den verschiedenen Stationen werden die verschiedenen Bräuche und Traditionen einer Hochzeit dargestellt und dazu gibt es immer eine Erklärung in Textform, damit ihr wisst, was ihr euch da gerade anschaut.

Traditionen in Guellala
Traditionen in Guellala
Tonkunst auf Djerba
Tonkunst auf Djerba

Außerdem könnt ihr in diesem Museum auch sehen, wie unterirdisch Olivenöl gepresst wird oder wie Teppiche gewebt werden. Es gibt ein Atelier, in dem ihr euren Namen als Kalligrafie schreiben lassen könnt (arabische Zierschrift) - tolles Souvenir für zu Hause! - und noch einiges mehr.

Und wisst ihr was? Es liegt auf dem höchsten Fleckchen Erde, das Djerba zu bieten hat: ca. 57m über dem Meeresspiegel. Eine wunderschöne Kulisse um Fotos zu schießen, ihr habt einen traumhaften Ausblick über die Bucht von Guellala! Nach einem Museumsbesuch könntet ihr dann in eine Töpferei gehen und euch ansehen, wie Töpferwaren hergestellt werden.

Es gibt verschiedene Arten von Keramik zu bestaunen und euch wird mit Sicherheit auch ein sogenanntes "Zauberkamel" vorgestellt! Was das ist, müsst ihr allerdings selbst herausfinden, das wird hier nicht verraten ;-)

Menix und "La Ghriba"

Meninx ist nicht nur der Name eines Hotels hier auf Djerba... Unweit vom Römerdamm liegt eine archäologische Stätte. An genau dieser Stelle lag früher die Stadt "Meninx", welche in der römischen Zeit als Hauptstadt der Insel galt. Mittlerweile ist leider nicht mehr viel davon übrig, mit ein bisschen Phantasie lassen sich die Umrisse der Bauten aber noch nachvollziehen. Einige "Andeutungen" sind aber auch heute noch zu sehen.

La Ghriba: So nennt sich eine der wohl bekanntesten Synagogen der Welt, die jedes Jahr im Mai zahlreiche Pilger nach Djerba zieht. Das Besondere: Hier soll die älteste Tora der Welt ausliegen. Die Synagoge ist auch für Touristen zugänglich (außer an jüdischen Feiertagen) und definitiv einen Besuch wert. Schon am Eingang verspürt man eine ganz besondere Atmosphäre.

Ausgrabungsstätte Meninx
Ausgrabungsstätte Meninx
Künsterviertel Djerba Hood
Künsterviertel Djerba Hood

Djerba Hood

Djerba Hood ist ein "Künstlerdorf" in dem Örtchen Erriadh und sozusagen ein "Open Air Museum". Hunderte Künstler aus mehr als 30 verschiedenen Nationen haben ihrer Kreativität an den Wänden und Fassaden vieler Häuser freien Lauf gelassen. Und das Ergebnis ist schlichtweg eindrucksvoll! Macht einfach mal einen Spaziergang durch die kleinen charmanten Gassen und ihr werdet schnell merken, was ich meine! In jedem Winkel gibt es wieder neue Kunstwerke zu sehen und dazu findet ihr überall die schönen Bougainville Pflanzen und typisch djerbische Elemente wie z.B kunstvoll gestaltete Türen.

Neuerdings gibt es sogar die Möglichkeit, dieses tolle Künstlerdorf mit dem Segway zu besichtigen, anstatt zu Fuß durch die Gassen zu laufen.

Sicherheit vor Ort (Djerba/Zarzis)

Ich persönliche fühle mich hier auf Djerba und auch in der Hotelzone in Zarzis zu 100% sicher. Das ist natürlich nur meine eigene Einschätzung und eine Sicherheitsgarantie werde ich hier auch nicht geben! Überall in den Hotelzonen sieht man Polizisten (damit meine ich jetzt keine Hundertschaften sondern eine angemessene, nicht störende Anzahl). Sie stehen für Verkehrskontrollen an den Kreisverkehren, teilweise fahren sie mit Quads am Strand entlang. Auch Polizisten auf Pferden habe ich schon am Strand patroullieren sehen. Allgemein wurde die Anzahl an Polizeikräften, im Gegensatz zu vor den Anschlägen auf dem Festland, stark erhöht. Teilweise fahren auch Militärfahrzeuge durch die Straßen.

Das klingt jetzt alles nach einer totalen Überwachung und man könnte denken, dass es nichts anderes mehr zu sehen gibt, als Polizei und Militär - dem ist aber nicht so. Es ist keineswegs störend, man fühlt sich einfach nur sicherer. Ihr werdet nicht auf jedem Meter mit der Polizei konfrontiert - also keine Panik :-)

Auch die Hotels haben aufgerüstet: An den Hoteleingängen wird stärker kontrolliert, es gibt sogar in manchen Hotels speziell ausgebildete Wachhunde, die den Security Mitarbeiter unterstützen und spezielle Ausrüstung wie Unterbodenspiegel für Autos oder Metalldetektoren.

Personen ohne Hotelreservierung werden nur mit Genehmigung von der Direktion hereingelassen. Die Hotels haben außerdem mehr Überwachungskameras installiert und mehr Security Personal eingestellt. An jedem Hotelstrandabschnitt gibt es zusätzliche Security Mitarbeiter und teilweise campiert auch Polizei dort (aber auch wieder unauffällig).

Soviel also zum Thema Sicherheitsmaßnahmen seitens Regierung/Hotels.

Wir von DER Touristik haben uns hier in Tunesien auch eine Kleinigkeit einfallen lassen, um im Notfall schneller unsere Gäste kontaktieren zu können: Wir haben eine Telefonkontaktliste erstellt. Jeder Gast erhält also bei Ankunft einen Zettel, auf dem er/sie (natürlich vollkommen freiwillig!) seine Kontaktdaten wie private Handynummer etc. angeben kann. Nach der Abreise werden die angegebenen Daten vernichtet. Diese Zettel werden hier bei mir im Büro gesammelt und ermöglichen uns so eine noch schnellere Kommunikation mit euch.

In den Informationsmappen von DER Touristik, die in den Hotels ausliegen, findet ihr außerdem immer den aktuellsten Reise- und Sicherheitshinweis vom Auswärtigen Amt.

Tunesien tut wirklich einiges, um den Touristen zu zeigen, dass das Land sich in Sachen Sicherheit wirklich verbessert hat!

Allgemeine Informationen

Währung: In Tunesien haben wir keinen Euro sondern tunesische Dinar. Ein Dinar ist in 1.000 Millimes unterteilt. Die höchste Banknote ist ein 50 Dinar Schein. Der Wechselkurs ist ca. 2,45. Tunesische Dinar dürfen weder ein- noch ausgeführt werden. Ihr könnt an eurer Hotelrezeption, bei den Banken oder am Flughafen Geld tauschen. Auch am Geldautomaten könnt ihr mit den gängigen Kreditkarten Geld abheben. Wichtig ist: Lasst euch beim Geldwechsel immer eine Quittung mit eurem Namen ausstellen, denn wenn ihr am Urlaubsende noch Geld übrig habt und es zurücktauscht (der Rücktausch kann nur am Flughafen erfolgen und ihr macht leider auch ein bisschen Verlust dabei...), dann müsst ihr die Quittung vorzeigen.

Augen auf beim Souvenirkauf: Aus Tunesien kann man sicherlich einiges an Souvenirs mitbringen. Gerade Teppiche oder Keramik, genauso aber Lederwaren oder Gold/Silber sind sehr beliebt. Gerade bei Teppichen und Gold/Silber solltet ihr darauf achten, in seriöse Geschäfte zu gehen. Beim Schmuckkauf würde ich generell immer eher die kleinen unscheinbaren Schmuckgeschäfte auswählen. Wenn ihr euch mal nicht sicher seid, dann sprecht ruhig mal eure Reiseleitung an, denn auch bei sowas können wir weiterhelfen!

Handeln macht Spaß! - Das Handeln gehört neben dem Fußball zu den beliebtesten "Sportarten" bei uns! Lasst euch ruhig auch mal darauf ein. Hier ein Tipp: Bevor ihr in Basargeschäften oder auf dem Markt handelt, geht mal in ein Shoppingcenter (feste Preise) und orientiert euch ein wenig an den dortigen Preisen. Sollte der Verkäufer hartnäckig bleiben und euch mit dem Preis nicht entgegenkommen, dann steht einfach mal auf und tut so, als würdet ihr den Laden verlassen. Auch der hartnäckigste Verkäufer macht dann meistens plötzlich "nur für euch" einen "Freundschaftspreis". Und lasst euch nicht auf Sprüche wie "Ich habe eine so große Familie und brauche das Geld" usw. ein. Denkt außerdem daran: Keiner zwingt euch irgendetwas zu kaufen, wenn euch der Preis nicht passt, dann geht ihr einfach woanders gucken - Möglichkeiten gibt es hier definitiv mehr als genug :-)

Meine persönlichen Empfehlungen - Top 5

1. Einheimische Küche ausprobieren

Auch wenn ihr All Inclusive gebucht habt lohnt es sich, mal außerhalb des Hotels zu essen. Es gibt überall kleine Restaurants, in denen ihr leckeren Couscous (Nationalgericht) oder auch Brick (frittierte Teigtasche, gefüllt mit Kartoffelbrei,Petersilie,Ei, Kapern und z.B. Thunfisch) bekommt. Darüber hinaus haben wir auch größere Restaurants zu bieten, das Restaurant "Haroun" ist zum Beispiel sehr empfehlenswert: direkt am Hafen in Houmt Souk mit wunderschönem Blick aufs Meer und leckerem Essen. Hier solltet ihr auf jeden Fall Fisch essen!

2. Quadtour in Ajim am Nachmittag

Bei diesem Ausflug erkundet ihr den Norden der Insel mit dem Quad (ca. 2,5-3 Stunden) . Ihr schaut euch zum Beispiel eine unterirdische Moschee an und das Highlight: den Sonnenuntergang vom besten Punkt der Insel genießen.

3. Bummel durch die Altstadt in Houmt Souk

Schlendert gemütlich durch die kleinen Gässchen und genießt einen Tee mit Mandeln oder mit Minze in einem der schönen Cafés.

4. Djerba Hood

Hierzu muss ich nicht mehr viel sagen. Und wisst ihr was? Neuerdings gibt es sogar die Möglichkeit, dieses tolle Künstlerdorf mit dem Segway zu besichtigen, anstatt zu Fuß durch die Gassen zu laufen.

5. Obst und Gemüse Markt besuchen

Auch selbsterklärend :-) Besonders lecker sind tunesische Tomaten. Die muss ich auch immer meiner Familie mitbringen, wenn ich Urlaub in Deutschland mache (Ja, "Urlaub" in Deutschland klingt komisch, oder?!) Je nachdem zu welcher Jahreszeit ihr kommt, könnt ihr auf dem Markt saisonales Obst und Gemüse kaufen. Momentan ist z.B. noch Melonenzeit (Wassermelonen in allen Größen und Formen, Honigmelone usw.). Ihr werdet euch über die Preise wundern, denn im Vergleich zu Europa ist hier alles um Längen günstiger. Ein Kilo Wassermelone kostet z.B. ungefähr 600 Milliimes (das entspricht gerade einmal um die 20 Cent...)

Entdecken Sie Djerba

DERTOUR Services

DERTOUR Newsletter

Angebote, Tipps & Inspirationen für Ihre nächste Reise erhalten!

Haben Sie Fragen?

Unser DERTOUR Service Team hilft Ihnen jederzeit bei Ihrer Reisebuchung oder bei Fragen rund um Ihre über die Website oder telefonisch getätigte Buchung.


Zur Kontaktinformationsseite


Sind Sie sich nicht sicher, ob Sie Ihre Reise mit DERTOUR über ein Reisebüro oder weitere Online-Anbieter gebucht haben?


Dann erhalten Sie hier mehr Informationen dazu