
Schönste Weihnachtsmärkte in Europa – 12 Städte voller Lebkuchen und Lichterglanz
Vom Nürnberger Christkindlesmarkt bis zur katalanischen Fira de Santa Llúcia
Ab Ende November bis kurz vor Weihnachten duftet es auf Europas Plätzen nach Zimt, gebrannten Mandeln und heißem Punsch. Die für uns schönsten Weihnachtsmärkte Europas liegen in zwölf Städten, die sich in der Adventszeit von ihrer festlichsten Seite zeigen – von Nürnbergs Christkindlesmarkt über Prags gotischen Altstädter Ring bis hin zu Zagrebs beleuchteten Tunneln. Jeder dieser Märkte hat seinen eigenen Charakter, seine eigene Küche und mindestens einen Weihnachtsmarkt-Geheimtipp, den die meisten Reisenden übersehen. Plane deine Adventsreise jetzt mit DERTOUR und erlebe unsere Auswahl der schönsten Weihnachtsmärkte in Europa in wertfreier Reihenfolge.
Nürnberg: Der Christkindlesmarkt auf dem Hauptmarkt
Der Nürnberger Weihnachtsmarkt zählt zu den ältesten und berühmtesten Adventsmärkten der Welt. Er findet jährlich auf dem Hauptmarkt in der Altstadt statt, direkt vor der spätgotischen Frauenkirche aus dem 14. Jahrhundert. Besonders atmosphärisch ist die offizielle Eröffnung durch das Nürnberger Christkind. Für ein harmonisches Bild sorgen rund 180 Holzhütten mit einheitlicher Dekoration. Zu den bekanntesten Spezialitäten auf dem Markt zählen die Nürnberger Lebkuchen, die nach einem geschützten Rezept gebacken werden, sowie die kurzen Rostbratwürste, die es nur „Drei im Weggla“ gibt – drei Stück im Brötchen.

Zu den beliebtesten Souvenirs und authentischen Weihnachtsschmuckstücken an den Ständen gehören die Zwetschgenmännla, kleine Figuren aus getrockneten Pflaumen, die Nürnberger Handwerker seit dem 17. Jahrhundert fertigen. Ein angrenzender separater Kinderweihnachtsmarkt mit Karussell und Märchenprogramm macht den Nürnberger Christkindlmarkt insbesondere für Familien attraktiv.
Straßburg: Christkindelsmärik seit 1570
Straßburgs Christkindelsmärik gilt als der älteste Weihnachtsmarkt Frankreichs. Seit 1570 erstreckt er sich über mehrere Plätze rund um das Straßburger Münster, dessen Sandsteinfassade 142 Meter in die Höhe ragt. Die gesamte Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und bildet die Kulisse für Hunderte von Ständen. Kulinarisch lohnt sich ein Bredele, das elsässische Weihnachtsgebäck, das jede Familie nach eigenem Rezept bäckt. Dazu passt ein Vin chaud mit Gewürzen.

Ein optisches Highlight ist der rund 30 Meter hohe Weihnachtsbaum auf dem Place Kléber. Die beleuchteten Gassen schaffen eine romantische und einzigartige Atmosphäre: Besonders in der Abenddämmerung verwandelt sich das Viertel La Petite France mit seinen traditionellen Fachwerkhäusern und engen Kanälen in ein Wintermärchen. Straßburg trägt den offiziellen Titel „Capitale de Noël“ – Hauptstadt des Weihnachtsfests.
Wien: Christkindlmarkt am Rathausplatz
Vor dem neugotischen Rathaus, das 1883 fertiggestellt wurde, breitet sich Wiens bekanntester Weihnachtsmarkt aus. Die Atmosphäre ist imperial: Beleuchtete Bäume säumen den Rathauspark, und ein großer Weihnachtsbaum steht im Zentrum. Kulinarisch darfst du dir Punsch, heiße Maroni und Kaiserschmarrn nicht entgehen lassen – Letzterer wird in schweren Eisenpfannen direkt an den Ständen zubereitet.

Ein beliebtes Fotomotiv ist der „Herzerlbaum“ mit hunderten leuchtender Herzen im Rathauspark. Vom Einbruch der Dämmerung bis 21 Uhr schickt das Christkind jede halbe Stunde ein großes, leuchtendes Herz auf eine 75 Meter lange Reise quer über den Platz. Für Familien ist ein Wien-Besuch zur Weihnachtszeit besonders spannend: Eine Eislaufbahn schlängelt sich durch den Park, und Kinderkarussells drehen sich zwischen den Buden.
Prag: Weihnachtsmarkt auf dem Altstädter Ring
Prags Weihnachtsmarkt liegt auf dem Altstädter Ring, auf Tschechisch Staroměstské náměstí. Die gotische Teynkirche mit ihren beiden 80 Meter hohen Türmen bildet eine atmosphärische Kulisse für deinen Weihnachtsbummel. Das Herzstück des Marktes ist der riesige, festlich geschmückte Weihnachtsbaum. Bei regelmäßigen Weihnachtslieder- und Folklore-Aufführungen erlebst du ein umfangreiches Kulturprogramm und tauchst in authentische tschechische Bräuche ein.

An den Ständen dampft Trdelník, ein über offener Flamme gebackener Hefeteig, der mit Zucker und Zimt bestreut wird. Dazu trinken die Prager Svarák, einen Glühwein mit Nelken und Orangenschale. Wer es herzhafter mag, probiert gegrillten Prager Schinken, der an großen Spießen gart und direkt vor den Augen der Gäste aufgeschnitten wird. Tschechisches Bier oder Medovina, ein traditioneller Honigwein, runden dein Kulturerlebnis auch kulinarisch ab.
Zagreb: nachweislich einer der schönsten Weihnachtsmärkte in Europa
Advent Zagreb wurde von European Best Destinations mehrfach als bester Weihnachtsmarkt Europas ausgezeichnet. Es ist zudem der größte Weihnachtsmarkt Kroatiens. Anders als bei den meisten Adventsmärkten verteilt sich das Programm über die gesamte Innenstadt. Verschiedene Themenbereiche auf unterschiedlichen Plätzen setzen sich zu einem großen Weihnachtsereignis zusammen: vom Ban-Jelacić-Platz über den Zrinjevac-Park bis zum Tunnel Gric, einem ehemaligen Luftschutztunnel aus dem Zweiten Weltkrieg, der in der Adventszeit mit Lichtinstallationen bespielt wird.

Familien mit Kindern zieht es zur Eisbahn im Zrinjevac-Park, die von beleuchteten Platanen umgeben ist. Kulinarisch stehen Strukli auf der Karte, ein mit Quark gefüllter Strudel, der in Nordkroatien seit Jahrhunderten gebacken wird. Dazu gibt es Kulen, eine scharfe Paprikawurst aus Slawonien. Den kleinen Hunger stillen Fritule, kroatische Mini-Krapfen. Anders als die meisten Weihnachtsmärkte Europas, die nur bis zum Weihnachtsfest bespielt werden, hat Advent Zagreb in der Regel bis zum Dreikönigstag am 7. Januar geöffnet.
Berlin: WeihnachtsZauber am Gendarmenmarkt und mehr
Zwischen dem Deutschen und dem Französischen Dom liegt einer der wenigen Weihnachtsmärkte in Deutschland, die Eintritt verlangen. Genau das macht den WeihnachtsZauber am Gendarmenmarkt zu einem Geheimtipp unter den schönsten Weihnachtsmärkten Europas und auch Deutschlands: Die Stände zeigen hochwertiges Kunsthandwerk statt Massenware und Live-Musiker spielen auf einer Bühne zwischen den beiden Kuppelbauten. An den Ständen gibt es Thüringer Bratwurst, Glühwein und gebrannte Mandeln – Klassiker, die hier in Ruhe genossen werden.

Doch der WeihnachtsZauber ist nicht alles, was du im weihnachtlichen Berlin erleben kannst. Über 70 verschiedene Weihnachtsmärkte mit unterschiedlichen Konzepten stehen bereit, entdeckt zu werden, darunter die Winterwelt am Potsdamer Platz mit einer Rodelbahn oder der Lucia-Weihnachtsmarkt in der Kulturbrauerei mit nordischer Adventsstimmung. Wenn eine Stadt prädestiniert ist für Weihnachtsmarkt-Hopping, dann Berlin!
Hamburg: Historischer Weihnachtsmarkt am Rathaus
Direkt auf dem Rathausmarkt, vor der Neorenaissance-Fassade des Hamburger Rathauses, reihen sich die Holzhütten des Historischen Weihnachtsmarkts aneinander. Das Besondere: Der Markt wird von Zirkus Roncalli gestaltet und trägt daher den Beinamen „Roncalli-Weihnachtsmarkt“. Zirkusaufführungen gibt es nicht, jedoch nostalgische Buden, restaurierte Zirkus- und Schaustellerwagen, die als Verkaufsstätten oder Kulisse dienen, und den inzwischen kultigen fliegenden Weihnachtsmann: Dieser schwebt dreimal täglich mit seinem Schlitten über den Hamburger Weihnachtsmarkt.

An den Verkaufsständen liegt der Fokus auf traditionellem Kunsthandwerk: Angeboten werden selbstgemachte Kerzen, Holzschnitzereien und Töpferwaren. Für eine bessere Übersicht ist der Markt in Themengassen unterteilt, darunter etwa die Spielzeuggasse, Handwerksgasse oder die Spezialitätengasse. Kulinarisch gehört die Feuerzangenbowle zu Hamburg – ein Zuckerhut wird über dem Topf mit Rum übergossen und angezündet. Dazu passen Spezialitäten wie Schmalzkuchen, die in heißem Fett ausgebacken und mit Puderzucker bestäubt werden, oder ein Hamburger Franzbrötchen mit Zimt und Karamell.
London: Winter Wonderland im Hyde Park
Londons Winter Wonderland im Hyde Park ist weniger ein klassischer Adventsmarkt als Europas größter Weihnachts-Vergnügungspark. Ein Riesenrad überragt das Gelände, daneben drehen sich Kinderkarussells und Achterbahnen. Zwischen den Fahrgeschäften stehen Marktstände mit Mince Pies, den britischen Mürbeteig-Törtchen mit Trockenfrüchten, und Mulled Wine, dem englischen Pendant zum Glühwein.

Für Familien ist London im Winter ein echtes Highlight: Im Santa Land treffen Kinder den Weihnachtsmann, und auf der Eisbahn, einer der größten mobilen Eislaufbahnen Großbritanniens, gleiten Anfänger und Geübte nebeneinander über das Eis. Dieser Weihnachtsmarkt ist für uns eine ideale Kombination aus Erlebnis und Markt für alle, die den klassischen Adventmarkt nicht besuchen wollen.
Paris: Weihnachtsmärkte an den Tuileries und am Trocadéro
In Paris verteilen sich die Weihnachtsmärkte auf mehrere Standorte. Am Marché de Noel des Tuileries stehen die Stände zwischen den geometrisch geschnittenen Hecken des ehemaligen Königsgartens. Sie sind zwischen dem Louvre und der Place de la Concorde gelegen und die eindrucksvolle Weihnachtsbeleuchtung entlang der berühmten Einkaufsstraßen lassen nicht nur Kinderaugen strahlen.

Am Trocadéro fällt der Blick von den Marktständen direkt auf den beleuchteten Eiffelturm – im Rennen um die schönsten Weihnachtsmärkte Europas ist das definitiv ein Pluspunkt. Kulinarisch gehören Crêpes mit Nutella oder Zucker-Zitrone zum Standardprogramm, dazu Vin chaud und Macarons in allen Farben. Wer es gehaltvoller mag, findet an einzelnen Ständen Foie gras, ein Gericht mit Gänseleberpastete, auf geröstetem Brot.
Barcelona: Fira de Santa Llúcia vor der Kathedrale
Barcelonas Fira de Santa Llúcia findet seit 1786 vor der historischen Kathedrale im Gotischen Viertel statt und ist damit der älteste Weihnachtsmarkt der Stadt. Er existiert bereits seit dem Jahr 1786 und blickt somit auf eine lange Geschichte zurück. Hier stehen katalanische Traditionen im Mittelpunkt: Der Caganer ist eine kleine Krippenfigur, die in jeder katalanischen Weihnachtskrippe versteckt wird – ein humorvoller Brauch, der bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht.

Ebenfalls typisch für die Region ist der Tió de Nadal, ein geschmückter Holzklotz, der auf kleinen Holzbeinen steht. Er hat ein fröhliches Gesicht und trägt die traditionelle rote katalanische Mütze, die Barretina. Dieser wird von Kindern am Heiligabend mit Stöcken geschlagen, bis er Geschenke „ausgibt“. Als kleine Figur wird er auf dem Weihnachtsmarkt als Souvenir angeboten. An den Essensständen gibt es Torró, den katalanischen Nougat aus Mandeln und Honig, und Neules, hauchdünne Waffeln, die traditionell zu Cava gereicht werden.
Brügge: Weihnachtsmarkt am Grote Markt
In Brügge gibt es nicht den einen alleinstehenden Weihnachtsmarkt, der als der schönste gilt. Vielmehr verwandelt sich die komplette historische Altstadt, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört, in ein beeindruckendes Wintermärchen unter dem Namen „Wintergloed“ (Winterleuchten). Kernpunkte des weihnachtlichen Treibens sind die beiden Marktplätze: Am Grote Markt findest du festliche Stände am Fuße des 83 Meter hohen Turmes Belfort van Brugge aus dem 13. Jahrhundert. Auf dem Simon Stevinplein liegen die Holzhütten eingebettet in eine stimmungsvoll beleuchtete Allee. Beide Plätze sind nur wenige Gehminuten voneinander entfernt.

Alternativ zu Glühwein genießt du hier heiße belgische Schokolade, dickflüssig und aus echter Kuvertüre zubereitet. Dazu passen warme belgische Waffeln mit Sahne oder Spekulatius, der in Belgien seinen Ursprung hat. Wer auf der Suche nach einer romantischen Eislaufbahn ist, kommt nach einem fünfzehnminütigen Spaziergang durch die geschmückte Altstadt an den Minnewaterpark. Dort befindet sich die künstliche, nachhaltige Eisbahn samt Winterbar.
Krakau: Weihnachtsmarkt auf dem Rynek Glowny
Krakaus Rynek Glówny gilt als einer der größten mittelalterlichen Marktplätze Europas. In der Adventszeit stehen die Buden vor den gotischen Tuchhallen, in denen seit dem 14. Jahrhundert Handel getrieben wird. Der eigentliche Geheimtipp ist aber der Szopki-Wettbewerb: Jedes Jahr im Dezember stellen Krakauer ihre selbstgebauten Weihnachtskrippen vor, aufwendige Miniaturbauten aus Goldfolie und buntem Papier, die an Krakaus Kirchtürme erinnern. Die UNESCO hat diese Tradition 2018 zum immateriellen Kulturerbe erklärt.

Auf dem gesamten Markt wird ein starker Fokus auf regionales Kunsthandwerk gelegt. An den kulinarischen Ständen dampft Grzaniec, der polnische Glühwein mit Honig und Ingwer, dazu gibt es Oscypek, einen geräucherten Schafskäse aus der Tatra, der auf dem Grill knusprig wird, und Pierogi mit Sauerkraut- oder Pilzfüllung. Dieser Weihnachtsmarkt ist nicht nur einer der schönsten, sondern auch sehr authentisch und weniger touristisch als andere westeuropäische Märkte.
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Weihnachtsmärkte sind in ganz Europa vertreten. Verschiedene Kulturen, Traditionen und kulinarische Geheimtipps machen sie besonders und jeder findet seinen schönsten Weihnachtsmarkt in Europa. Für weitere Inspirationen stöbere dich durch unsere weihnachtlichen Beiträge:
Häufig gestellte Fragen zu Weihnachtsmärkten in Europa
Welche zählen zu den zehn schönsten Weihnachtsmärkten der Welt?
Welcher ist der größte Weihnachtsmarkt in Europa?
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