Namibias Nationalparks: Antilopen in freier Wildbahn

Namibias Nationalparks erleben

Faszinierende Landschaften und eine artenreiche Tierwelt

Namibia, im Südwesten von Afrika, ist bekannt für weitläufige Wüstengebiete, atemberaubende Canyons und eine überwältigende Vielfalt an heimischen Tierarten. Fast die Hälfte der Gesamtfläche des Landes nehmen private Reservate und staatliche Nationalparks ein. Neben den bekanntesten Nationalparks in Namibia, wie dem Etosha-Nationalpark oder dem Namib-Naukluft-Park, gibt es viele weitere Schutzgebiete, in denen exotische Wildtiere und eine einzigartige Natur auf Sie warten und die Sie auf einer Rundreise durch Namibia nicht verpassen sollten.

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Der Etosha-Nationalpark in Namibia

Der bekannteste Nationalpark des Landes

Zu Namibias bekanntesten Nationalparks gehört zweifelsohne der Etosha-Nationalpark im Norden des Landes. Mit einer Fläche von rund 22.900 Quadratkilometern ist er darüber hinaus das zweitgrößte Naturschutzgebiet Afrikas. Der Park ist etwa 400 Kilometer von der Hauptstadt Windhoek entfernt und befindet sich am Nordwestrand des Kalahari-Beckens. Das Schutzgebiet schließt fast die gesamte Etosha-Pfanne ein, eine wüstenartige, nahezu vegetationsfreie Kalksalzpfanne, die in der Regenzeit von zahlreichen Flamingos und anderen Vogelarten bevölkert wird. Außerdem prägen Savannen, Grasfelder, Trocken- und Mopanewälder sowie vereinzelte Inselberge die Geografie des Etosha-Nationalparks in Namibia.

Durch Wasserbohrungen hat sich in den letzten Jahrzehnten die vormals durch Bejagung stark dezimierte Anzahl an Wildtieren deutlich erhöht – Sie haben im Etosha-Nationalpark daher ausgezeichnete Chancen, nahezu alle im südlichen Afrika heimischen Großtiere vor die Kamera zu bekommen, wie etwa Elefanten, Löwen, Leoparden und Geparde. Begegnungen mit Zebras und Giraffen, Schakalen und Hyänen sowie verschiedenen Antilopenarten wie Elenantilopen, Gemsböcken und Gnus sind ebenfalls keine Seltenheit. Eine Nacht im Hotel in Etosha lohnt sich also sowohl für Hobbyfotografen als auch für Naturfreunde.

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Der Namib-Naukluft-Park

Der größte Nationalpark Namibias, Afrikas und weltweit

Der Namib-Naukluft-Park befindet sich in der Namib-Wüste, einer der ältesten Wüsten der Welt, und vereint auf einer Fläche von knapp 50.000 Quadratkilometern eine Vielzahl faszinierender, teils lebensfeindlich erscheinender Landschaften, darunter graue Schotterwüsten und die von vielen Fotos bekannten, orangefarbenen Sandmeere der Namib-Wüste. Eins von Namibias Highlights sind die Gegensätze in der Landschaft: Sattgrüne Vegetation sowie orangebrauner Wüstensand liegen hier nah beieinander.


Wer absolute Einsamkeit und Ruhe sucht, ist hier richtig – inmitten endloser Sanddünen fühlen Sie sich wie auf einem anderen Planeten. Besonders beeindruckend sind die mehrere Hundert Meter hohen Dünen, die das Sossusvlei umgeben und die selbst auf Satellitenfotos erkennbar sind.

Empfehlenswert ist außerdem eine Nachtwanderung im Namib-Naukluft-Park, bei der Sie die Schönheit des Sternenhimmels erleben können. Bei einem Ballonflug über das Wüstengebiet eröffnen sich Ihnen ebenfalls unvergessliche Aussichten. In den benachbarten Naukluftbergen, meist einfach nur Naukluft genannt, gedeiht entlang der Bäche und in tiefen Canyons eine üppige Vegetation, die einen markanten Kontrast zur Ödnis der Wüste bildet. Hier sind Bergzebras, Klippspringer, Kudus, Leoparden, Springböcke und Schakale zu Hause. Außerdem beherbergen die Naukluft über 100 Vogelarten.

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IAi-IAis Richtersveld Transfrontier Park

Unser Insider-Tipp: der letzte wilde Nationalpark

Als sogenannter „Peace Park“ wurde 2003 der IAi-IAis Richtersveld Transfrontier Park gegründet: Das 6235 Quadratkilometer umfassende Schutzgebiet, das vom Grenzfluss Oranje durchflossen wird, ist ein länderübergreifender Nationalpark zwischen Namibia und Südafrika.


Auch wenn der IAi-IAis Richtersveld Transfrontier Park nur zu einem Teil zu Namibias Nationalparks gehört, macht ihn das nicht weniger eindrucksvoll. Eine der Hauptattraktionen ist der 350 Millionen Jahre alte Fish River Canyon, der mit einer Länge von 160 Kilometern, einer Breite von bis zu 27 Kilometern und einer Tiefe von bis zu 550 Metern der größte Canyon Afrikas und der zweitgrößte Canyon der Welt ist. Mehrere Aussichtspunkte entlang des Canyons – in einem der schönsten Nationalparks in Namibia – eröffnen faszinierende Ausblicke über die Berge und auf die schroff abfallenden Klippen.


Zu den hier anzutreffenden Tierarten zählen Leoparden, Paviane, Bergzebras, Rehantilopen und Klippspringer. Nicht entgehen lassen sollten Sie sich ein Bad in dem von heißen Quellen gespeisten Thermalbad ǀAi-ǀAis. Wer Ende August oder Anfang September den Nationalpark bereist, kann im Namaqualand am Unterlauf des Oranje das farbenprächtige Naturschauspiel der Wüstenblüte erleben, bei dem sich innerhalb weniger Tage die Wüste in ein Pflanzenmeer verwandelt.

Südafrikas Nationalparks


Nehmen Sie sich die Zeit und schauen Sie auch über die Landesgrenzen Namibias hinaus: In den schönsten Nationalparks Südafrikas finden Sie ebenfalls eine Sie eine Vielzahl an verschiedenen Wildtieren vor – perfekte Voraussetzungen für eine erlebnisreiche Safari! 

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Der Bwabwata-Nationalpark

Einer der schönsten Nationalparks von Namibia

Im Bwabwata-Nationalpark erwartet Sie eine abwechslungsreiche Landschaft, geprägt von Trockenwäldern, Baumsavanne und Flussläufen – darunter der Okavango und der Kwando – die von üppiger Vegetation gesäumt werden. Insgesamt nimmt der Bwabwata-Nationalpark nahezu den gesamten Caprivizipfel von Namibia ein.


Bedingt durch die vielfältige Landschaft, zeichnet sich die Tierwelt des Bwabwata-Nationalparks durch einen großen Artenreichtum aus. Da der Park nicht eingezäunt ist, kommt es hier im Grenzgebiet zu Botswana und Angola außerdem zu häufigem Wildwechsel.

Namibias Nationalpark Bwabwata beherbergt vier von Afrikas „Big Five“: Löwe, Leopard, Büffel und Elefant. Vor allem für die letztgenannten ist der Park bekannt – die Marschen des Kwando-Flusses im Osten des Parks werden regelmäßig von großen Elefantenherden mit teilweise mehr als 100 Tieren durchquert. Dort leben zudem die letzten Exemplare der Wildhunde in Namibia sowie mehrere Antilopenarten, darunter

  • Pferde- und Rappenantilopen,

  • Sitatungas,

  • Streifengnus,

  • Kudus,

  • Impalas,

  • sowie zahlreiche Wasservögel.

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Der Waterberg-Plateau-Park

Einzigartige Tierwelt im Nordosten Namibias

Auf dem rund 48 Kilometer langen und 15 Kilometer breiten Plateau des Waterberg-Tafelbergs erwarten Sie eine einzigartige Landschaft und eine Vielfalt zum Teil seltener und bedrohter Tierarten. Das Naturschutzgebiet Waterberg-Plateau-Park wurde zum Schutz der gefährdeten Elenantilope eingerichtet, außerdem wurden hier erfolgreich Populationen des Breitmaul- und des Spitzmaulnashorns angesiedelt.


Die Baum- und Buschsavannen des Plateaus sind Heimat von mehr als 200 Vogelarten, darunter die stark dezimierten Kapgeier. Außerdem können Sie hier auf Ihrer Reise nach Namibia verschiedene Wildtiere wie Afrikanische Büffel, Leoparden und Geparde sowie Rappen-, Pferde- und Leierantilopen beobachten.


Die Landschaft im Waterberg-Plateau-Park ist allerdings mindestens ebenso beeindruckend wie die Tierwelt: ockerfarbene und rostrote Sandstein-Klippen, endlose Grasmeere und eine fantastische Aussicht über die umgebenden Ebenen, die der Waterberg um fast 200 Höhenmeter überragt. Die Gesteine des Waterberg-Plateaus sind Hunderte Millionen Jahre alt, weshalb hier sogar Dinosaurierspuren freigelegt wurden.

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