UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe-Stätten in Deutschland
UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe-Stätten entdecken

UNESCO-Weltkultur- und Naturerbe-Stätten in Deutschland

Aufgrund der vielen historischen Sehenswürdigkeiten, wunderschönen Landschaften und atemberaubenden Städte ist die Liste der deutschen Welterbe-Stätten beeindruckend lang. Bei einem Urlaub in der Heimat empfiehlt es sich deswegen, nach diesen besonderen Schätzen unserer Erde Ausschau zu halten und sie zu besuchen.

Mit seinen insgesamt 55 Kultur- und Naturgütern belegt Deutschland hinter Italien, Spanien und China aktuell Platz 4 in der UNESCO-Welterbe-Liste. Diese außerordentliche Anzahl setzt sich aus 38 Welterbe-Stätten und 17 Beiträgen zum Weltdokumentenerbe zusammen. Seit 1972 werden diese Titel an von Ländern vorgeschlagene Stätten verliehen, die durch ihre Einzigartigkeit, Authentizität und Integrität von großer Bedeutung sind.

Kirchliches Welterbe

Das erste deutsche Welterbe war 1978 der Kaiserdom in Aachen, der die architektonische Besonderheit eines karolingischen Oktogons besitzt. Diesen hohen, achteckigen Raum ließ Kaiser Karl der Große Ende des achten Jahrhunderts errichten.

Ausschlaggebend für die Aufnahme zum UNESCO-Weltkulturerbe war zudem ein prachtvoller Kunstschatz, welcher in der Aachener Domschatzkammer heute noch besichtigt werden kann.

Mittlerweile ist der Aachener Dom jedoch nicht mehr das einzige deutsche Kirchengebäude auf der UNESCO-Liste.

Auch der Speyerer Dom ist als die größte erhaltene romanische Kirche der Welt seit 1981 ein Welterbe. Der salische Kaiser Konrad II. wollte um 1205 in der pfälzischen Stadt die größte Kirche des Abendlandes errichten, deren 850 Quadratmeter große Krypta mit Säulenhalle ebenfalls sehenswert ist.

Kaiserdom Aachen UNESCO Weltkulturerbe
Kaiserdom in Aachen
Kölner Dom UNESCO Weltkulturerbe
panthermedia.net/Jan Drskovic
Kölner Dom
Über eine beeindruckende Größe verfügt außerdem der 1996 zum Weltkulturerbe zählende Kölner Dom: Mit 157,38 Metern ist er das weltweit dritthöchste Kirchengebäude und daneben ein Meisterwerk gotischer Architektur.

Der erstmals 872 errichtete Hildesheimer Dom mit seinen Gebäuden und Kunstschätzen ist ein weiteres Welterbe, das allerdings bis Sommer 2014 aufgrund von Umbaumaßnahmen geschlossen ist.

Ein Jahr nachdem die UNESCO 1985 das Gotteshaus in Hildesheim auszeichnete, wurde der Trierer Dom als älteste Bischofskirche zur Liste hinzugefügt. Neben dem monumentalen Säulenbau können in der Stadt viele weitere Welterbe bestaunt werden, wie die Porta Nigra, das Amphitheater, die Barbara- und Kaiserthermen, die Römerbrücke oder die Konstantinbasilika.

Schützenswerte Museen und Meer

Dass nicht nur alte Gemäuer und Schätze von der UNESCO als wichtiges Welterbe eingestuft werden, zeigt unter anderem die 1999 aufgenommene Berliner Museumsinsel.

Die fünf Museen an der nördlichen Spitze der Spreeinsel gelten als weltweit einzigartiges kulturelles und bauliches Ensemble. Unterschiedlichste Kunst und Sammlungen können Besucher dort im Alten Museum, im Neuen Museum, im Pergamon-Museum, in der Alten Nationalgalerie und im Bode-Museum bestaunen.

Museumsinsel in Berlin UNESCO Welterbe
Museumsinsel in Berlin
Wattenmeer der Nordsee UNESCO Welterbe
Ostfriesland Tourismus GmbH
Wattenmeer der Nordsee
Ein Welterbe vollkommen anderer Art ist das Wattenmeer der Nordsee, das an der deutschen Küste in Schleswig-Holstein und Niedersachsen seit 2009, in Hamburg seit 2011 zum Weltnaturerbe zählt.

Pro Jahr lockt das gesamte Wattenmeer-Gebiet mehr als zehn Millionen Touristen und 30 Millionen Tagesgäste an, die sich von dieser einzigartige Strand-Landschaft verzaubern lassen und die Ruhe, die Weite sowie die jodhaltige Luft genießen.

Die neuesten deutschen Welterbe

Mit neuen Anträgen vergrößert Deutschland seine Anzahl an Welterben ständig, so wurden 2011 die Prähistorischen Pfahlbauten in den Alpen aufgenommen.

Zu den 111 Fundstellen in Österreich, Italien, Frankreich, Slowenien und der Schweiz gehören auch einige in Baden-Württemberg und Bayern.

Die Bauten nahe der Roseninsel bei Feldafing am Starnberger See errichteten die Siedler beispielsweise von 5.000 bis 2.500 vor Christus, weswegen sie ein Kulturschatz von unfassbarem Wert sind.

Im Vorjahr bewilligte die UNESCO einen Welterbe-Antrag für das markgräfliche Opernhaus in der oberfränkischen Stadt Bayreuth, welches eines der wenigen im Original erhaltenen Theater- und Opernbauten des 18. Jahrhunderts ist. Leider bedarf der Bau im Stil des italienischen Spätbarocks momentan einer grundlegenden Renovierung und ist voraussichtlich bis 2016 geschlossen.

Opernhaus Bayreuth UNESCO Welterbe
Bayerische Schlösserverwaltung/Frahm
Opernhaus Bayreuth
Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel UNESCO Welterbe
Kassel Marketing GmbH
Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel
Während dieser Zeit können Welterbe-Touristen die neuste deutsche Aufnahme besuchen: Im Juni 2013 erhielt der Bergpark Wilhelmshöhe im nordhessischen Kassel das Siegel „Welterbe“.

Auf einer Fläche von 2,4 Quadratkilometer erstreckt sich dieser größte Bergpark Europas, in dem man gemütlich durch herrliche italienische Gärten, französische Barockparks, englische Landschaftsgärten bis zum Schloss Wilhelmshöhe oder der Löwenburg spazieren kann.

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