Unterwasserwelt Belizes
Unterwasserwelt Belizes

Belize: Urlaub in Zentralamerika

Belize, das (noch) unbekannte Urlaubs-Paradies

Eines der jüngsten und als Urlaubsland bislang unbekanntesten Länder
Mittelamerikas ist Belize, 1981 als Staat aus der Kolonie Britisch-Honduras hervorgegangen. Derzeit wird Belize als Reise-Destination immer beliebter – kein Wunder, denn der kleine, dünn besiedelte Staat bietet eine abwechslungsreiche Landschaft mit ursprünglichem tropischem Regenwald, idyllischen Inseln, ausgedehnten Korallenriffen und artenreichen Unterwasserwelten. Neben den Naturschätzen lockt eine Vielzahl grandioser Maya-Stätten den historisch und kulturell interessierten Reisenden. Hinzu kommt das tropische Klima, das die weniger sonnenverwöhnten Mitteleuropäer gerade in den Wintermonaten anzieht, und die politische Stabilität des Landes, die Belize zu einem sehr sicheren Urlaubsziel macht.

Das Klima ist ganzjährig warm bis heiß, in Höhenlagen allerdings deutlich kühler. Dank der Passatwinde sind die Temperaturen trotz der hohen Luftfeuchtigkeit meist gut verträglich. Als beste Reisezeit für Belize gelten die Monate Februar bis Mai, da in dieser Zeit deutlich weniger Niederschlag fällt als im Rest des Jahres. Baden und Wassersport sind in der Karibik aufgrund der konstant hohen Wassertemperaturen das ganze Jahr über möglich.

Mystische Maya-Stätten

Zu den Highlights jeder Belize-Reise zählen die zum Teil erst Jahrhunderte nach ihrem Untergang wiederentdeckten Städte und Kultstätten der Maya-Hochkultur. Ruinen von Pyramiden, Grabkammern und Palästen künden vom ehemaligen Glanz dieses Imperiums, dessen Blütezeit ungefähr auf die zweite Hälfte des ersten nachchristlichen Jahrtausends zu datieren ist. Besonders sehenswert sind die Maya- Ruinen von Xunantunich mit der Tempel-Pyramide El Castillo, die sich durch detailreiche, teils rekonstruierte Stuckfriese auszeichnet und mit 42 Metern noch heute das höchste Gebäude in Belize ist.

In den weitläufigen Ruinen-Arealen von Caracol inmitten der Maya Mountains sind noch längst nicht alle Gebäude freigelegt – doch bereits jetzt kann davon ausgegangen werden, dass hier einst weit über 100.000 Menschen lebten. Zum Vergleich: Belize City, die heute größte Stadt des Landes, hat nur circa 63.000 Einwohner. Weitere eindrucksvolle Maya Stätten sind das seit mehr als 3.000 Jahren bis zur Ankunft der Spanier besiedelte Lamanai an der Inlandlagune des New River, erreichbar per Bootsfahrt durch ein Naturschutzgebiet, Nim Li Punit, wo 2015 ein geheimnisvolles Jade-Amulett gefunden wurde, und Lubaantun, Fundort eines berühmten Kristallschädels (dessen Echtheit jedoch fraglich ist).
Maya-Stätte Xunantunich Belize
Maya-Stätte Xunantunich
Im Dschungel von Belize
Im Dschungel von Belize

Belize für Naturliebhaber und Wassersportler

Ihre einzigartige Ausstrahlung verdanken die Paläste und Kultstätten der Maya nicht nur ihrer architektonischen Schönheit, sondern auch der umgebenden Landschaft. Üppig grüner Dschungel bildet vielerorts einen beeindruckenden Kontrast zu den verwitternden steinernen Zeugnissen der Vergangenheit. Überhaupt ist Belize ein Naturparadies, das sich durch vielfältige Ökosysteme – Dschungel, Gebirge, Kiefernsavannen, Mangrovendickichte – und einen großen Artenreichtum auszeichnet. In den ausgedehnten Regenwäldern im Landesinneren finden sich zahllose Orchideenarten; außerdem leben in dem grünen Paradies bunte Tukane, Kolibris und Schmetterlinge. Der stark gefährdete Jaguar ist ebenfalls in Belize in verhältnismäßig großer Zahl anzutreffen. Ein Großteil des Landes steht unter Naturschutz.

Mindestens ebenso vielgestaltig ist die Flora und Fauna in den Gewässern an Belizes Küsten. Das Belize Barrier Reef ist das zweitgrößte Riff der Welt; die farbenprächtigen Korallengärten sind Heimat von Hunderten von Fischarten. Taucher und Schnorchler haben hier ihr El Dorado gefunden. Inbegriff des Tauchparadieses ist das Great Blue Hole, ein Nationaldenkmal Belizes und UNESCO-Weltnaturerbe, das regelmäßig unter den Top Ten der internationalen Tauch-Hotspots aufgeführt wird. Bei dem Great Blue Hole handelt es sich um eine nahezu kreisrunde unterseeische Doline in dem als Lighthouse Reef bezeichneten Teil des Belize Barrier Reef. Es hat einen Durchmesser von ungefähr 300 Metern und ist bis zu 125 Meter tief. Dadurch hebt es sich tiefblau von dem türkisfarbenen flacheren Wasser der Umgebung ab. Versierte Taucher können im Great Blue Hole ein faszinierendes Höhlensystem erkunden – für viele ein Lebenstraum.
Übrigens: Belize besitzt ein weiteres Blue Hole – dieses ist ein Cenote im St. Herman’s Blue Hole National Park, in dem Sie nach einer Dschungelwanderung ein erfrischendes Bad nehmen können.

Great Blue Hole Belize
Great Blue Hole Belize
South Water Caye Belize
South Water Caye

Badefreuden in Belize

Da Belize bislang vom Massentourismus weitgehend verschont geblieben ist, erwarten den sonnenhungrigen und Ruhe suchenden Reisenden hier noch einsame Bilderbuchstrände. Die schönsten Sandstrände Belizes befinden sich auf den rund 200 vorgelagerten Inseln, genannt Cayes, die zumeist von Korallen gebildet wurden. Besonders hervorzuheben ist Ambergris Caye, Belizes größte Insel, die Sie mit einer guten touristischen Infrastruktur und jeder Menge Karibik-Flair empfängt: Strände mit weißem, puderzuckerfeinem Sand und schattenspendenden Kokospalmen, grünblaue Lagunen, kristallklares Wasser, das ganzjährig Badewannentemperatur hat, und farbenprächtige Korallenriffe machen Ambergris Caye für viele Traveller zu einer der schönsten Destinationen Zentralamerikas. Weitere traumhafte Strände sowie exzellente Wassersportmöglichkeiten finden Sie beispielsweise auf den Inseln South Water Caye und West Snake Caye.

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