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Mitarbeitertipp - Fragen an den Experten

Einmalige Natur, wunderschöne Landschaften mit Geysiren, Gletschern und Wasserfällen. Eine Reise nach Island ist für viele ein Traum.

Erleben Sie die vielfältige Landschaft der geheimnisvollen Vulkaninsel – atemberaubende Küsten mit Fjorden und schwarzen Sandstränden, Gletscher und Vulkane im Landesinneren, aber auch viele Flüsse, Seen und Wasserfälle erwarten Sie. Auch die lebendige Hauptstadt Reykjavik ist einen Besuch wert. Hier gibt es eine fantastische Bar- und Kneipenszene.

Erfahren Sie hier Infos und Tipps für Ihren unvergesslichen Island-Urlaub aus erster Hand. Unser Mitarbeiter Philipp Detmer ist Produktmanager für die nordischen Länder und beantwortet exklusiv für Sie die folgenden Fragen.

Was sind die Klassiker - was muss man gesehen haben?

Island ist trotz seiner überschaubaren Größe ein extrem abwechslungsreiches Land – und zudem sehr einfach zu bereisen.

Die Ringstraße Nr. 1 führt einmal rund um die Insel. Praktischerweise liegen viele der bekannten Naturwunder und Sehenswürdigkeiten entlang dieser wichtigsten Straße Islands. Wer mehr Zeit hat und ins wilde Herz Islands, das Hochland, reisen möchte erlebt „Offroad-Feeling“ auf den Schotterpisten zwischen den großen Gletschern im Hochland.
Aber auch für einen Kurztrip ist die Insel knapp südlich des Polarkreises bestens geeignet: Reykjavik ist eine richtig lebendige und junge Stadt mit einer fantastischen Bar- und Kneipenszene. Direkt außerhalb der kleinen Hauptstadt liegen interessante Ausflugsziele, die sich auf Tagesausflügen erkunden lassen.

Die Krönung eines Island-Urlaubes ist eine Verlängerung in Grönland.
Reykjavik
Reykjavik
Gletscherlagune Jökulsarlon
Gletscherlagune Jökulsarlon

Zu den absoluten Klassikern gehören:

Der „Golden Circle“ vor den Toren Reykjaviks mit dem riesengroßen Wasserfall Gullfoss, dem „Geysir“ (dem Namensgeber aller heißen Sprudelquellen) und dem Nationalpark Thingvellir, wo Sie von der amerikanischen Kontinentalplatte auf die europäische Platte „hüpfen“ können.

Die Gletscherlagune „Jökulsarlon“ an der Südküste. Hier fließt der größte Gletscher Europas mit vielen „kleinen“ Gletscherzungen Richtung Atlantik. Die Eislagune am schwarzen Strand war schon Kulisse für James Bond. Als Alternative zur obligatorischen Bootsfahrt kann ich einen Spaziergang entlang der Lagune oder die Fahrt zum weniger besuchten Fjallsarlon (ca. 5 Minuten entfernt) empfehlen.
  • Wasserfälle – gibt es unzählige und alle sind auf Ihre Art spektakulär. An der Südküste unbedingt Seljalandsfoss, Skogafoss und Svartifoss. Im Norden unbedingt Dettifoss (der größte Europas) und Godafoss.
  • Im Norden bietet das abwechslungsreiche Gebiet rund um den Myvatn (Mückensee) zu den Hot Spots – im wahrsten Sinne des Wortes. Die vulkanischen Aktivitäten sind an mehreren Stellen zu beobachten. Die Schlammpfuhle von Namarskard, das Naturbad Jardbodin, die Pseudokrater und das Lavalabyrinth und und und…
  • Walbeobachtung in Husavik oder Akureyri – ein echtes Island-Erlebnis für Jung und Alt!
  • Snaefellsnes ist eine Halbinsel im Westen Islands und bietet fast alle Landschaftsformen Islands an einem Tag, solange benötigen Sie für eine Umrundung. Mit mehr Muße lassen sich die Landschaften rund um den Gletschervulkan Snaefellsjökull noch besser entdecken.
Wasserfall Dettifoss
Wasserfall Dettifoss
Naturbad Jardbodin am See Myvatn
Naturbad Jardbodin am See Myvatn

Was sind deine Insidertipps?

Das wahre Island fängt dort an, wo die asphaltierte Straße aufhört: Die Hochlandpisten führen in das wilde Herz der Insel und bieten einmalig schöne Wüstenlandschaften, Gletscherausblicke, Mooslandschaften und das Gefühl mitten durch die „Schöpfungswerkstatt“ der Erde zu fahren. Mit einem Geländewagen für jedermann machbar, bieten sie genau das Quäntchen Abenteuer, welches wir in Mitteleuropa in dieser Form nicht haben.

Für viele unerwartet ist Island auch im Winter sehr gut mit dem Mietwagen zu entdecken. Und es entfaltet mit seinen magischen Lichtstimmungen seinen ganz besonderen Reiz.

Baden in heißen Quellen – setzen Sie sich doch einfach mal in einen „heißen“ Bach und genießen das Baden in freier Natur! Zum Beispiel im Tal der heißen Quellen in Hveragerdi an der Südküste. Besuchen Sie anstatt der Blauen Lagune das Naturbad Jardbodin im Norden am See Myvatn oder eines der vielen lokalen Schwimmbäder. Die Badekultur ist in Island tief verankert!

Was ist dein Lieblingsessen/-getränk in Island?

Ich habe noch nirgendwo so gute Fischgerichte gegessen wie in Island! Mit simplen Zutaten kann man viel erreichen, wenn man weiß wie es geht und die Ware so frisch ist, wie sie in Island gefischt wird.

Die zweite Spezialität des Landes ist Lamm in allen Variationen. Auch hier spielen die Produkte wieder in einer höheren Liga als bei uns.

Generell bekommt man in Island qualitativ sehr hochwertiges Essen, wenn man nicht nur Rind und Schwein essen möchte. Übrigens stammt das meiste Gemüse aus Island! Die Geothermie ermöglicht hier umweltfreundlichen Anbau in großen Gewächshäusern! Tomaten ohne Reue auch im tiefsten Winter am Polarkreis!
Fisch wird auf traditionelle Weise geräuchert
Fisch wird auf traditionelle Weise geräuchert
Island
Island

Was macht das Reiseziel so besonders?

Ich finde die Gegensätze besonders spannend: kleines Land, aber eine große weite Landschaft, Feuer und Eis auf kleinstem Raum, hoch im Norden gelegen und trotzdem unerwartet mildes Klima, das immer wechselnde Wetter – es ist möglich, alle Jahreszeiten an einem Tag zu erleben.

Und nicht zuletzt die ihre eigene Identität und Kultur pflegen die Isländer mit Ihrem ganz eigenen Sinn für Humor. Siehe Europameisterschaft…!

Was war dein schönstes Erlebnis dort?

In Island habe ich zum ersten Mal (Schwert-)Wale beobachten können und bin über den ausbrechenden Bardabunga-Vulkan geflogen. Mit Sicherheit am spektakulärsten war aber vielleicht das Nordlicht über dem durch den Vulkanausbruch rot glühenden Horizont.
Schwertwal
Schwertwal
Wasserfall
Wasserfall

Welche besonderen Souvenirs kann man kaufen?

Ich bin kein Freund von Souvenirs, erst recht nicht von in Fernost produzierter Ware. In Vik an der Ringstraße gibt es jedoch eine kleine Wollfabrik und ein Geschäft, in dem isländische Wollprodukte verkauft werden. Das wäre doch etwas…

Was darf man auf keinen Fall tun?

Auch wenn wir von „Offroad“ sprechen, meinen wir nicht Querfeldeinfahren, das ist strengstens verboten. Die empfindliche Natur benötigt durch das Klima Jahrzehnte, um sich zu erholen. Aus diesem Grund bitte unbedingt auf den Pisten bleiben und generell Straßenabsperrungen beachten. Auch wenn es verlockend erscheint, die Moosflächen auf Lavagestein aus nächster Nähe zu betrachten – das Betreten ist ebenfalls untersagt.

In Island gehört eine Portion gesunder Menschenverstand dazu, wenn Wasserfälle, Klippen und Strände besichtigt werden. Isländer und Skandinavier lieben Ihre Natur und bauen diese nur in Ausnahmefällen mit Absperrungen zu. Leichtsinn kann hier leicht zur Tragödie werden.
Wasserfall Seljalandsfoss
Wasserfall Seljalandsfoss
Reykjavik
Reykjavik

Was sollte vor der Reise erledigt werden?

Ich empfehle bei einer gebuchten Autotour, sich vorab schon einmal die in den Reiseunterlagen gelieferten Informationen durchzulesen. Auch Apps wie z.B. Maps.Me können anstatt eines Navis hilfreich sein.

In Island wird eigentlich alles mit Kreditkarte gezahlt. Bargeld ist so gut wie nicht nötig. Daher: die PIN der Kreditkarte sollten Sie wissen und ggf. die Limits checken.

Was darf im Koffer nicht fehlen?

Über einen gelungenen Island-Urlaub entscheidet unter anderem die richtige Kleidung. Auf jeden Fall im Zwiebelprinzip für das wechselnde Wetter planen und auch für den Sommer ein paar warme Lagen einpacken. Die äußere Schicht sollte auf jeden Fall immer winddicht und wasserdicht sein! Auch Tage, die morgens sonnig und warm starten, können kalt und windig enden bzw. umgekehrt!

Feste Schuhe (teilweise scharfes Lavagestein vorhanden), Sonnenbrille und Sonnencreme (im Mai/Juni/Juli fast 24h Tageslicht!). Für Fotoenthusiasten im Winter: Stativ und manuell verstellbare Kamera für Nordlichter!
Nordlicht an der Küste
Nordlicht an der Küste
Gletscherlagune Fjallsarlon
Gletscherlagune Fjallsarlon

Für wen ist die Reise/das Reiseziel nicht geeignet?

Mal ganz ehrlich – wenn Sie leicht Frostbeulen bekommen, wenn es mal nicht 25 °C hat, wird es schwierig. Wenn Sie mit atemberaubender Natur nichts anfangen können, ebenfalls. Shoppingqueens und -kings benötigen eine stabile Kreditkarte – da lohnen sich dann eher die üblichen Shoppingziele.


Welche Ausflugsmöglichkeiten gibt es vor Ort?
Viel zu viele, um sie hier aufzuführen. Wir bieten bei Dertour eine Auswahl an interessanten Ausflügen an – von der Hop-on/Hop-off-Tour bis zu Superjeep-Tagesausflügen. Aber auch spontan ergeben sich In Island an vielen Stellen Möglichkeiten, aktiv zu werden oder die vielen kleinen, teils liebevoll privat geführten, Museen zu besuchen.

Meine Favoriten sind die aufregenden Superjeeps und Walbeobachtungen. Auch die Gletscher der Südküste sind sehr interessant und auf leichten Wanderungen zu erklimmen.

Mein Rundreise-Tipp:

Meine Favoriten in Island sind Autotouren, die auch ins Hochland führen. Zwar sind diese etwas kostspieliger durch den benötigen Geländewagen, dafür bieten sie gewaltige Natur pur. Wenn man die staubigen Hochlandpisten und die aufregenden Furten durch die Flüsse gequert hat, stellt sich genau das richtige Gefühl von Abenteuer ein, ohne die Komfortzone verlassen zu müssen.
Zum Beispiel die Tour „Hochland, Snaefellsnes und Küste“. Bis auf die Westfjorde sind alle Regionen Islands in 13 Tagen vertreten und die spannendsten Hochlandpisten liegen auch auf dem Weg. Eine kürzere Tour mit Hochland ist beispielsweise unsere „Islands Hochlandimpressionen“, bei der es in einer Woche rund um die Insel geht, mit Abstechern ins Hochland.

Aber auch mit den Touren auf der Ringstraße ist und bleibt Island ein absolutes Sehnsuchtsziel. Gutes Fernweh und viel Spaß beim Planen!
Hochland der Westfjorde
Hochland der Westfjorde

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