
Hawaii-Urlaub: Hörst du den Klang der Ukulele?
Warum solltest du auf Hawaii Urlaub machen?
Am Pazifik eignen sich kilometerlange, palmengesäumte Sandstrände sowie seltene Buchten mit rotem Vulkansand zum Entspannen und Schnorcheln.
Hawaii gilt als Wiege des modernen Surfens und bietet vielerorts optimale Bedingungen. Vom Einsteiger bis zum Profi sind Wellenreiter gut aufgehoben.
Vulkane, Berge, Wasserfälle und abgelegene Strände: Auf der Inselgruppe gibt es abseits der bekannten Orte noch echte Geheimtipps zu entdecken.
Wohin auf Hawaii reisen? Vier Inseln im Überblick



Oahu
Oahu eignet sich für alle, die im Hawaii-Urlaub auf kurzen Wegen viel erleben möchten. Das zeigt sich schon in Honolulu, Hauptstadt des Bundesstaats, wo Wolkenkratzer und Chinatown das Bild prägen. Im Stadtteil Waikiki, je nach Verkehr rund 15 Autominuten vom Zentrum entfernt, schließt sich der Strand an, sodass du Stadtbummel und Badezeit an einem Tag verbindest. Wer noch eine dritte Seite Oahus sehen möchte, fährt an die Windward-Küste, die windzugewandte Ostseite der Insel, zur Kualoa Ranch, einer Rinderranch mit Filmgeschichte. Steile Berghänge und dichter Regenwald, bekannt aus Filmen wie Jurassic Park, erkundest du dort ebenfalls an einem Tag.Maui
Auf Maui findest du Strände im Westen, den Vulkan Haleakala und Regenwald im Osten. Mitten durch den Regenwald führt die rund 84 Kilometer lange Straße nach Hana mit über 600 Kurven und fast 60 Brücken, von denen die meisten nur einspurig befahrbar sind. Kurz hinter Hana wanderst du auf dem 6,5 Kilometer langen Pipiwai Trail durch dichten Bambuswald, um zum etwa 120 Meter hohen Wasserfall Waimoku Falls zu gelangen. Bei Starkregen im Hochland schwillt der Bach auf der Strecke schnell an, weshalb Warnschilder vor Ort von einer Überquerung bei hohem Wasserstand abraten.Big Island
Wer aktive Vulkane sehen will, ist auf Big Island richtig. Die Insel ist durch die Lavaflüsse ihrer aktiven Vulkane über Jahrtausende gewachsen. Der Kilauea zählt bis heute zu den aktivsten Vulkanen der Erde. Der Mauna Kea ragt mit rund 4.200 Metern als höchster Berg der Inselgruppe auf und ist vom Meeresboden aus gemessen höher als der Mount Everest. Die hohen Vulkane prägen durch ihren Regenschatten starke Klimaunterschiede: Die Ostseite um Hilo ist deutlich feuchter, die Kona-Küste im Westen trockener. An den Hängen oberhalb von Kona sorgen Morgensonne und Nachmittagswolken für gute Bedingungen für den Kona-Kaffee, den du direkt auf den Plantagen probierst.Kauai
Wegen ihrer üppigen Vegetation heißt Kauai auch Garteninsel. Im Osten erreichst du bei einer Bootstour auf dem Wailua River die Fern Grotto, eine von Farnen überwucherte Lavagrotte, die du von einer Aussichtsplattform aus siehst. Im Südwesten der Insel liegt im Hochland der Waimea Canyon mit seinen rötlichen Felswänden. Viele nennen ihn den Grand Canyon des Pazifiks. Aussichtspunkte entlang des Waimea Canyon Drive zeigen den Canyon von oben, während mehrere Wanderwege auch direkt hineinführen. Im Nordwesten ragen die Steilklippen der Na-Pali-Küste bis zu 1.200 Meter aus dem Pazifik auf.Im Urlaub Hawaii mit seinen vielfarbigen Stränden kennenlernen
Waikiki Beach auf Oahu
Der helle Sandstrand von Waikiki liegt direkt vor der Skyline von Honolulu und gliedert sich in mehrere Abschnitte mit eigenen Namen. Am Kuhio Beach hält ein Wellenbrecher das Wasser ruhig, deshalb planschen hier viele Familien. Zum Surfen gehst du an den Royal Hawaiian Beach oder Queen's Surf Beach, zum Schwimmen und Schnorcheln an das östliche Ende nach Kaimana Beach. Für eine Pause vom Strand lohnt sich ein Abstecher ins nahe Royal Hawaiian Center, einen Einkaufskomplex an der Kalakaua Avenue. Dort schaust du dir im Royal Grove, einem Gartenhof, regelmäßig kostenfreie Vorführungen des Hula an, des traditionellen hawaiianischen Tanzes.Kaanapali Beach auf Maui
Der goldgelbe Sandstrand von Kaanapali zieht sich 5 Kilometer an Mauis Westküste entlang, begleitet von einer durchgehend gepflasterten Promenade, an der Hotels auf Maui direkt am Strand liegen. Am nördlichen Ende gliedert der vulkanische Felsen Puu Kekaa, von Einheimischen Black Rock genannt, den Strand und bietet direkten Zugang zum Schnorcheln. Mit etwas Glück beobachtest du dabei Papageifische und Grüne Meeresschildkröten. Am späten Nachmittag spazierst du auf der Promenade zu den Restaurants im Whalers Village, einem Einkaufszentrum am Strand. Da Kaanapali an Mauis Westküste liegt, geht die Sonne abends direkt über dem Meer unter.Papakolea Beach auf Big Island
Grüner statt weißer Sand liegt am Papakolea Beach im Süden von Big Island. Er zählt zu den seltenen Stränden mit deutlich grünlichem Sand. Diese Farbe stammt von Olivin, einem grünlichen Mineral, das aus dem Gestein eines rund 49.000 Jahre alten Vulkankegels herauswittert und sich in der Bucht sammelt. Vom Parkplatz am Südzipfel der Insel führt der Fußweg rund 4 Kilometer zum Strand. Da du überwiegend in der Sonne läufst, empfehlen sich ausreichend Wasser, Sonnencreme und eine Kopfbedeckung. Aufgrund starker Strömungen steht hier weniger das Baden als der Weg zur grünen Bucht im Mittelpunkt.Poipu Beach auf Kauai
Ein vorgelagertes Riff schützt die Bucht von Poipu Beach an Kauais Südküste vor starken Strömungen, wodurch das Wasser hier ruhiger bleibt als an vielen anderen Stränden der Insel. Auf der östlichen Seite trennt eine schmale Sandbank ein flaches, für Kinder geeignetes Becken vom offenen Wasser ab. Auf dieser Sandbank ruhen mitunter auch hawaiianische Mönchsrobben. Zu ihrem Schutz gelten dort zeitweise Absperrungen, und du beobachtest die Tiere nur aus sicherer Entfernung. Beim Schnorcheln an der westlichen Riffseite beobachtest du mit etwas Glück Grüne Meeresschildkröten.


Was gibt es im Urlaub auf Hawaii zu sehen?
Pearl Harbor auf Oahu
Das Pearl Harbor National Memorial markiert den Ort des japanischen Angriffs vom 7. Dezember 1941, der zum Eintritt der USA in den Zweiten Weltkrieg führte. Eine Bootstour bringt dich vom Besucherzentrum zum weißen Memorial-Bau, der wie eine Brücke über dem gesunkenen Schlachtschiff USS Arizona liegt. Durch eine Öffnung im Fußboden blickst du direkt ins Wasser auf das Wrack.Hawaii Volcanoes National Park auf Big Island
Vulkanische Aktivität prägt große Teile des Hawaii Volcanoes National Park rund um Kilauea und Mauna Loa. Am Gipfel des Kilauea liegt der Krater Halemaumau auf rund 1.200 Metern Höhe. Seit Ende 2024 wechseln sich dort Ausbruchs- und Ruhephasen unvorhersehbar ab. Während mancher aktiver Phasen siehst du von geöffneten Aussichtspunkten am Kraterrand Lavafontänen. Doch selbst ohne sichtbare Lava lohnt sich der Crater Rim Trail. Er führt vorbei an Dampfaustritten und den Spuren des Gipfelkollapses von 2018, bei dem der Kraterboden um bis zu 500 Meter absackte.Haleakala-Krater auf Maui
Nur rund 2 Autostunden von Mauis Stränden entfernt verändert sich die Landschaft am Haleakala grundlegend. Auf über 3.000 Metern Höhe prägt rötliche und schwarze Vulkanasche eine karge, fast vegetationslose Landschaft. Da es in dieser Höhe deutlich kühler ist als an der Küste, ist warme Kleidung empfehlenswert. Vor allem lohnt sich eine frühe Fahrt zum Gipfel. Häufig liegt der Gipfel über einer Wolkendecke, sodass du den Sonnenaufgang darüber siehst, bei wechselhaftem Wetter ist das jedoch nicht garantiert. Für die Einfahrt in den Gipfelbereich zwischen 3 und 7 Uhr morgens ist jedoch eine Reservierung nötig.Na-Pali-Küste, Kauai
Die Na-Pali-Küste im Nordwesten Kauais ist ein Küstenabschnitt ohne Straße, den Steilklippen und grüne Täler prägen. Der Kuhio Highway führt über Hanalei bis zum Kee Beach vor den Klippen. Besucher von außerhalb Hawaiis benötigen für den Haena State Park mit Kee Beach und dem Ausgangspunkt des Kalalau Trail wegen eines täglichen Besucherlimits eine vorab gebuchte Reservierung. Näher an die Klippen und Täler kommst du auf drei Arten: Auf dem Kalalau Trail wanderst du an Steilhängen entlang, vom Boot siehst du die Klippen von unten, aus dem Helikopter den gesamten Küstenverlauf.


DERTOUR Experten-Tipp
„Mein Tipp für einen Hawaii-Urlaub ist die Maunakea Street in Honolulus Chinatown mit ihren Ständen für Lei, die traditionellen hawaiianischen Blumenketten. An den kleinen Verkaufsständen binden Händler die Lei von Hand aus Orchideen oder Plumeria, auch Frangipani genannt. Ein Lei gilt unter Einheimischen seit jeher als Ausdruck des Aloha-Spirits, der Gastfreundschaft und Herzlichkeit Hawaiis.“
Veröffentlicht von Sharon B.
Hawaii-Urlaub: Ideen für jeden Reisetyp
Familien
„Ohana“ bedeutet auf Hawaiianisch „Familie“ und wird auf den Inseln großgeschrieben. Jüngere Kinder planschen an den vier geschützten Lagunen von Ko Olina auf Oahu, wo das Wasser ruhig und ganzjährig warm ist. Ältere Kinder und Jugendliche schnorcheln in der Hanauma Bay, einem Meeresschutzgebiet im Vulkankrater, und sehen Fische aus nächster Nähe. In einigen Familienhotels auf Hawaii gibt es zudem Kinderclubs mit Betreuung und Pools mit flachen Bereichen. 👉 Familienhotels in Hawaii buchenPaare
Hawaii ist ein beliebtes Ziel für Flitterwochen, weil Strände, Regenwälder und Vulkane nah beieinander liegen und das Klima ganzjährig warm ist. Auf dem Mauna Kea auf Big Island erleben Paare nachts einen Sternenhimmel, denn große Höhe, trockene Luft und geringe Lichtverschmutzung bieten häufig sehr gute Bedingungen. Tagsüber bieten einige Wellnesshotels Lomi-Lomi an, eine traditionelle hawaiianische Massage, auch für Paare. 👉 Wellnesshotels in Hawaii findenAktive
Bist du gerne aktiv unterwegs, findest du auf Hawaii kurze Wege zu Surfspots und Wanderungen. Für den Einstieg bietet sich auf Oahu der Diamond Head Trail an, denn die kurze Wanderung endet auf dem Kraterrand mit Blick über Waikiki. Danach geht es an die Nordküste, wo erfahrene Surfer im Winter vor Haleiwa die großen Wellen suchen. Windiger wird es auf Maui am Hookipa Beach, wo sich Windsurfer treffen. In Sporthotels gibt es dafür oft Verleihmöglichkeiten für Ausrüstung direkt vor Ort. 👉 Sporthotels in Hawaii findenNaturfans
Hawaii liegt rund 4.000 Kilometer vom nächsten Festland entfernt, deshalb gibt es hier viele Pflanzen und Tiere, die sonst nirgends vorkommen. Besonders üppig wächst der Regenwald im feuchten Osten, etwa bei den Akaka Falls nahe Hilo, die mehr als 100 Meter tief stürzen. Ebenso grün ist auf Maui das Iao Valley, in dem die Felsnadel Iao Needle aufragt. Für solche Ausflüge bieten Strandhotels einen praktischen Ausgangspunkt mit Zugang zum Meer und kurzen Wegen zurück. 👉 Strandhotels in Hawaii entdeckenDie beste Reisezeit für deinen Hawaii-Urlaub
Klima-Überblick für den Urlaub auf Hawaii
- An den Küsten ist es das ganze Jahr über warm, bei Wassertemperaturen von 24 bis 27 °C eignet sich jede Jahreszeit für Strand und Baden.
- In Höhenlagen wird es kühler: Am Haleakala sind es bis zu 17 °C weniger als an der Küste, daher gehört eine warme Jacke ins Gepäck.
- Der Regen verteilt sich je nach Inselseite: Die Kona-Küste im Westen bleibt meist trocken, Hilo im Osten ist feuchter.
| Aktivität | Beste Reisezeit | Wo | Gut zu wissen |
| Baden und Strand | ganzjährig, Mai bis Oktober meist ruhigere See | windabgewandte Küsten wie bei Kona auf Big Island | Das Wasser ist ganzjährig 24 bis 27 °C warm, die Hurrikansaison läuft von Juni bis November |
| Wandern | ganzjährig, Mai bis Oktober tendenziell trockener | Oahu (Diamond Head Trail), Maui (Pipiwai Trail), Kauai (Wanderwege im Waimea Canyon) | Bei Starkregen schwellen Bäche schnell an |
| Surfen für Erfahrene | November bis Februar | Nordküste von Oahu, etwa vor Haleiwa | Dann erreicht Dünung aus kräftigen Sturmsystemen im Nordpazifik die Küsten |
| Walbeobachtung | November bis April, Hauptsaison Januar bis März | In den Küstengewässern rund um die Hauptinseln | In der Hauptsaison bestehen sehr gute Chancen auf Sichtungen |
| Wasserfälle besuchen | November bis April | windzugewandte Gebiete rund um Hilo auf Big Island | Hier regnet es ganzjährig häufiger, im Winter besonders kräftig |
























