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Mit AIDA nach Grönland

Grönland - Geheimtipp für eine Kreuzfahrt

Faszination Grönland - Ein Bericht von Philip Duckwitz

Man mag es kaum glauben – das raue und zerklüftete Grönland ist ein echter Geheimtipp für eine Kreuzfahrt! Vor allem im Sommer ist eine Grönland-Kreuzfahrt eine Reise für echte Entdecker und solche, die es werden wollen.

Unglaubliche Naturschauspiele und eine einzigartige Tierwelt erwarten Sie auf einer Grönland Kreuzfahrt, die Sie an der Südspitze der meist schneebedeckten Insel an der wunderschönen Küste vorbeiführt. Blühende Wiesen, zerklüftete Fjorde, Schären und Gletscher türmen sich vor dem Betrachter auf – und mit etwas Glück entdecken Sie zwischen den Schollen das eine oder andere Tier, das Sie sonst kaum zu sehen bekommen! Robben und manchmal auch Wale suchen sich bevorzugt die Küste Grönlands als Lebensraum aus.

Ein Rendezvous mit der Kälte

Knirschend schiebt sich der Bug des kleinen roten Kutters durch die mächtigen Eisschollen, die unseren Weg hinaus vor die Küste säumen. Hier in Ilulissat im Westen Grönlands, der weltweit größten Insel, ist es gegen Ende des Jahres ausgesprochen kalt und für Europäer kaum zu ertragen. Im Sommer dagegen können bis zu +15 Grad erreicht werden. Wie gut, dass ich mich nach dem Zwiebelprinzip in mehreren Schichten warm angezogen habe. So spüre ich die –15 Grad nicht so sehr. Das eisige, –10 Grad kalte Wasser ringsherum tut sein Übriges, um das Kälteempfinden eines Mitteleuropäers auf den Prüfstand zu stellen. Und das trotz strahlendem Sonnenschein. Doch die extremen klimatischen Bedingungen sind genau das, was Grönland ausmacht. Der Grönländer trägt Kleidung aus Robbenfell. Das schützt ganz sicher vor Kälte.

Mit fast sakralem Charakter erheben sich die gigantischen Eisberge vor mir. Weiße Riesen, die stumm und mahnend im Wasser verharren. Und dabei ist es nur die Spitze von dem, was einen Eisberg ausmacht. Bis zu 150 Meter liegen unter dem Wasser. Glitzernd und in bizarren Strukturen, ja atemberaubend und kaum fassbar, steigt ein weißer Gigant nach dem anderen auf, je weiter sich das Boot in die Eiswüste schiebt. Dichter werden die Eisschollen, es rumst und knarrt lauter, wenn das Eis mit dem Kahn zusammenstößt. Der Skipper ist erfahren und steuert sicher durch die Eisberge.

Robben in Grönland
Gletscher in Grönland

Der Ilulissat-Eisfjord

Die dicht gedrängten Eisberge vor der Küste Ilulissats haben einen geophysischen Hintergrund. Der Eisfjord nahe der Stadt, 250 Kilometer nördlich des Polarkreises, ist durch seine Gletscheraktivität fast vollständig mit Eis gefüllt. Durch diese Bewegungen wird das Eis ins offene Meer vor die Küste gedrückt, es strandet dort, weil sich unter dem Wasser die Spitze eines hohen Berges befindet. Während der Gletscher in den Jahren 1950 bis 1999 stabil blieb, hat sich die Gletscherzunge in den Jahren 2001 bis 2007 um etwa zehn Kilometer zurückgezogen.

Die gestrandeten Eisberge zeigen aber durchaus Aktivität, auch wenn sie starr und still dazustehen scheinen. Und so kann es sein, dass im nächsten Jahr diese Szene völlig anders aussieht, weil sich die Eisberge drehen und voran bewegen. Und wieder vergesse ich völlig alles um mich herum im Angesicht der Eisberge, all der Formen und glitzernden Farben. Blau und grün und silbern und wieder weiß schimmert es.

Die Sonne treibt hier ihr Spiel und leuchtet bei diesem Wetter das Eis in allen Farbtönen aus. Risse werden sichtbar. Es sieht aus, als ob gleich ein Stück abbräche. Glatt geschnittene Kanten, geschliffene Ebenen und undefinierbare Bruchstellen. Man kann sich nicht sattsehen. Das muss man erleben, in sich aufsaugen, im Kopf mitnehmen und im Bild festhalten.

Eine vergleichbare Atmosphäre wird man nirgends finden. Verloren und klein kommt der Mensch sich inmitten der weißen Riesen vor, die gut 100 Meter in die Höhe schießen. Da krächzt eine Möwe, die den Gipfel des Eises umfliegt, die Wellen schwappen an das Boot. Stille – Erhabenheit – Unwirklichkeit. Während das Boot sich langsam wieder in Richtung Ilulissat-Hafen aufmacht, blicke ich wehmütig in den Sonnenuntergang, der nun die weißen Giganten in orange-rotes Licht taucht, bevor der Tag sich dem Ende neigt.

Bild
AIDA beim Auslaufen

Ilulissat – Hafenort mit Tradition

Der kleine Hafenort Ilulissat ist eine der größten Städte des Landes nach der Hauptstadt Nuuk. Die Menschen leben hier in der von Jakob Severin einst gegründeten, heute drittgrößten Stadt Grönlands, die auf Dänisch Jakobshavn genannt wird. Knud Rasmussen, der grönländisch-dänische Polarforscher, der hier in Ilulissat als Nachkomme des Missionars Christian Rasmussen 1879 geboren wurde, ist der wohl bekannteste Sohn der Stadt.

Die Menschen leben hier von den zwei Fischfabriken des Orts und vom Tourismus. Unweit des Hafens liegt eine kleine Künstler-Werkstatt, die Figuren und Schmuck aus Materialien wie Moschusochsen-Hörnern und Zähnen von Walen und Eisbären herstellt. Traditionelle Formen von Geistern, Naturerscheinungen und dem Lebensumfeld der Inuit finden sich hier wieder. Der 40 Kilometer lange und sieben Kilometer breite Ilulissat-Eisfjord zählt seit 2004 zum UNESCO-Weltnaturerbe. Die Ursprünge der Inuit, der Ureinwohner des Landes, liegen in dieser Region. Ehemalige Siedlungen am Rande des Fjords und der Diskobucht sind noch heute wahrnehmbar.

Polarlichter – Mystik der grünen Erscheinung

Bevor ich die Diskobucht erwandere, zieht es mich noch einmal mit dem Kutter hinaus für ein besonderes Erlebnis: das Nordlicht, auch Polarlicht genannt. Denn in klaren Nächten – am deutlichsten in den langen Nächten im Herbst und Winter – kann man die grünen Leuchterscheinungen besonders gut wahrnehmen. Am besten dort, wo kein künstliches Licht störend hinzukommt. Unwirklich und fast skurril wirken die weißen Wände, die sich um uns aus der stockfinsteren Dunkelheit erheben und vom Schiffslicht angestrahlt werden. Romantisch und doch auch ein wenig gruselig mutet die Stimmung an. Keiner der Beobachter wagt zu sprechen, alle starren gebannt in den Himmel. Und dann ist es da: Wie ein grün schimmernder Vorhang am Horizont flattert und flackert es. Man soll nicht sprechen, während das Licht zu sehen ist, eine alte Inuit-Weisheit.

Denn dann fordert man die Naturgewalt als Spiel der Götter heraus. Und der Sage nach verliert man dabei seinen Verstand als Opfergabe an die Götter. Auch die Wikinger sahen in den Nordlichtern Zeichen: Irgendwo auf der Welt wurde bei Erscheinen des Nordlichts eine große Schlacht geschlagen. Nach ihrer Vorstellung ritten die Walküren nach jedem Gefecht über den Himmel und wählten die Helden aus, die fortan an Odins Tafel speisen sollten. Dabei spiegelte sich das Licht des Mondes auf ihren schimmernden Rüstungen und das Nordlicht entstand.

Polarlichter in Grönland
AIDA Route

Unser Tipp: Island & Grönland mit AIDAcara

Im Juli und August 2018 befährt AIDAcara an 3 Terminen diese faszinierende 21-tägige Route mit ihrer mystischen Natur und den unendlichen Weiten. Spannende Lesungen, genussvoll regionale Gerichte verkosten oder auch ein Polarflug nach Grimsey erwarten Sie.

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