In der Natur: Leuchtturm in Hiddensee an der Küste

Leuchttürme an der Ostsee

Historisch, modern, interessant – Ihr Ostsee-Erlebnis mit Rundumblick

Sie sind Wahrzeichen, sie erzählen Geschichte, sie verleiten zum Träumen, sind standhaft, wertvoll und bieten fantastische Ausblicke: Die Leuchttürme an der deutschen Ostseeküste gehören in einem Ostsee-Urlaub zu den beliebtesten Ausflugszielen. Die Auswahl an der Küste zwischen Flensburg in Schleswig-Holstein und der Insel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern ist für alle groß, die auf der Suche nach einem tollen Fotomotiv sind, die auf historischen Spuren wandeln oder maritimes Ambiente genießen möchten.

An der Ostsee gibt es während Ihres Aufenthalts zahlreiche sehenswerte Leuchttürme zu bestaunen. Erklimmen sie den höchsten, erkunden Sie den ältesten, entdecken Sie den für Sie schönsten Leuchtturm!

Alter Turm – abwechslungsreiche Historie

Der Leuchtturm zählt zu den ältesten Seezeichen: Bereits in der Antike wiesen Leuchtfeuer per Fackeln oder offenem Feuer Schiffen entlang der Küsten den Weg. An der deutschen Ostsee begann die Zeit der Leuchttürme mit der Hanse im 13. Jahrhundert. Der historische Leuchtturm von Travemünde, erbaut 1539, ist der älteste Leuchtturm Deutschlands und – zusammen mit der legendären Viermastbark Passat – Wahrzeichen des Lübecker Seebads. Seit 1974 übernimmt ein benachbartes Strandhotel den Job, die Schifffahrt zu leiten. Der Alte Leuchtturm inklusive maritimem Museum bleibt ein beliebtes Ausflugsziel. Der Blick über die Altstadt von Travemünde, den Skandinavienkai – einen der größten Fährhäfen Europas – und die Lübecker Bucht ist fantastisch.

Ebenfalls ein bekanntes Kulturdenkmal der Region ist der Leuchtturm Pelzerhaken bei Neustadt in Holstein. Mitte des 19. Jahrhunderts unter dänischer Vorherrschaft erbaut, war der Turm einst ein Lotsenquartier, seine Wärter fungierten als Zollassistenten. Der hohe Backsteinturm ist nach wie vor in Betrieb und nicht zu besichtigen.
Das Kap Arkona auf Rügen ist ein Eldorado für Leuchtturm-Fans. Auf der berühmten Steilküste der Ostsee-Insel laden mit dem Schinkelturm, Leuchtfeuer und Peilturm gleich drei Leuchttürme zum Urlaub auf Rügen ein. Das markante Ensemble ist ein magischer Anziehungspunkt. Den Anfang machte 1828 der Alte Leuchtturm – ein quadratischer Bau aus rotem Backstein, der heute als Museum und Standesamt genutzt wird. Von der Aussichtsplattform geht der Blick über Rügen und die Halbinsel Wittow. 1902 löste der Neue Leuchtturm den sogenannten Schinkelturm als Orientierungsfeuer ab. In 35 Metern Höhe reicht die Sicht für Besucher bei gutem Wetter bis nach Dänemark. Bis heute ist das Seezeichen aktiv und sendet den Seeleuten Lichtsignale. Etwas weiter südlich trotzt der achteckige Leuchtturm von Sassnitz Wind und Wellen. Seit über 100 Jahren hält der grün-weiße Turm an der Hafenmole jeder Witterung stand und weist Seefahrern den Weg.

Verträumt geht es rund um den Leuchtturm Darßer Ort auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst zu. Der älteste, heute noch betriebene Leuchtturm in Deutschland steht im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Von Prerow aus führt ein idyllischer Weg zu dem Turm und Wärterhäuschen am Rande des Darßwaldes. Der Weg zu Fuß, per Fahrrad oder mit der Pferdekutsche ist wildromantisch und lohnt sich: Der Ausblick bis nach Hiddensee und zur dänischen Insel Møn ist phänomenal.

Leuchttürme als Wahrzeichen – markante Hingucker

In Warnemünde kommen Besucher am Leuchtturm nicht vorbei: Das historische Wahrzeichen des kleinen Ostseebades an der Seepromenade zieht neben dem bekannten, denkmalgeschützten Teepott alle Blicke auf sich. Das Treppensteigen von knapp 140 Stufen wird mit einem eindrucksvollen Panoramablick über Rostock und die Ostsee belohnt. Doch der runde Leuchtturm, der in seiner ursprünglichen Gestalt aus weißen Ziegeln plus Laternenhaus mit kuppelförmigem Kupferdach überzeugt, ist nicht nur eine Sehenswürdigkeit der Region. Als Landmarke und Leuchtfeuer zeigt er tagein, tagaus Schiffen den sicheren Weg in den Rostocker Hafen. 2018 feierte der Leuchtturm Warnemünde seinen 120. Geburtstag.


Gut 20 Jahre jünger ist der Leuchtturm Neuland bei Behrensdorf an der Hohwachter Bucht. Das weithin sichtbare, markante Bauwerk steht unter Denkmalschutz. Bis 1996 diente der Leuchtturm zwischen Fehmarnsund und Kieler Förde als Seezeichen, heute ist er ein Warnsignalturm der Bundeswehr.

Denkmal und Seezeichen zugleich: Den historischen Leuchtturm an der Schleuse Kiel-Holtenau zeichnet seine Doppelfunktion aus. Das Wahrzeichen des Kieler Stadtteils dient der Schifffahrt seit 1895 zur sicheren Zufahrt in den Nord-Ostsee-Kanal – unter den schönsten Leuchtfeuern Deutschlands dürfte das Backstein-Bauwerk aus wilhelminischer Zeit weit oben rangieren. Der Holtenauer Leuchtturm ist mit viel Symbolik ausgestattet, die die einstige Bedeutung des deutschen Kaiserreichs unterstreichen sollte. Eine Inschrift weist auf die enge Verbindung von Turm und Kanal hin, Kaiser Wilhelm II. weihte den Nord-Ostsee-Kanal ein. Die angrenzende Drei-Kaiser-Halle erinnert an die drei Regenten während der Bauphase.

Leuchtturm-Romantiker haben ihre Freude auf der Ostseeinsel Hiddensee. Im Norden auf dem höchsten Punkt der Insel strahlt ganz in weiß der Leuchtturm Dornbusch – von weither sichtbar mit roter Kuppel. Der achteckige Turm wurde 1888 in Betrieb genommen und ist seitdem Wahrzeichen und eine der Top Sehenswürdigkeiten auf Hiddensee. Der Weg zum Leuchtfeuer Dornbusch lohnt sich nicht nur wegen des grandiosen Blicks von der Aussichtsplattform aus – die hügelige Umgebung lädt zum Wandern und Verweilen ein.

Schmuck eingebettet, schön anzusehen: klassische Ausflugsziele

Weiter geht’s auf Fehmarn mit der Besichtigung markanter Leuchttürme. Ostsee-Flair und Seefahrer-Nostalgie kommen rund um den Leuchtturm Flügge an der Südwestspitze der Insel auf. Ein gut zwei Kilometer langer Fußweg führt durch das Naturschutzgebiet Krummsteert zu dem Turm, der mit seinen rund 38 Metern Höhe gut sichtbar Besucher schon von Weitem grüßt. Seit 1916 leitet das Leuchtfeuer ununterbrochen den Schiffsverkehr sicher über den Fehmarnsund. Ursprünglich stand an dieser Stelle eine Baumgruppe, das „Flügger Holz“, die dem Leuchtturm seinen Namen gab. Das Panorama von der Aussichtsgalerie des denkmalgeschützten Bauwerks ist fantastisch.


Gleiches gilt für den Bülker Leuchtturm, von dessen Plattform sich in 22 Meter Höhe der Blick Richtung Eckernförde und über die Kieler Bucht weitet. Das schwarz-weiß-gestreifte Leuchtfeuer steht auf der Bülker Huk bei Strande am äußersten Landzipfel der Kieler Außenförde und ist in seiner heutigen Gestalt seit 1865 erhalten. Der Leuchtturm Bülk, der älteste dieser Region, war in seiner Geschichte Lotsen- und Leuchthaus, Leit- und Orientierungsfeuer und ist für die Schifffahrt in der Kieler Förde nach wie vor eine wichtige Markierung.

Unser Tipp:


Sollten Sie Ihren Aufenthalt in einer unserer Ferienwohnungen auf Fehmarn am Südstrand genießen, bietet sich der Leuchtturm Flügge wunderbar als Ziel für einen Tagesausflug an.

Imposante Lage: Der Leuchtturm Bastdorf bei Kühlungsborn steht nicht direkt am Wasser, sondern auf einer Anhöhe im Landesinneren und ist damit das höchstgelegene Leuchtfeuer an der deutschen Küste. Der Turm selbst ist mit seinen gut 20 Metern Höhe nicht sehr groß, das rote Bauwerk inklusive angrenzender ehemaliger Wärterwohnung aber sehr markant. Seit 1878 warnt der Leuchtturm Buk, wie er nautisch genannt wird, die Schiffe vor einer langgestreckten Sandbank in der Wismarer Bucht. Ein Ausflug von einem der beliebten Ferienorte in der Region zum Backsteinbau auf dem Bastorfer Berg bietet sich an. Alleine schon wegen der – bei klarer Sicht – tollen Aussicht von Rerik über die Insel Fehmarn und Dänemark bis nach Rostock und Warnemünde. Beim Aufstieg gibt’s erste Informationen zur Geschichte des Leuchtturms und seinen Aufgaben. Aus demselben Jahr stammt der Leuchtturm Dahmeshöved am Dahmer Kliff bei Kellenhusen.

Das denkmalgeschützte Leuchtfeuer von Dahme, an der schleswig-holsteinischen Küste zwischen Fehmarn und Travemünde gelegen, weist Schiffen in der Mecklenburger und Lübecker Bucht seit rund 140 Jahren treu und standfest den Weg. Zu Zeiten der deutsch-deutschen Teilung hatte der achteckige, ziegelrote Leuchtturm auf dem Küstenvorsprung eine zusätzliche Funktion: Er diente DDR-Bürgern auf der Flucht über die Ostsee als sogenanntes „Licht der Freiheit“ zur Orientierung.

Deutschlands Leuchtfeuer: Beliebte Fotomotive in herrlicher Umgebung

Klein, aber fein: Das Leuchtfeuer Gellen im südlichen Teil der Insel Hiddensee ist für die Schifffahrt seit 1905 das Ansteuerungssignal von der Ostsee kommend ins Fahrwasser Gellenstrom Richtung Stralsund. Der nur zwölf Meter hohe, rot-weiße Turm steht bei der Ortschaft Neuendorf, sein Licht strahlt bei Dunkelheit im Umkreis von 360 Grad. Bei Ausflüglern ist der Süderleuchtturm ein beliebtes Fotomotiv.

Der Leuchtturm Staberhuk geht als bauliches Mosaik-Kunstwerk durch. Das Leuchtfeuer im Südosten der Insel Fehmarn gehört nicht gerade zu den grazilen Konstruktionen. Der Grund: Fehmarns jüngster Turm unter den historischen Leuchttürmen trägt das gusseiserne Laternenhaus mit Galerie vom alten Leuchtturm der Insel Helgoland. Auffällig ist außerdem das Mauerwerk. Witterungsschäden hatten auf der Westseite zum Austausch der Ziegel geführt. Daher besteht der Staberhuk-Turm zur Hälfte aus neuen, roten Ziegeln und auf der Ostseite aus den original gelben Ziegelsteinen von 1904. Das Seezeichen fungiert bis heute als Orientierungsfeuer im Fehmarnsund und warnt vor felsigen Untiefen. Der Turm eignet sich auf einem herrlichen Rundwanderweg perfekt zum Foto-Stopp.

Auch der Leuchtturm Heiligenhafen markiert im Fehmarnsund gefährliche Untiefen, sein Signal leitet die Schifffahrt nach Heiligenhafen. Ursprung dieses Leuchtfeuers war im späten 19. Jahrhundert eine Laterne an einem Fischerhaus.
Der Leuchtturm Falshöft bei Pommerby ist eine Art Paradebeispiel für einen Leuchtturm in deutschen Küsten-Regionen. Das Bild: ein rot-weiß gestreiftes Bauwerk inmitten grüner, weiter Landschaften, ein langer Strand und Wasser bis zum Horizont. Diese Stimmung ist nicht nur etwas für Seefahrer-Nostalgiker. Einst war der Turm an der Flensburger Außenförde Orientierungsfeuer, heute lädt das Schmuckstück am Naturschutzgebiet Geltinger Birk zum Innehalten ein. Das Bauwerk von 1910 hat zwei Galerien, von denen aus Besucher einen famosen Blick über die Ostsee genießen.

Der Schleimünder Leuchtturm bei Kappeln – Wahrzeichen der Lotseninsel an der Einfahrt zur Schlei - oder der Leuchtturm Kiel, gleichzeitig die einzige noch besetzte Lotsenstation in Deutschland, sind weitere interessante und markante Leuchttürme. Das am weitesten strahlende Leuchtfeuer an der deutschen Ostseeküste ist der Leuchtturm Greifswalder Oie.

Einen neuen Blickwinkel auf die Ostsee genießen

Starten Sie Ihre eigene Entdeckungsreise mit Weitblick und besuchen Sie die Leuchttürme der Ostsee. Betrachten Sie die Strände der Ostsee aus einer neuen Perspektive. Die Ausflüge garantieren Spaß und tolle Strände für die ganze Familie, da oben auf den Leuchttürmen auch die Kleinen ganz groß sind – und nebenbei lernen Sie auch noch die schönsten Orte der Ostsee kennen.

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