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Kurzreise nach Valencia

Ein Reisebericht unseres Community Mitglieds "frommel"

Valencia, die drittgrößte Stadt Spaniens und doch hat man Sie irgendwie nicht so auf den Pin! Bis jetzt, denn seit ich dort war werde ich verfolgt von ihr; lese und sehe ständig etwas über Valencia und lerne jüngst auf Malta ständig Menschen aus Valencia kennen! Valencia liegt genau zwischen Barcelona und Madrid! Bei Städtereisen fällt meistens; Barcelona, Madrid, Lissabon, Budapest, Prag… und wie Sie alle heißen. Als ich sagte das ich nach Valencia fliege sah ich mehrfach Fragezeichen in den Augen; Wo ist denn das? Ist das in Italien… da nutzt es auch nichts das der Valensina in aller Munde ist!

Valencia auch bekannt für die Fallas, das spanische Frühlingsfest an dem die Stadt jedes Jahr Kopf steht. Was für die Kölner der Karneval sind für die Valencianer die Fallas. Wir waren zufällig zum Auftakt "Cridà" dort (25.02.2018) vergleichbar mit dem 11.11 bei uns, der sogenannte Startschuss für die Fallas. Das eigentliche Fest fand dann aber vom 15-19.03.2018 statt!

Und in der Tat merkt man, dass es hier bei weitem noch nicht so überlaufen ist. Okay, das war nicht zuletzt der Ferien- als auch der Saison freien Zone geschuldet. Aber im Vergleich zu Barcelona zur selben Zeit 2 Jahre zuvor hatte hier „noch - und“ eine Menge geschlossen gehabt.

Ich muss zugeben, das meine Deutsche Mentalität auch nicht so kompatibel mit der spanischen ist geschweige denn sich dieser anpasst. Wenn ich Hunger habe, werden hier die Stühle reingestellt und die Siesta beginnt. Wenn ich siestareif bin, dann fangen die in Spanien erst an die Stühle herauszustellen und zu essen. Nun ja, es heißt ja nicht umsonst „andere Länder, andere Sitten“ und da lediglich die Niederländer Ferien hatten, hielt sich der Tourismus in Grenzen und man hat eine Menge vom "echten" Leben der Spanier mitbekommen, genau so mag ich das.

Kommen wir zum Punkt. Valencia ist eine Großstadt und doch ähnlich wie Frankfurt ein Dorf, das merkt man oft daran, dass man in seiner Zeit oftmals dieselben Menschen trifft inklusive Einheimischer. Auch hier bietet sich ein schöner Kontrast zwischen moderner Architektur und gotischen Baustil!

Stadt der Kontraste
Stadt der Kontraste

Wie immer bevorzuge ich auf Städtereisen den Hop on Hop of Bus. Auf dem oberen Deck, weht einen ein schöner Wind um die Nase, man hat alles im Blick und dazu noch die Geschichte zur Stadt auf dem Ohr- quasi Bildung gepaart mit Spaß! Da es auch hier eine rote und eine blaue Route gibt und die Busse nur im 40-60 Minuten Takt fahren lohnt sich kein 24 Stunden Ticket, es sei denn man möchte nicht aussteigen, was ja nicht Sinn des Sache ist.

Ein 48 Stunden Tickte kostet gerade mal 3 € mehr! Auf die gern verkauften Touristenkarten verzichte ich wohlwollend, denn mal ehrlich wer schafft es in so viele Museen zu gehen, das sich so eine Karte rechtfertigt? Gerade nach einem Winter lechzen wir doch alle nach Frühling und Frischluft, so das man es gar nicht so nutzen würde. Die Restaurants sind meistens aus der Riege „Tourinepp“ zudem hat man auch nicht die Muße diese extra zu suchen wegen 1 € Rabatt, während man dabei noch an zig anderen Pinten vorbeiläuft in die man viel lieber einkehren würde.

Und 3 Tage Bahnfahren umsonst, mmmh, meine Devise ist; soviel und soweit es geht laufen, denn gerade beim Laufen entdeckt man die schönsten Dinge, Motive, Cafès… zudem ist Bahnfahren in Spanien ohnehin äußerst günstig; 10er Karte = 10 € und wir haben zu zweit gerade mal eine Karte verfahren. Die Tourikarten mögen für Anfänger oder unsichere o.k. sein, aber haben meiner Meinung nach keinen Mehrwert!

Stierkampfarena
Stierkampfarena

Besondere Highlights

Plaza de Toros de Valencia, die Stierkampfarena, liegt direkt am Hauptbahnhof mitten im Zentrum. Der Anblick von außen genügt mir jedoch, da ich dem ganzen nichts abgewinnen kann und zum Glück auch langsam die Spanier dahinter kommen.

Auch die Bank von Valencia hat ein wunderschönes Gebäude.

Obst und Gemüse findet ihr an allen Ecken. Zum Frühstück ein Brot mit Tomaten und Olivenöl wie es die Spanier gerne essen, man nannte es einst auch das "Arme Leute" essen > Pan con Tomate und stammt eigentlich aus der katalanischen bzw. der mallorquinischen Küche. Untypisch hingegen eine Matcha Latte, aber für mich eine Freude es auf der Karte vorzufinden, dazu ein frisch gepresster Saft und der Tag kann beginnen.

Auf der Route des Hop on Hop of Bus kommt ihr am Fischerdorf El Cabanyal vorbei, man hat das Gefühl die Uhren sind hier stehen geblieben, selbst die Promenade war fast Menschenleer, was im Sommer sicher ganz und gar nicht der Fall ist.

Wer Fotografie und Architektur mag, der wird es am Ciutat de les Arts i les Ciències lieben. Hier hält natürlich auch der Bus oder ihr mietet euch ein Fahrrad, das geht überall problemlos und die Straßen sind flach. Ich habe darauf verzichtet, da es mir mit der Kamera zu umständlich ist.

In diesem Areal könnt ihr euch fotografisch richtig austoben, in der Hauptsaison kann man sich sogar Kanus mieten, was wir auch gerne gemacht hätten, aber es war leider noch zu kalt.

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Mein ganz persönlicher Tipp; geht rüber in den Carrefour, er ist genau gegenüber von dem Park und stellt euch ein schönes Picknick zusammen. Wir haben uns Baguette, Käse, Guacamole und Oliven gekauft. An der Obsttheke haben wir uns noch eine Ananas schneiden lassen und dazu ein kühles Radler. Hier findet definitiv jeder etwas und auch für die heimischen Mitbringsel kann ich einen Besuch hier sehr empfehlen.

Vorne gibt es sogar auch ein Stand mit warmen Speisen, über deren Qualität ich allerdings nichts sagen kann. Danach sind wir wieder rüber in den Park und haben uns auf die Parkbank gesetzt und ein schönes Picknick gemacht, zum Neid aller vorbeistreifenden. Eine Provision seitens Carrefour wäre allemal drin gewesen, was wir an Menschen darüber geordert haben!

Selbiges bietet sich auch in der Markthalle, der Mercat Central an. Hier könnt ihr euch direkt den frischen Saft pressen lassen oder auch die berühmte Horchata, eine Erdmandelmilch testen. Horchata, soll ein Erfrischungsgetränk "darstellen" ich fand es aber einfach nur papp süß und alles andere als erfrischend! Es sei dazu gesagt, ich mag in der Regel süß und ich liebe auch Mandeln; kann sein das es an der nicht vorhandenen Saison lag, die gerade nicht für den Drink gegeben war!

Leider haben es noch nicht alle begriffen, aber dennoch genug, das sie kleine Portionen zum Mitnehmen anbieten. Denn als Tourst hat man in der Regel leider nicht die Möglichkeit selbst zu kochen, aber möchte dennoch gerne in den Genuss kommen. Auch hier könnt ihr euch vor der Halle platzieren und ein kleines Picknick machen. Es soll sogar ein Restaurant geben, das anbietet, die Speisen, die man auf dem Markt einkauft für einen direkt im Anschluss zuzubereiten.

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Mir hat das Viertel rund um Colon sehr gut gefallen, hier kann man sich einfach schön durch die Gassen treiben lassen, irgendwo einkehren oder auf der Straße in einem Cafè sitzen. Gin Tonic Liebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Fast jedes Cafè, Restaurant, Pinte hat eine reichhaltige Auswahl an Gin und das zu fairen Preisen, hier kann man sich durchaus einen einschenken, nicht zuletzt weil es schmeckt.

Sofern ihr euch für Streetart interessiert werden euch das "Herzmännchen" sowie der "Fotograf" immer wieder begegnen und euch überall in Valencia begleiten.

Natürlich stand auch ein Besuch im DOCE GIN CLUB an, hier gibt es weit über 300 Gin Sorten, er steht scheinbar auch im Guinness Buch der Rekorde. Wir wurden hier super beraten ohne das Gefühl zu haben "verarscht" worden zu sein, im Gegenteil! Ganz nach dem Motto; das teuerste muss nicht immer das Beste sein!

Valencia, die Geburtsstadt der Paella, war mir bis dato auch nicht bewusst. Aber Vorsicht; Paella ist nicht gleich Paella und so gibt es auch hier, wie überall auf der Welt den berüchtigten Tourinepp.

Wenn ihr eine wirklich gute Essen wollt, dann belest euch vorher am Besten und geht keinesfalls in die Touristraßen wo sich ein Restaurant nach dem anderen reiht und man euch fast schon reinzerrt hinein. Wie oben erwähnt hat sich mein Magen nicht so schnell auf die spanischen Zeiten eingestellt und auch das haben die Tourijäger schon begriffen; Andere Länder andere Sitten, sie haben sich unseren Essenszeiten angepasst. Da ist er schon der Haken, auch mein Magen musste sich dem Tourinepp beugen, denn das sind die einzigen Restaurants, die zu unseren Essgewohnheiten offen haben. Von daher sind wir auch auf "Mehr Schein, als Sein" den Hunger sei Dank eingestiegen. Der Boden ist gerade so bedeckt und sieht mehr aus, als es am Ende ist!

Wir haben es dann noch einmal versucht, hier wurden wir allerdings vom Ambiente geblendet. Man sitzt in einer Grotte im Bacco d.o.t was wirklich sehr schön und romantisch ist, diesmal versuchten wir es mit einer Fideuà quasi einer "Nudel Paella" bei der es sich eigentlich um Fadennudeln handeln sollte, bei uns jedoch nicht! Tja und auch hier konnte Sie uns geschmacklich nicht überzeugen.

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Weiter in der Kulinarik haben wir uns auf die Suche der "echten" Horchata gemacht. Was in Lissabon das Pastéis de Belém, das ist in Valencia die Horchatería Santa Catalina selbst von der Aufmachung musste ich direkt an Belem denken. Dazu isst man Fartons wir nannten sie "Stängchen". Mich hat jedoch weder das eine noch das andere überzeugt, es war eher ein Zuckerschock, als erfrischend!

Überzeugt hingegen hat mich das Frühstück im Dulce de Leche im Ruzafa Viertel. Hier sieht man die liebe im Details, fleißige Mädels die mit Hingabe ihr Cafè führen, das macht sich an den Schlangen, der Freundlichkeit und der Ausrichtung der Angebote bemerkbar. Tolle Stullen, leckeres Müsli und sogar Matchatee (für mich immer ein Zeichen eines guten Cafès). Wer gut Frühstücken möchte, der ist hier bestens aufgehoben.

Zu guter Letzt; lange gesucht, aber endlich gefunden eine einfache Pinte oder auch richtige Tapas Bar; gar nicht so einfach, wenn die Spanier alle vor der Kälte flüchten.

El Rojo einfach und gemütlich, jedoch macht es sich definitiv bemerkbar das keine Frau im Haus ist um mal dem Klischee beizupflichten; so kann durchaus mal noch etwas Lippenstift am Glas hängen (Achtung Herpespatienten) oder der Tisch nicht ordentlich abgeputzt sein. Ich bestellte ein "kleines" Bier, auch hier wurde es wörtlich genommen, ich bekam ein 0,1er Bier! Vegetariern sei gesagt, das ÜBERALL Fleisch drin ist, selbst an den Käse Nachos!

Valencia ist eine Stadt in der man sich einfach treiben lassen kann. Wir haben in der Nähe vom Ruzafa Viertel gewohnt und haben jedes Mal eine andere Straße auf dem Weg in die Stadt genommen, so haben wir immer neue Dinge entdeckt seien es Fotomotive, Cafès oder Bars.

Danke Valencia!

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